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Warum ist Packhof-Investor abgetaucht?

Brandenburg an der Havel Warum ist Packhof-Investor abgetaucht?

Erst behaupten Hotelexperte Gert Prantner und Projektentwickler Thorsten Schütte aus Hamburg, sie hätten sich in den Brandenburger Packhof als Hotelstandort verliebt und dann tauchen sie monatelang ab. Wo sind die großen Pläne und die noch größeren Millionenbeträge, fragen nun provokant die Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Hotelbebauung.

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Pläne für die Packhof-Bebauung.

Quelle: Stadtverwaltung

Brandenburg/H. Frontalangriff statt nacheilende Gegenwehr: Wo bleiben die hochfliegenden Pläne und vor allem die Millionen Euro zu deren Realisierung auf dem Packhof? Boris Angerer, Sprecher der gleichnamigen Bürgerinitiative, hat sich nun in einem Brief an den Hotelentwickler Gert Prantner und den mutmaßlichen Projektentwickler Thorsten Schütte direkt gewendet, um über den Vorbereitungs- und Umsetzungsstand des Hotel- und Wohnprojektes auf drei Vierteln des vier Hektar großen Areals an der Niederhavel unterrichtet zu werden. „Bevor Sie uns die Antwort geben, diese Fragen besser an die Stadtverwaltung zu richten, möchten wir vorausschicken, dass es uns zunehmend ermüdet, in vielen Briefen und Anfragen die portionierten Halbwahrheiten der Stadtverwaltung zu erbitten.“ Die Bürgerinitiative habe bereits seit längerer Zeit nichts mehr von den vermeintlichen Investoren gehört, „sagten Sie beide nicht, Sie hätten sich in das Areal am Packhof verliebt?“

Das ehemalige Buga-Areal werde derzeit bevölkert von spielenden Kindern, erholungsuchenden Erwachsenen und feiernden Jugendlichen – für viele Menschen sei der Packhof derzeit ein schöner Platz. „Wäre es nicht besser, weniger zu bauen und auf Koexistenz zu setzen? Sozusagen eine Allianz von Minibar und Außerhausverzehr zu bilden“, fragt Angerer provokativ. Das Entgegenkommen von der Stadtspitze, das die Investoren erhalten hätten, habe es für die Bürgerinitiative nicht gegeben. „Sie werden bestimmt das grüne P der Hotelgegner in vielen Fenstern und auf vielen Laternenpfählen gesehen haben. Ein rotes H für Hotel wird es in den Fenstern nicht geben. Und meinen Sie, dass Ihre Gäste sich wohlfühlen werden, wenn sie in einem latent ablehnenden Umfeld ihr Bett aufschlagen?“

Packhof-Idylle

Packhof-Idylle.

Quelle: Philip Rißling

Nicht nur gegen ein Bebauen bis an die Kante des Packhofes wehren sich die Aktivisten, sondern auch gegen die Folgeprobleme wie Mehrverkehr in zu engen Straßen oder das aus ihrer Sicht überdimensionierte Parkhaus. „Es wird zwar gerne behauptet, der Verkehrsstau in der Stadt sei nicht so schlimm und komplexe Verkehrskonzepte könnten Abhilfe schaffen. Sie kennen das bestimmt, wenn die Karte eines 4-Gänge-Menüs viel verheißt und der Havelzander an Zitronenschaum am Ende doch nur fade Tiefkühlware ist“, spricht Angerer den Hotelspezialisten Prantner direkt an.

Zudem will er wissen, wann dieser oder Schütte wieder einmal nach Brandenburg an der Havel zu kommen gedenken. „Man hat zur Zeit fast den Eindruck, als sei das Hotelprojekt gestorben? Haben Sie eine hübschere Braut gefunden? Oder ist die Aussteuer noch ein Problem? Haben Sie längst das Weite gesucht und die Oberbürgermeisterin traut sich nicht zu sagen, dass Sie von Ihnen verlassen wurde? Oft ist es besser reinen Tisch zu machen.“

Von André Wirsing

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