Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Von Landsknechten und Schelmen
Lokales Brandenburg/Havel Von Landsknechten und Schelmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 23.09.2015
Die Landsknechte Pressather Fähnlein sind 400 Kilometer mit dem Auto gefahren, um beim Mittelalterfest in Ziesar dabei zu sein. Quelle: S. Zimmermann
Anzeige
Ziesar

Mit einem großen Aufmarsch aller mitwirkenden Mittelalterfans, Askanier und Händler begann am Sonnabendvormittag zum neunten Mal das Mittelalterfest auf der Burg Ziesar. Zelte, Handwerksbuden mit Schmieden, Hersteller von Gewandung, Schmuck und Kindespielzeug reihten sich im Burgpark aneinander. Die Bruderschaft der Askanier und ihre befreundeten Mittelaltervereine ließen das Publikum wieder an ihrem Leben teilhaben.

Das erste Mal in Ziesar mit dabei waren die Landsknechte Pressather Fähnlein. „1519 gründete sich in Pressath in der Oberpfalz eine Bürgerwehr. Vor 20 Jahren gründeten wir unseren Verein nach historischen Vorlagen. Unsere Gruppe beschäftigt sich mit der Renaissance. Eine einheitliche Uniform gibt es nicht, aber wir versuchen unsere Gewandung originalgetreu anzufertigen. Die Burg Ziesar ist eine sehr schöne Kulisse und wir wurden hier sehr herzlich aufgenommen,“ berichtete Vereinsmitglied Edith Baier. Die Landsknechte Pressather Fähnlein haben sich auf Spiele für Alt und Jung spezialisiert und präsentierten in Ziesar verschiedene Geschicklichkeits- und Denkspiele.

Auch musikalisches Programm

Musikalisch präsentierte die Gruppe „Multus Tumultus“ Mittelalter Rock. Mit Trommeln, Dudelsack und Gesang wurden alte historische Melodien aufgepeppt und kunstvoll vorgetragen. Das Publikum wurde aufgefordert zu klatschen und mitzumachen, es sich nicht zweimal bitten. Ganz Mutige beteiligten sich zudem an den Mittelaltertänzen. Die Rufe Jubel und Handgeklapper schallten oft über den Burghof von Ziesar und waren Zeichen von zufriedenen Mittelalterfans.

Auch für die Kleinen wurde was geboten. Quelle: S. Zimmermann

Das mittelalterliche Treiben mit Waffenschau, Burgerstürmung, Gerichtsverhandlung und Marktreiben wurde mit viel Musik und Geschichtenerzählern ausgeschmückt. Unters Volk mischte sich in diesem Jahr zudem Till Eugenspiegel. Der Schelm offerierte dem Publikum seine eigenen Geschichten um die Geschichte von Ziesar. Er versuchte auf die schelmische Art, die Burg Ziesar an die beiden befeindeten Lager zu verkaufen. Dies gelang ihm aber nicht und so war er der Auslöser der Burgerstürmung von Ziesar.

Till Eulenspiegel scheitert

Schwertkämpfer, Ritter, Bogenschützen und die Belagerer der Burg kämpften hart miteinander. Ulrich von Ende und Ritter Roderich zu Kienwerder gaben ihre Burg Ziesar nicht kampflos her. Lustige Dialoge zwischen Freund und Feind sorgten bei den zahlreichen Besuchern für manches Gelächter. Till Eulenspiegel wurde von Clemens Bergstedt eigenhändig an die Feine ausgeliefert. Beim Angriff auf die Burg gelang dem Schelm schließlich die Flucht und er versteckte sich auf dem Burghof. Die beiden feindlichen Lager erkannten, dass sie von Till Eulenspiegel verschaukelt wurden und verbündeten sich am Ende gegen ihn.

Veranstaltet wurde das neunte Mittelalterfest von den Mitarbeitern des Burg- Museum Ziesar unter Leitung von Clemens Bergstedt. Unterstützung gaben auch der Kultur- und Heimatverein Ziesar, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, das Burg- Hotel Ziesar und viele ehrenamtliche Helfer. Das wechselhafte Wetter scheuten die zahlreichen Besucher nicht, das Mittelalterfest in Ziesar zu besuchen.

Von Silvia Zimmermann

Brandenburg/Havel Sinfoniekonzert der Brandenburger Symphoniker - Ein gutes Einvernehmen

Mit Mozarts Sinfonie, der Fantasie, die der Engländer Ralph Vaughan Williams über ein Thema von Thomas Tallis schrieb, sowie der 4. Sinfonie von Johannes Brahms wurde am Wochenende die neue Sinfoniekonzertreihe der Brandenburger Symphoniker gestartet. Nicht dabei war erneut der neue Chefdirigent, er wurde vertreten von Philipp Pointner.

23.09.2015
Brandenburg/Havel Fuhrunternehmer sammelt alte Autos - Emstaler mit Faible für DDR-Technik

Fuhrunternehmer Olaf Haseloff aus Emstal hat ein Faible für DDR-Technik, die er vor dem Verschrotten retten will. Inzwischen hat er rund 20 Fahrzeuge. Sein Lieblingsstück ist ein 60 Jahre alter IFA H6, von dem es nicht mehr viele gibt. „Zu DDR-Zeiten ist er auch bei uns im Betrieb gefahren“, erzählt der 57-Jährige, der die Sammelleidenschaft mit seinem Sohn teilt.

22.09.2015
Brandenburg/Havel Ausstellung zur Post der Einheit - Post-Renates Glück auf dem Görden

Am 25. September wird die Ausstellung „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!““ im Museum für Kommunikation in Berlin eröffnet. Der Brandenburger Historiker Veit Didczuneit hat die Ost-West- Postausstellung als Kurator vorbereitet. Erinnerungsstücke hat Renate Zittlau geliefert. Die Brandenburgerin wurde in fast 40 Jahren als Paketzustellerin nie gebissen.

22.09.2015
Anzeige