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Brandenburg/Havel „Vor Rotterdam“ siegt beim Teston-Festival
Lokales Brandenburg/Havel „Vor Rotterdam“ siegt beim Teston-Festival
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15:37 26.11.2017
Der Sieg des Abends geht an den Berliner Pop, nämlich an die Gruppe „Vor Rotterdam“. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Seit 1993 veranstaltet das Haus der Offiziere (HdO) das Teston-Bandfestival. Über all die Jahre blieb das Ziel dasselbe: Jungen Bands aus der Region eine Chance zu bieten, aus den Proberäumen herauszukommen und ihr Können einem größeren Publikum zu präsentieren. Am Samstag war es nun wieder soweit. Fünf Bands spielten im großen Saal des HdO vor etwa 100 Gästen, die am Ende des Abends den Publikumsliebling per Stimmzettel wählten.

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Fünf Nachwuchsbands traten am Samstagabend im Haus der Offiziere beim Teston-Festival gegeneinander an und begeistern das Publikum mit musikalischer Vielfalt

„Es gab insgesamt zehn Bewerbungen auf die Ausschreibung zur Bandsuche des HdO“, sagt Markus Richter, Mitorganisator und Teammitglied. „Wir haben uns alle angehört und uns schlussendlich für diese fünf Nachwuchscombos entschieden“.

Den Anfang machten The Aceholes aus Oschersleben. Der Sound der im Juli 2015 gegründeten Combo wurde hauptsächlich von Bands wie den Broilers, Green Day und den Ärzten beeinflusst und bot dem Publikum Punkrock der klassischen Art. Die drei Jungs an Gitarre, Drums und Bass konnten die anfangs noch scheuen Gäste schnell überzeugen, den leeren Platz vor der Bühne zu füllen und bewiesen, dass der Titel ihres letzten Songs „Rock ist tot“ ganz und gar nicht zutrifft.

Nach kurzer Umbauphase auf der Bühne ging es mit dem jungen Bandtrio „Private Conversation“ aus Brandenburg weiter. Die Musiker, die bereits als Schüler in verschiedenen Bands spielten, verarbeiten in ihren Songs das Leben, Träume und Gedanken in einer Mischung aus Rock, Blues und Jazz. Insgesamt ein sehr erwachsener Sound, der sich musikalisch stark vom schnellen Punk der Vorband unterschied.

Dritte Band des Abends waren „Vor Rotterdam“ aus Berlin. Der Deutsch-Pop der fünf Musiker um Frontmann Christoph Wulsch war modern, ambitioniert und eine gelungene Mischung aus ruhigen, nachdenklichen und mitreißenden Songs. Seit 2015 spielen sie auf den Bühnen des Landes, es war ihr zweiter Auftritt im HdO.

Sehr rockig wurde es dann wieder mit den Brandenburgern von „Branded“. Sängerin Conny Wollek schrieb bereits als Frontfrau der Bands Powerage und Supremacy ein Stück Brandenburger und ostdeutscher Heavy Metal-Geschichte. Auch bei diesem Auftritt zeigte sie sich stimmgewaltig wie eh und je.

Die Stimmung zum Überkochen brachte dann abschließend die Hip Hop-Crew „Lorz“. In doch sehr eigenwilligen Bühnenoutfits rappten die fünf Brandenburger Jungs von Parties, Grünzeug und anderen Dingen, die das Leben verschönern. Spätestens hier stand im Publikum niemand mehr still.

Und so ging es verschwitzt und erschöpft aber glücklich zur Publikumsabstimmung, die der Berliner Pop von „Vor Rotterdam“ für sich entscheiden konnte. Zu gewinnen gab es Merchandisingartikel wie Shirts, Buttons, Aufkleber und Jutebeutel, welche von den teilnehmende Bands gestaltet werden konnten und durch Mittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur ermöglicht wurden.

„Wir werden auch nächstes Jahr wieder ein Bandfestival im HdO durchführen“, sagt Richter. „Wir hoffen, dass es dann etwas besser angenommen wird.“ Denn zufrieden war man nicht mit den Besucherzahlen. Unerklärlich sei das fehlende Interesse für solch vielseitige Kulturveranstaltungen. „Wir im HdO werden aber auch weiterhin versuchen, Newcomerbands die Erfahrung des richtigen Bandlebens und ihren ersten Bühnenauftritt machen zu lassen“, sagt Richter. Die fünf Bands des diesjährigen Teston-Bandfestivals bewiesen eindrucksvoll, wie gut so ein Auftritt sein kann.

Von Tobias Wagner

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