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Brandenburg/Havel WBG freut sich über mehr Zuzüge
Lokales Brandenburg/Havel WBG freut sich über mehr Zuzüge
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17:46 29.01.2019
Der Wohnblock Kreyssigstraße 1 bis 6 ist im Vorjahr komplett modernisiert worden. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die positive Entwicklung der Stadt spüren die Verantwortlichen der Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg WBG ganz konkret: „Wir kommen mit dem Herrichten von Leerwohnungen kaum hinterher, erleben eine ungebrochene Nachfrage“, freut sich der Kaufmännische Vorstand Matthias

AssMatthias Osterburg Kaufmännischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg. Quelle: Ruediger Boehme

Osterburg. Bei den Wanderungsbewegungen gebe es sehr viele Umzüge innerhalb der Stadt, „oftmals auch im Quartier. So ist es nicht selten, dass sich Mieter in Hohenstücken dort auch wieder eine schönere Wohnung suchen“. Es gebe ebenfalls Zuzug, Osterburg und sein Kollege Technik-Vorstand Gerhard Zapff haben drei Gruppen ausgemacht: Zuzügler aus Berlin, Rückkehrer aus Westdeutschland sowie junge Menschen aus der Region, deren Eltern nach der Wende ins Umland gezogen sind.

„Wir müssen mehr Geld ausgeben als in den Jahren zuvor, obwohl das Bauvolumen nicht wesentlich größer ist. Das liegt an den enorm gestiegenen Baupreisen. Wir investieren in diesem Jahr 18,1 Millionen Euro. Davon stecken wir alleine 4,8 Millionen in das Herrichten von leeren Wohnungen“, sagt Zapff. Mittlerweile koste

Gerhard Zapff Technischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg. Quelle: Ruediger Boehme

das im Schnitt 20.000 Euro pro Einheit. Das ist der Tatsache geschuldet, dass beispielsweise die gesamte Elektrik von zwei- auf dreiadrige Kabel umgestellt werden muss. Früher genügte das für Küche, Flur und Bad. Mittlerweile seien die Standards aber so, dass die ganze Wohnung neu zu verkabeln ist. Und wenn dafür jede Wand geschlitzt werden muss, bleibe eine Komplettrenovierung auch nicht aus. Mittlerweile wurde für das Koordinieren des Herrichtens von leeren Wohnungen extra eine Mitarbeiterin neu eingestellt.

5,15 Millionen Euro werden in die Komplettsanierung des Blocks Kreyssigstraße 7-12 gesteckt, im vergangenen Jahr wurde das Pendant Nummer 1-6 hergerichtet. Nun geht es an den Umbau von 60 Wohnungen, davon stehen derzeit 37 leer. Neben Fassadendämmung, Anbau neuer Balkone sowie Sanitär- und Elektrosanierung werden sechs Fahrstühle angebaut.

Weitere 2,8 Millionen fließen in die Komplettsanierung des zurzeit unbewohnten Blocks Barnimstraße 1-7 – ebenfalls im Stadtteil Nord. Aus 32 Wohnungen werden 24 mit unterschiedlichen Grundrissen und Größen von 45 über 75 bis 105 Quadratmetern. Heizung und Warmwasserbereitung sind auf Fernwärme umzustellen, die WBG wagt an diesem Block den Standard eines KfW-Effizienzhauses. Das bedeutet mehr Dämmung, größere nach außen versetzte Fenster sowie Einbau eines Belüftungssystems. Der Mehraufwand von etwa 300.000 Euro wird halbwegs durch ein Förderprogramm ausgeglichen.

Auf dem WBG-Aufgabenzettel steht in diesem Jahr der Abriss von 160 Wohnungen in der Max-Herm-Straße 29-59 in Hohenstücken. Im Dezember sind die letzten Mieter umgezogen, sie bekamen Wohnungen in Nord.

Hinzu kommen noch kleinere Maßnahmen wie das Umstellen der Warmwasserversorgung in 150 Wohnungen auf Elektro beziehungsweise Fernwärme für insgesamt rund 300.000 Euro. An 80 Wohnungen werden die Balkone saniert. 18 befestigte Stellplätze errichtet die Genossenschaft in der Werner-Seelenbinder-Straße nahe des „Elefanten-Spielplatzes“, um die Parksituation zu entspannen.

Insgesamt ist die WBG wirtschaftlich gut aufgestellt, die Eigenkapitalquote liegt bei 60 Prozent. Die Mieten liegen bei 4,70 Euro im Bestand, bei etwas mehr als fünf Euro bei Neuvermietung. Mit mehr als 20 Millionen Euro ist die Hälfte der so genannten Altschulden abbezahlt, ebenso sind vier Modernisierungsdarlehen aus den 1990er-Jahren komplett getilgt. „Wir nehmen jetzt wieder mehr Kredite auf“, sagt Osterburg. Gestärkt wird er in der Entscheidung durch die jüngste Prognose des Landesamtes für Bauen und Verkehr von Ende 2018, die der Havelstadt eine stabile Einwohnerentwicklung bis mindestens zum Jahr 2030 von mehr als 70.000 Einwohnern voraussagt.

Von André Wirsing

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