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Brandenburg/Havel Warmes Mittagessen fast für umsonst
Lokales Brandenburg/Havel Warmes Mittagessen fast für umsonst
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19:15 24.11.2016
Schon fast alles aufgegessen: Max, Jason, Leon und Levi (von rechts) zählen schon zu den Stammgästen der Kiju-Kinderküche. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

„Keine Ahnung, weißer Baum.“ Jeremy zuckt mit den Schultern als Sozialarbeiterin Heike Puhlmann, ihm ein Stück Blumenkohl zeigt. Karotten hat der Zwölfjährige erkannt, Broccoli hat er erkannt – den mag er nämlich nicht. Dennoch lässt er sich das Mischgemüse auf den Teller zusammen mit Kartoffeln geben, wird der Sprossenkohl vorher aussortiert. Jeremy besucht die Wilhelm-Busch-Schule, nur montags und dienstags nimmt er an der regulären Schülerspeisung teil, „das kostet viel zu viel Geld“. Mittwochs und freitags gibt es meist „bisschen Stulle“ und donnerstags darf er in die Kinderküche.

Die wird vom Humanistischen Regionalverband im Kiju in der Willibald-Alexis-Straße angeboten. Seit Mai 2013 gibt es die Einrichtung – kommen dürfen alle Kinder und Jugendlichen, „jeder ist willkommen“, sagt Heike Puhlmann, „wir fragen auch nicht nach einer Hartz-IV-Bescheinigung“. 30 Cent bezahlen die Kinder fürs Essen. Das holt die Sozialarbeiterin mittags von der Brandenburger Tafel ab, dann kochen Freiwillige, Mütter und Mitarbeiter aus den Beständen, die es gerade gibt. Diesmal eben das Gemüse in Rahmsoße, Kartoffeln, Puffer, „Manchmal kauft die Tafel auch etwas zu, deshalb führen wir die Einnahmen am Monatsende dorthin ab.“

DRK-Spendenkonto ist schon offen

Ausschließlich Geldspenden werden in der MAZ-Sterntaler-Aktion gesammelt, die dann dem Spendenzweck zugute kommen.

Das Konto gehört dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, der auch berechtigt ist, Spendenquittungen auszustellen.

Auf Überweisungsträgern oder beim Onlinebanking genügt es, die im oben gezeigten Logo angegebene IBAN einzugeben.

Als Verwendungszweck tragen Sie bitte „MAZ-Sterntaler“ ein.

Wer eine Spendenquittung haben möchte, sollte dies mit angeben.

Der neunjährige Levi hat bislang das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit einem Jahr kommt er zur Technik-AG, vorher nimmt er an der Kinderküche teil, im Hort der Gebrüder-Grimm-Schule schmeckt es ihm meistens nicht, außerdem ist donnerstags Fisch-Tag – ein Albtraum für den Jungen. Da kommt er liebend gern ins Kiju, bevor er sich mit Familienhelferin Rebecca Frost trifft.

Ein Dutzend Jungen und Mädchen nutzen regelmäßig die Kinderküche – wie der elfjährige Max, der sich jede Woche darauf freut, weil es ihm in der Pestalozzischule nicht schmeckt. Oftmals haben die Eltern auch nicht so viel Geld, Max hat noch vier Schwestern, die Mutter sucht Arbeit, ihr Freund ist nur manchmal da.

Es können auch mehr Kinder und Jugendliche dieses Angebot nutzen – Sie, liebe Leser, dürfen dazu beitragen. Mit der diesjährigen MAZ-Sterntaler-Aktion werden wir das Projekt unterstützen und möglichst soweit anschieben, dass es mindestens einmal pro Woche die Kinderküche weiter gibt und durch eine Jugendküche ergänzt wird. Diese sollen die jungen Menschen selbst organisieren und gestalten, sie bestimmen den Speiseplan und kaufen ein. Die Pädagogen begleiten alle Schritte und helfen beispielsweise beim Kalkulieren.

Die MAZ wird die Aktivitäten begleiten, mit den Kindern auch gemeinsam kochen, über gesundes Essen sprechen und in der Vorweihnachtszeit auch Plätzchen backen – alles in der festen Gewissheit, dass sich daraus bei den Mädchen und Jungen Eigeninitiative entwickelt.

Um das Projekt so weit auszubauen, muss auch die Ausrüstung verbessert werden – ein neuer großer Herd wird gebraucht, ebenfalls ein großes Spülbecken mit Warmwasseranschluss, zwei Mikrowellen, keramikbeschichtete Pfannen, ordentliche Messer und Geräte, einheitliches Geschirr und Saftgläser.

Im Kiju soll noch ein weiteres Projekt unterstützt werden, bei dem die Eigeninitiative schon weit gediehen ist und erste Früchte trägt – das stellen wir in den kommenden Tagen vor – auch dazu werden Ihre Spenden gebraucht.

Von André Wirsing

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