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Brandenburg/Havel WBG investiert 82 Millionen in sechs Jahren
Lokales Brandenburg/Havel WBG investiert 82 Millionen in sechs Jahren
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02:15 11.01.2018
Der Block Kreyssigstraße 1-6 wird komplett saniert, es werden Aufzüge angebaut und es entstehen vier familiengerechte Wohnungen. Quelle: Ruediger Boehme
Brandenburg/H

In dieser Zeit soll auch die letzte Tranche der so genannten Altschulden getilgt werden, demnächst wird eine Zahlung fällig, danach sind nur noch 10,8 Millionen Euro zurückzuzahlen. Ursprünglich waren es einmal knapp 50 Millionen Euro.

In diesem Jahr sollen 13,3 Millionen Euro für umfassende Modernisierungen und Instandsetzungen ausgegeben werden. „Wir sind in der Thüringer Straße fertig, in diesem Jahr konzentrieren wir uns auf den Stadtteil Nord. 2019 kommt dann Hohenstücken an die Reihe“, sagt WBG-Technik-Vorstand Gerhard Zapff.

5,2 Millionen Euro werden nun allein eingesetzt für die umfassende Sanierung der Wohnhäuser in der Nikolaus-von-Halem-Straße 34-40 sowie Kreyssigstraße 1-6. Im ersten Block werden alle 32 Wohnungen modernisiert sowie die Balkone erneuert. Die Mitte der 1990er-Jahre eingebauten Gasetagenheizungen sind umzustellen auf Fernwärme – an kleinen Wärmetauscher-Satelliten können sich die Mieter individuell das ganze Jahr über ihre Wohlfühltemperaturen einstellen.

Die ursprünglich 60 Wohnungen in der Kreyssigstraße bekommen eine Modernisierung, neue Balkone sowie zentrale Warmwasseraufbereitung. Angebaut werden Aufzüge, die an den Zwischenpodesten halten, dann sind jeweils nur noch acht Treppenstufen zu überwinden. Acht kleine Wohnungen werden paarweise zusammengelegt, so dass vier familiengerechte Wohnungen von jeweils 110 Quadratmetern Wohnfläche entstehen.

Im Land zweitgrößte Genossenschaft

Die WBG wurde 1954 gegründet und zählt heute 45 Mitarbeiter.

Ende dieses Jahres wird die Genossenschaft noch 7716 Wohnungen in ihrem Bestand haben, sie ist nach Cottbus die zweitgrößte Genossenschaft im Land Brandenburg.

Der durchschnittliche Leerstand liegt um 14 Prozent, das ist dem massiven Leerstand von mehr als 20 Prozent in der Großwohnsiedlung Hohenstücken geschuldet.

Im Stadtteil Nord sind sechs Prozent der Wohnungen noch frei. In den sanierten Beständen genossenschaftsweit sind es weniger als zwei Prozent.

Erworben oder verkauft werden sollen keine Bestände, es gilt nach wie vor das Osterburg-Wort: „Wir verkaufen unsere Mieter nicht.“

Weitere drei Millionen Euro sind reserviert für das umfassende Herrichten von etwa 190 Leerwohnungen, ein Teil davon wird benötigt, wenn im kommenden Jahr 160 Wohnungen in vier Blocks in der Max-Herm-Straße abgerissen werden – etwa die Hälfte davon ist noch bewohnt. 300.000 Euro benötigt die WBG, um bereits sanierte, aber zwischenzeitlich leer gezogene Wohnungen neu vermieten zu können. „Es ist ja auch ein psychologischer Effekt. Wenn ein Mietinteressent sieht, okay, das ist ja eine neue Wohnung, steigt auch sein Interesse an einer Anmietung“, sagt der Kaufmännische Vorstand Matthias Osterburg.

Weitere 1,45 Millionen Euro sind der laufenden Instandhaltung vorbehalten – vom Wasserhahn über den Briefkasten bis zur Gegensprechanlage.

Wie alle Bauherren bekommen derzeit auch die Genossenschaftler zu spüren, dass überall Bauboom ist – Handwerker entsprechend rar und teuer sind. „Wir arbeiten derzeit allein mit acht Fliesenlegerfirmen zusammen, damit unsere Wünsche abgedeckt werden können. Bei der Elektro Brandenburg GmbH beispielsweise haben wir statt zwei nun vier Mitarbeiter, die vorrangig für uns arbeiten. Aber immer klappt es eben aufgrund der guten allgemeinen Auftragslage auch nicht“, sagt Zapff. Doch das Modernisierungstempo bei der WBG wird nicht kleiner. Im nächsten Jahr folgt beispielsweise der Block Kreyssigstraße 7-12. Dann wird die Barnimstraße 1-7 komplett leer gezogen – aus 32 Zweieinhalbzimmerwohnungen werden 24 Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern.

Von André Wirsing

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