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„Wässern, wässern und nochmals wässern“

Die Gärtner der Buga „Wässern, wässern und nochmals wässern“

Die Premnitzer Buga-Gärtnerinnen Monika Struve und Sabrina Schröder müssen den Besuchern allerhand Fragen beantworten. Ihre Hauptaufgabe ist derzeit aber das Gießen.

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Die fleißigen Buga-Feen von Premnitz bei der Arbeit: Sabrina Schröder (l.) und Monika Struve.

Quelle: Josefine Sack

Premnitz. Sie schuften, während andere genießen: Monika Struve und Sabrina Schröder, Gärtnerinnen der Alpina AG in Ludwigsfelde, sorgen am Buga-Standort Premnitz für Ordnung in den Blumenbeeten und kümmern sich darum, dass die immergrüne Uferpromenade entlang der Havel trotz der Hitze auch weiterhin so schön grünt.

„Wässern, wässern und nochmals wässern“, so bringt es Monika Struve auf den Punkt, ist derzeit die Hauptaufgabe der beiden Gärtnerinnen. Zur Bundesgartenschau (Buga) in der Havelregion haben sich die Frauen aus Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) extra eine Wohnung in dem beschaulichen 9000-Seelen-Städtchen gesucht. Zwar ist die Parkanlage in Premnitz mit einer Fläche von 3,1 Hektar aus gärtnerischer Sicht recht überschaubar, braucht aber ebenso viel Pflege wie die anderen, weitaus größeren Buga-Areale.

Wässern, wässern, wässern

Wässern, wässern, wässern.

Quelle: Josefine Sack

Schon früh um 5 Uhr beginnt für Monika Struve und Sabrina Schröder die Schicht im Grünen. Sie stutzen die Stauden, mähen Rasen und harken das Laub von den Beeten – damit für die Gäste, die das Gelände direkt an der Havel ab 9 Uhr betreten, auch alles schick anzusehen ist. Insgesamt kümmern sich fünf Gärtnerinnen während der Buga um die Gärten in Premnitz. Sie arbeiten sieben Tage die Woche im Schichtbetrieb. Mittags, wenn es besonders heiß ist, lassen sie die großen, besonders schweißtreibenden Arbeiten ruhen. Erst abends, wenn der letzte Buga-Gast gegangen ist, kommen sie zurück. Dann wird gegossen: „Jetzt, wo es so trocken ist, laufen die Regner Tag und Nacht“, sagt Monika Struve. Ohne die Rasensprenger wären die Flächen längst vertrocknet. Es ist kein Geheimnis, dass Brandenburg im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands insgesamt sehr trocken ist.„Aber im Moment ist es in Brandenburg so trocken wie lange nicht“, klagt André Landwehr, Niederlassungsleiter des Alpina-Gartenbaubetriebs in Ludwigsfelde. Weder im Winter noch im Frühjahr habe es genügend geregnet – „für die Buga eine außergewöhnliche Situation“, so Landwehr. Hinzukomme der Wind, der die Böden zusätzlich austrocknet.

Arbeitsplatz am Strand

Arbeitsplatz am Strand: Nach Feierabend genießen die Buga-Gärtnerinnen Monika Struve (l.) und Sabrina Schröder den Ausblick auf die Havel.

Quelle: Josefine Sack

Auch wenn die Gärtnerinnen am kleinsten Buga-Standort bis spät in die Nacht mit dem Gießen zu tun haben, das Wasser wird in Premnitz so schnell nicht ausgehen. Denn dort wird das kühle Nass aus der Havel direkt in die Beete gepumpt. „Toi, toi, toi, dass es weiter so gut klappt und die Pflanzen durchhalten“, wünscht sich Monika Struve. Für die gelernte Landschaftsgärtnerin ist es das erste mal, dass sie auf einer Gartenschau arbeitet. Normalerweise pflegt sie öffentliche Grünflächen oder private Gärten. „Es ist schon was anderes als sonst“, gesteht sie. Besucher sprechen die Gärtnerin an, fragen nach Pflanzennamen und Pflegetipps. „Die Leute sind sehr interessiert“, so Struves Eindruck. Am häufigsten fragten die Gäste sie nach dem Namen des kugelrunden, in Violett blühendem Zierlauch gefragt, der im Frühjahr die Buga-Beete zierte. Allium, den lateinischen Begriff für Lauch, werde sie wohl bis in alle Ewigkeit nicht mehr vergessen, scherzt Monika Struve.

Tradition aus der Region

Alpina hat eine lange Tradition. 1953 schlossen sich drei Gärtnerbetriebe in Ludwigsfelde zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. 1960 wurde daraus die Gärtnerische Produktions-Genossenschaft Alpina.

Der Name bedeutet so viel wie „ein Häufchen Erde“. 104 Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt der Gründung bei Alpina beschäftigt. Die Arbeiter waren zunächst mit Wohn- und Bauwagen in der gesamten ehemaligen DDR unterwegs. Nach und nach entstanden Stützpunkte mit Büros und Lagern. Bis 1989 stieg die Beschäftigtenzahl auf 330.

Nach der Wende wurde aus der Genossenschaft die Aktiengesellschaft Alpina.

Heute hat Alpina Niederlassungen in Rostock, Berlin, Ludwigsfelde, Cottbus, Halle, Hamburg und Erfurt.

Von Josefine Sack

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