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Brandenburg/Havel Was die Kinder der Stadt sich wünschen
Lokales Brandenburg/Havel Was die Kinder der Stadt sich wünschen
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18:32 10.11.2017
Auf diesem schönen Bild praktiziert Alfredo Lopez (22) aus Venezuela die Freizeitbeschäftigung „Parkours“, die Überwindung im Weg stehender Hindernisse. Quelle: AP
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Brandenburg/H

Johanna (11) ist zufrieden mit ihrer Stadt. „Doch für meine Oma und für meinen Opa müsste es mehr behindertengerechte Wohnungen in der Stadt geben“, sagt die Schülerin. Clara (12) wünscht sich, dass die Terroranschläge aufhören und keine Kriege mehr entstehen. Zwei von 131 Wünschen, die Brandenburger Kinder zu Papier gebracht haben.

Kinder und Jugendliche in Brandenburg/Havel haben vor einigen Wochen nicht nur an der U-18-Bundestagswahl teilgenommen, sondern auch Wünsche aufgeschrieben. Annemarie Beier, Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt, hat diese anonym geäußerten Wünsche ausgewertet. Wie alt die jungen Teilnehmer sind, weiß allerdings niemand, ebenso wenig, ob sich Jungen und Mädchen in etwa gleicher Stärke geäußert haben.

Der am häufigsten geäußerte Wunsch ist mit 38 Nennungen: „Neue, abwechslungsreichere und mehr Freizeitangebote“. Immerhin fünf Kinder wünschten sich mehr Lehrer.

„Die Wünsche zeigen sehr gut, dass die Kinder sehr klar ihre Interessen und Bedürfnisse äußern können und sich bereits mit verschiedenen Problemfeldern auseinandersetzen“, lautet das Fazit der Kinder- und Jugendbeauftragten.

Ihre Forderung lautet. „Daher sollten wir auch in der Stadt diese Expertenmeinungen mehr berücksichtigen und sie bei wichtigen Entscheidungen mit einbeziehen.“ Annemarie Beier hat die auf den Packhof bezogenen Wünsche an Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) weitergereicht.

Viele Wünsche beziehen sich auf die Freizeitgestaltung. Annemarie Beier: „Viele Kinder haben Ideen, was man in der Stadt errichten könnte, um mehr Abwechslung in den Alltag zu bekommen.“ Einige Wünsche greifen aktuelle Trends auf und betreffen die Gestaltung von Sportstätten und Parks.

Dazu gehören ein aus dem Fernsehen bekannter Ninja-Warrior-Hindernisparcours für einen Wettkampf, bei dem es auf Kraft, Ausdauer und Körperbeherrschung ankommt. In eine etwas andere Richtung geht es bei „Parkours“-Läufern, die ohne Wettbewerb versuchen, im Weg stellende Hindernisse so effizient wie möglich zu überwinden, indem sie verschiedene Bewegungen kombinieren.

Hoch im Kurs stehen laut Annemarie Beier ein Jump House, also eine Art Trampolinhalle, außerdem Kletterparks, Skaterwege und oder Graffitifreiflächen.

„Aber die Kinder und Jugendlichen denken nicht nur an sich und an die eigenen Interessen, sondern setzen sich auch für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen ein“, berichtet Annemarie Beier, die seit Juli in ihrem Amt ist. Die jungen Brandenburger fordern Fahrstühle an Schulen, mehr behindertengerechte Wohnungen und eine bessere Berücksichtigung von Natur- und Umweltschutzbelangen.

Acht Kinder haben sich in ihren Wünschen auf das Packhofgelände bezogen, lehnten ein Hotel dort ab und favorisierten Dinge wie einen Kletterpark oder Streichelzoo.

Die im Juli gewählte Studentin Annemarie Beier (26) versteht sich als Interessenvertreterin und Sprachrohr für Kinder und Jugendliche, für die sie gern und auf mehreren Kanälen erreichbar ist. E-Mail: kiju@stadt-brandenburg.de, WhatsApp: 0160 97742009, Facebook: Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Brandenburg an der Havel, Adresse: Amt für Jugend, Soziales und Gesundheit, Wiener Straße 1 Raum 101), 14772 Brandenburg.

Von Jürgen Lauterbach

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