Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Warum will sie keinen Moslem als Feuerwehrchef?
Lokales Brandenburg/Havel Warum will sie keinen Moslem als Feuerwehrchef?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:39 07.03.2016
Rathauschefin Dietlind Tiemann verweist im Feuerwehrstreit nur auf die laufende Ausschreibung. Quelle: dpa-Zentralbild
Brandenburg/H

Erst nach Erscheinen des MAZ-Artikels in der Sonnabendausgabe über das Nachbesetzungsverfahren für die frei werdende Stelle des Chefs der Brandenburger Berufsfeuerwehr hat Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) über ihren Sprecher Jan Penkawa reagiert – allerdings ohne die darin erhobenen Vorwürfe des zuständigen Beigeordneten Michael Brandt (CDU) zurückzuweisen oder zu entkräften.

Brandt hatte jüngst gegenüber den Stadtverordneten berichtet, dass er sich vor zwei Jahren an Tiemann gewendet hatte und ihr einen Personalvorschlag unterbreitet habe: Nämlich die Stelle mit einem eigenen Feuerwehrmann zu besetzen, der seit 20 Jahren als Beamter untadelig seine Tätigkeit bei der Feuerwehr erledigt und die für den Führungsjob erforderlichen Qualifikationen besitzt. Tiemann soll dies mit Hinweis auf dessen Religion als Moslem allerdings abgelehnt haben.

Jeder kann sich auf die Stelle bewerben

Am Sonnabend war die Oberbürgermeisterin Gast bei der Versammlung des Stadtfeuerwehrverbandes, im Nachgang ließ sie erklären: „Meine hohe Anerkennung für die Leistung und den Einsatz der Kameraden unserer Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren ist seit vielen Jahren bekannt.“ Und: „Auf die Stellenausschreibung, die noch in diesem Monat veröffentlicht wird, kann sich selbstverständlich jeder bewerben, der die erforderlichen Qualifikationen hat.“

Offensichtlich hat die Rathauschefin auch beim Stadtfeuerwehrverband keine klare Stellung zu den Vorwürfen bezogen, vielmehr sagte sie danach öffentlich nur: „Alle Kollegen unserer Stadt leisten einen fachlichen Dienst, bei dem Religion und das persönliche Bekenntnis das bleiben, was sie auf dem Boden unseres Grundgesetzes sind: Die geschützte Privatsache eines jeden einzelnen.“

Auf Brandts gegenteilige Vorwürfe, die dieser auch notfalls beweisen will, ging sie in ihrer Stellungnahme vom Wochenende allerdings mit keinem Wort ein.

Von André Wirsing

Volles Haus zu einer Lesung in Lehnin: Im Rahmen der märkischen Literaturtage begrüßte Ulrike Wrusch-Donner, die Leiterin der Lehniner „Bettina von Arnim“-Bibliothek, den Autor Stefan Schwarz zu einer Lesung. „Wir sollten uns auch mal scheiden lassen“ heißt das Buch, in dem Schwarz Kolumnen gesammelt hat. Was der Autor vortrug, sorgte durchaus für Überraschung.

06.03.2016

Sechs Jahre lang hat es gedauert, bis nach temporären Nutzungen und langen Ideenlisten ein ernsthafter Erwerber für das denkmalgeschützte alte Stadtbad gefunden wurde. Überraschung für die Denkmalschützer: Investor Florian Grotmann erhält mehr Bauhaus als erhofft – und schafft wohl Wohnraum.

06.03.2016

Der Musiker und Entertainer Götz Alsmann hat sein Publikum mit zwei Konzerten im ausverkauften Theater in Brandenburg an der Havel begeistert. Gemeinsam mit seiner Band spielte er Klassiker aus beliebten Broadway-Musicals. Aber Alsmann wäre nicht Alsmann, würde er nur musizieren, und so hatte er noch einige Überraschungen parat.

06.03.2016