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Brandenburg/Havel Was MAZ-Leser vom Konzern Klinikum halten
Lokales Brandenburg/Havel Was MAZ-Leser vom Konzern Klinikum halten
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01:48 22.02.2018
Blick auf das Klinikum auf dem Marienberg, dem größten Arbeitgeber in der Stadt. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

„Gesundheit und Profitmaximierung schließen sich einfach aus“, findet „Steffen Spielzwerg“ in einem Kommentar auf der MAZ-Brandenburg-Facebookseite. Der Leser bezieht sich auf das in der vergangenen Woche neu formulierte Selbstbewusstsein des städtischen Klinikums, das sich als Konzern und größter Arbeitgeber in der Stadt präsentiert. Da werden kritische Stimmen laut.

Unser Beitrag „Städtisches Klinikum: Wir sind jetzt ein Konzern“ von diesem Montag hat auf der MAZ-Brandenburg-Facebookseite Spuren hinterlassen. Frauen und Männer reagieren darauf, dass sich ihr Krankenhaus als offiziell Konzern versteht und als „größter Arbeitgeber in der Stadt“ ins rechte Licht rückt.

Viele Leser verstehen nicht, warum ein Klinikum Gewinne machen muss

Wirklich spitze findet Kati Chawla das Klinikum nicht, denn dann müsste es überall dort klappen. Das könne sie aber bestätigen. Die Leserin berichtet, dass sie mit ihrem Kind im Jahr 2013 mehrmals dort gewesen sei. Mit den Worten, dass der hals rot sei, habe man sie und ihren Sohn nach Hause geschickt.

Erst irgendwann später sei eine Sonographie gemacht worden mit „der schlimmsten Diagnose: Krebs“. Die Leserin schildert in ihrem Facebook-Eintrag, wie unsensibel der Arzt ihr die schlechte Nachricht überbracht habe. Ihr Sohn sei acht Monate später gestorben.

Forderung nach mehr Personal wird laut

„Bitte auch mehr Personal einstellen, es darf nicht sein, dass Ärzte und Schwestern/Pfleger über 20 Stunden ackern müssen“, fordert Jenny Hager, die sich aber über Aufenthalte im Klinikum „überhaupt nicht beschweren kann“. Das Brandenburger Klinikum hat in der vergangenen Woche Neueinstellungen angekündigt.

„Die haben abends um 21.00 Uhr nicht mal einen Augenarzt vor Ort, schicken die Leute lieber nach Potsdam“, kritisiert Fabiana Begest.

Viele haben keine guten Assoziationen mit dem Klinikum

Ingo Lorenz verbindet mit dem Begriff „Konzern“ nicht unbedingt Gutes. „Das Ansinnen eines Konzerns sollte hinlänglich bekannt sein“, schreibt er. Und der Mensch mit dem Facebook-Namen Steffen Spielzwerg findet: „Da geht es um die Gewinne einiger weniger auf Kosten von Personal und Patienten. Die heißen dann auch Kunden.“

Von Jürgen Lauterbach

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