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Brandenburg/Havel Lage schlägt Preis: Warum die Märkische Aue so attraktiv ist
Lokales Brandenburg/Havel Lage schlägt Preis: Warum die Märkische Aue so attraktiv ist
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12:01 11.02.2019
Die Bodenplatte ist schon vorhanden. In einem guten halben Jahr könnte das Haus von Patric Bruns und Janine Rudolph an genau dieser Stelle stehen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die Bodenplatte ist gesetzt. Wenn das Wetter mitspielt, beginnen die Bauarbeiter am 22. Februar. Patric Bruns (35) und Janine Rudolph (28) freuen sich auf ihr künftiges Eigenheim, das in der Märkischen Aue entsteht und auch möglichem Nachwuchs Platz bieten wird.

Das Paar aus Brandenburg/Havel hatte von Bekannten frühzeitig erfahren, dass auf der etwa 1,9 Hektar großen Brache zwischen der Straße „Grüne Aue“ und dem alten Bahndamm eine Siedlung mit Ein- und Zweifamilienhäusern entstehen soll. Eigentlich waren die beiden zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so richtig bauwillig, aber die Gelegenheit war günstig.

So machten sich die Brandenburger auf den Weg zu Projektentwickler Thorsten Schewski und ließen sich die Liste mit noch freien Baufeldern aushändigen. „Wir haben uns ein Grundstück mit einem guten quadratischen Schnitt ausgesucht und reservieren lassen“, erzählt Bauherr Patric Bruns.

Nahe der Wilhelmsdorfer Straße auf dem früheren Molkereigelände entsteht gerade eines der wenigen innenstadtnahen Neubaugebiete. attraktiv ist es besonders für Pendler und für Familien mit Kindern.

Bis zu Erschließung und dem Kaufvertrag Anfang 2018 verging dann noch ein Jahr. Mit dem Preis im Hinterkopf prüfte das Brandenburger Paar Alternativen, kam aber zu dem Schluss, die beste Wahl schon auf dem früheren Molkereigelände in der Märkischen Aue getroffen zu haben. „Meine Freundin pendelt, die Lage so nah am Bahnhof ist für uns beide sehr günstig“, erklärt der Bauherr.

Die Lage war auch für Max Spittel (37) und seine Frau Christina (33) das A und O. Bahnhofsnah, zentrumsnah, fußläufig in die Stadt, das war das entscheidende Kaufkriterium. Und nicht direkt an einer lauten Straße sollte das Eigenheim der Familie mit zwei kleinen Kindern liegen.

„Wir sind vor vier Jahren zugezogen, die Suche nach einem passenden Baugrundstück war schon eine Odyssee“, berichtet Max Spittel, der aus dem Havelland stammt und in verschiedenen Bundesländern gelebt hat.

Mundpropaganda

Baugebiete der engeren Wahl hatten den Nachteil, dass sie an eine bestimmte Baufirma gekoppelt, was den eigenen Gestaltungsspielraum einschränkt. Das wollte die Familie nicht. Manche Angebote von Maklern entpuppten sich als unbrauchbar, weil sie Bauland angeboten haben, das gar keins war und auch nie werden würde.

Zwei Jahre suchten die Eltern, bis Christina Spittel auf dem Spielplatz von einer anderen Mutter von dem Schewski-Projekt erfuhr. Noch ehe etwas inseriert war, sicherte sich die Familie ihr Grundstück. Die Nachbarschaft scheint zu passen. Etliche Grundstücksbesitzer sind in einem ähnlichen Alter, Mitte 30.

Das findet Familie Spittel schön, war aber ebenso wenig das entscheidende Kriterium wie letztlich der Preis. „Bei so wenigen passenden Baugrundstücken nimmt man, was man bekommt, und der Preis steht dann eben nicht im Vordergrund“, bestätigt ein anderer Bauherr, dessen Haus bereits steht.

Mit Google Alert zum MAZ-Artikel

Auch diese Familie mit einem Kind hat in erster Linie auf die recht zentrale Lage geachtet, weil die Frau täglich nach Berlin pendelt und die Nahverkehrsanbindung mit dem B-Bus perfekt ist. Von dem entstehenden Neubaugebiet hatten die späteren Käufer durch einen frühen Bericht der MAZ erfahren.

Der bauwillige Brandenburger hatte sein Interesse an einem Baugrundstück in Brandenburg/Havel nämlich bei „Google Alert“ hinterlegt. Im Januar 2016 war er elektronisch alarmiert worden, als in der MAZ ein passender Artikel stand. Heute sagt er. „Die beste Lage, die man sich aus Sicht eines Städters vorstellen kann.“

Neue Straße, neuer Name

Von den 17 Baugrundstücken mit Größen von etwa 800 Quadratmetern sind nach Angaben von Projektentwickler 15 vermarktet – alle ohne Bauträger. Seit dem Sommer sind die ersten Häuser bewohnt.

Thorsten Schewski hatte das frühere Molkereigelände im April 2014 gekauft, einschließlich des ersten Bauabschnitts in der Grünen Aue mit sieben Grundstücken, die seit 2016 bezogen wurden.

Zum zweiten Bauabschnitt gehören außer den Eigenheimen in der Märkischen Aue noch vier dreigeschossige Häuser in der Grünen Aue mit jeweils gleich vielen Eigentums- und Mietwohnungen.

Vor einem Jahr hatten die Stadtverordneten beschlossen, ein bisheriges Teilstück der „Wilhelmsdorfer Straße“ in „Märkische Aue“ umzubenennen und die neue Straße als „Märkische Aue“ zu benennen.

Die meisten Häuser der kleinen Siedlung befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Werdens. Einige der Ein- und Zweifamilienhäuser sind auch schon gebaut und bezogen.

„Es ist wunderbar, in dieser Oase zu wohnen“, sagt eine Mutter, die mit ihrer Familie vor Kurzem hergezogen ist. Sie schätzt es, dass in der Nachbarschaft immer irgendjemand zu Hause ist und „dass geguckt wird“.

Von Jürgen Lauterbach

MAZ-Service

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