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Von Reuse zu Reuse unterwegs

Fischermeister auf dem Beetzsee Von Reuse zu Reuse unterwegs

Jürgen Hafa macht die Fanggeräte klar. Nach einer Sommerpause ist der Fischermeister aus Päwesin wieder von Reuse zu Reuse unterwegs. Wer den Beetzsee von einer anderen Seite kennen lernen will, darf sogar in sein Boot steigen.

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Nach einer Sommerpause ist Fischermeister Jürgen Hafa wieder auf dem Beetzsee unterwegs.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Päwesin. Der Sommer geht seinem Ende entgegen. Die heißen Tage sind vorbei. Jetzt kann Jürgen Hafa (61) wieder in die Hände spucken. Der Fischermeister aus Päwesin macht die Fanggeräte klar. Noch bis Ende Oktober läuft der Wanderaal. Zander und Hecht haben im Herbst Hochsaison. Hafa befischt hauptsächlich den nördlichen Beetzsee zwischen Päwesin und Grabow. Dazu kommen einige Wasserflächen auf der östlichen Landseite.

Hafa ist einer der letzten Vertreter seiner Zunft auf dem Beetzsee. Seit 44 Jahren ist der gebürtige Mecklenburger im Beruf. Eigentlich sollten Fischer nah am Wasser wohnen. Doch den Päwesiner hat es auf eine Hofstelle in der Bahnhofstraße verschlagen. Dort wird geräuchert, verkauft und das Frühstück für Ausflügler serviert, die zu ihm ins Boot steigen dürfen. Um mit seinem Ein-Mann-Betrieb über die Runden zu kommen, nimmt der Berufsfischer Touristen mit auf’s Wasser, um ihnen den Beetzsee von einer anderen Seite zu zeigen.

Mit dem Herbst wird das Abfahren der Reusen zur täglichen Routine. Was sich in den Netzen verirrt, wird zu einem kleinen Teil direkt ab Hof vermarktet oder zu Buffets veredelt. Die weitaus größte Menge geht an einen bayerischen Aufkäufer. Außerdem ist Hafa mit einem Verkaufswagen auf dem Potsdamer Bassinplatz vertreten. Das Geschäft mit Fisch und Räucherware aus der Region läuft gut.

Als Hafen nutzt der Fischermeister die von ihm gepachtete Päwesiner Ablage, die sich im Besitz der Kommune befindet. Besonders augenfällig in diesem Jahr ist das anhaltende Niedrigwasser. Die Folgen für seine Branche beschreibt der Fischermeister so: „Es fehlen etliche Hektar Wasserfläche. Das ist so, als würde man den Bauern ihren besten Acker wegnehmen.“ Sorgen machen ihm und seinen Berufskollegen unverändert der rückläufige Aalbestand. Dank jährlicher Besatzmaßnahmen, die von der Fischereischutzgenossenschaft Havel koordiniert werden, scheint Besserung in Sicht. „Jungaale sind jedenfalls da. Doch die brauchen noch einige Zeit bis zur Fangreife. Ich kann nur hoffen, dass sich die Erträge in Zukunft wieder stabilisieren,“ meint Hafa.

Von Frank Bürstenbinder

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