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Von der Wobra zum Immobilienkonzern

Kommunale Unternehmen in Brandenburg an der Havel Von der Wobra zum Immobilienkonzern

Lange Zeit war es ruhig um die städtische Wohnungsgesellschaft Wobra, doch innerhalb weniger Monate wurde im Verborgenen an einem neuen Unternehmenskonzept gearbeitet, das der Gesellschaft Handlungsfähigkeit und Einfluss zurückgeben soll. Der Aufsichtsrat hat den Kurs nun bestätigt.

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Mittelfristig will die Wobra wieder Marktführer werden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) ist am Dienstagabend vom Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsgesellschaft Wobra einstimmig zu dessen Vorsitzender gewählt worden. Zugleich billigte das Gremium das von Geschäftsführer Stephan Falk vorgelegte Eckpunktepapier zum Unternehmenskonzept, berichtet Aufsichtsratsvize Norbert Langerwisch (SPD). Er führt die Lenkungsgruppe, welche das Papier verfeinert und zur Beschlussreife für die Stadtverordneten bringt. Mitstreiter sind Tiemann, Georg Riethmüller (CDU), Lutz Krakau (Linke), Frank Robby Wallis (Brandenburger Bank) sowie Vertreter der Beteiligungsverwaltung. „Das Ziel ist sportlich, von März bis November damit fertig zu werden“, sagt Langerwisch.

Parallel dazu werden externe Büros beauftragt, eine Markt- und Standortanalyse zu erstellen: Die Nachfrage in den Ballungszentren nach Miet-Wohnraum ist groß, untersucht werden soll beispielsweise, ob diese Effekte auch bis in den Einzugsraum Brandenburg an der Havel reichen. Zudem nimmt die Wobra mit Hilfe von Experten ihr eigenes Portfolio unter die Lupe: Der heterogene Bestand umfasst vom Altbau bis zum Platten-Wohnblock, von der Altstadt bis nach Hohenstücken die ganze Bandbreite. Hier muss geschaut werde, wo investiert die Wobra in neue Zuschnitte oder neue Wohnformen beispielsweise. Was wird stillgelegt oder abgerissen, welcher Streubesitz wird noch verkauft und was tue ich für ein Quartiersmanagement in den „polyzentralen Wohngebieten“? „Wir haben ja nicht zu wenig Wohnungen, dafür aber zu viele ,falsche’, die entweder nicht generationengerecht oder vom Grundriss her unattraktiv sind“, beschreibt es Langerwisch.

Etwa 50 000 bis 70 000 Euro dürfte das Erstellen der Papiere kosten, es werden auch nicht grundlegend neue Analysen angestellt, sondern auf bestehendes Datenmaterial aufgesetzt. Das Freigeben des Geldes außerhalb des Wirtschaftsplanes hat der Aufsichtsrat ebenfalls abgesegnet.

Geschäftsführer Falk informierte zudem, dass bei der externen Suche nach einem Technischen Leiter für das Unternehmen noch zwei aussichtsreiche Bewerber im Rennen sind. Im günstigsten Fall kann der oder die Neue den Posten Anfang März antreten.

Die Personalie ist wichtig, weil die Wobra mit dem neuen Unternehmenskonzept neue Aufgaben übernehmen soll: Neben den eigenen Beständen soll sie städtisches Eigentum verwalten, dass nicht von Verwaltung oder Bildungseinrichtungen genutzt wird. Zudem soll sie als Stadtentwicklungsgesellschaft agieren, auf eigenen und städtischen Grundstücken gemeinsam mit Investoren Projekte entwickeln, für diese planen und sie begleiten.

Von André Wirsing

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