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Brandenburg/Havel Von Pfauen um den Schlaf gebracht
Lokales Brandenburg/Havel Von Pfauen um den Schlaf gebracht
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00:30 30.07.2015
Ein Pfau hat sich auf einem Hausdach in Ziesar niedergelassen. Quelle: Foto: ZIM
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Ziesar

Für die Bewohner des Pflegeheims sind sie ein Glücksfall, für manche Anwohner ein Ärgernis. Es sind freilaufende Pfauen, an denen sich die Gemüter erhitzen. Die Rad schlagenden Ziervögel landen schon mal auf fremden Dächern oder tauchen mitten auf dem Breiten Weg auf. Doch was zum Beispiel den Abgeordneten Bernd Gobel am meisten auf die Palme bringt, sind die lauten, durchdringenden Schreie, die insbesondere die Hähne schon in den ganz frühen Morgenstunden von sich geben.

Klagen und Beschimpfungen

Gobel machte die Pfauenfrage zum Thema in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung von Ziesar. Die Vögel würden die ganze Stadt terrorisieren. „Wenn ich einen Hund hätte, der die ganze Nacht kläfft, müsste ich mir was anhören. Aber das Pflegeheim ist eine heilige Kuh.“ Gobel steht mit seiner Kritik nicht allein da. „Klagen über die Pfauenrufe hatten wir öfter“, bestätigt Heimleiterin Ute Hoffmann. Doch die waren noch harmlos. Angestellte mussten sich beschimpfen lassen, weil ein Pfau in der Schopsdorfer Chaussee angeblich ein Kind gebissen haben soll. Andere Beschwerdeführer sehen Gefahr für Leib und Leben im Straßenverkehr.

Zutrauliche Vögel

Pfauen sind in der Regel standorttreu und werden deshalb in vielen Parks frei gehalten. Trotz ihrer Größe und ihres langen Schwanzes können auch die männlichen Exemplare fliegen.

In Ziesar machte sich vor allem ein Hahn des Öfteren auf und davon. Er kehrte jedoch immer wieder auf das Pflegeheimgelände zurück. Jetzt wurde er an eine Privatperson abgegeben.

Pfauen können sehr zutraulich werden. Für die Heimbewohner bedeutet das Auftauchen der Ziervögel immer eine willkommene Abwechslung im Alltag.

Polizei, Ordnungsamt und Veterinärbehörde waren den Pfauen bereits auf der Spur. Heimleiterin Hoffmann versteht die ganze Aufregung nicht. Seit Jahren haben die ursprünglich aus Dahlen stammenden Tiere ihr Zuhause auf dem Freigelände des Pflegeheims. Dort werden sie gepflegt und gefüttert. Es gibt eine Voliere. Doch die Vögel haben auch Ausgang. „Wenn die Pfauen durch den Garten spazieren sind sie für unsere Bewohner ein Stück Lebensfreude. Die meisten stammen vom Lande, wo sie mit Tieren ihr Leben geteilt haben. Anderswo krähen Hähne, quaken Frösche oder bellen Hunde. Ich denke Ziesar hat andere Sorgen“, meint die Heimleiterin.

Bürgermeister Dieter Sehm kommentiert den Streit um die Pfauen auf seine Weise: „Es gibt in Ziesar Tierfreunde und Tierhasser.“ Auch das Stadtoberhaupt weiß, dass die Vögel den Heimbewohnern den ganzen Tag über Freude bereiten. Deshalb plädiert er für eine tierfreundliche Lösung, die auch den Menschen im Pflegeheim hilft. Diese bahnt sich jetzt an. Der Bau einer größeren Voliere gehört zu den Auflagen der kreislichen Veterinärbehörde. Ein Hahn, der besonders gern auf Erkundungstour ging, wurde an einen Kleintierzüchter abgegeben. Fachdienstleiterein Sonja Hahlweg sagte der MAZ: „Grundsätzlich steht der Haltung von Pfauen auf dem Gelände vom Pflegeheim nichts entgegen.“ Heimleiterin Hoffmann will alles dafür tun, dass die Vögel auch in Zukunft zum Haus gehören.

Von Frank Bürstenbinder

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