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Brandenburg/Havel Was die Mühle mit dem Trabi zu tun hat
Lokales Brandenburg/Havel Was die Mühle mit dem Trabi zu tun hat
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05:50 24.08.2016
Jutta Seidel vor dem Eingang zur alten Mühle. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Gräben

Dicht am Verlorenwasserbach hat Jutta Seidel eine glückliche Kindheit verbracht. Der Vater war Lehrer, die Mutter ging im Haushalt auf. „Es gab viele Freiheiten, wie man sie sich als Kind nur wünschen kann“, berichtet die Erbin des Anwesens, in dem einst das wirtschaftliche Herz Gräbens schlug. In vierter Generation ist ihre Familie im Besitz des denkmalgeschützten Mühlenensembles, zu dem neben der Getreidemühle das Wohnhaus und der von Scheunen und Ställen umbaute Hof gehört. Wegen der schönen Erinnerungen hängt die Zahnärztin im Ruhestand an dem Anwesen, obwohl sie sich nicht ganz von ihrer Berliner Wohnung trennen kann.

Blick in ein Ferienzimmer. Quelle: JACQUELINE STEINER

Getreide wird in Gräben schon lange nicht mehr gemahlen. Obwohl dies technisch möglich wäre. Dafür hat Jutta Seidel ihrem Elternhaus zusammen mit Ehemann Eberhard eine neue Zukunft verordnet. Im Erdgeschoss des 1920 von einem Görzker Maurermeister errichteten Wohnhauses wurden zwei lauschige Ferienzimmer samt Bäder eingerichtet. Die gute Stube der Großeltern wurde zum Gemeinschaftsraum, in dem sich Gäste über ihre Tageserlebnisse austauschen und Klavier spielen können. Und wo einst die Müllerstube war, haben die Seidels Platz für eine Ferienwohnung geschaffen.

Die Mühleneinbauten sind bis heute erhalten geblieben. Quelle: JACQUELINE STEINER

Mittlerweile vermietet das Ehepaar das dritte Jahr. Doch wer macht Urlaub in Gräben? „Wir begrüßen Radwanderer, die auf der Strecke Berlin-Hameln unterwegs sind. Dann kommen Berliner, die ein Wochenende im Grünen verbringen wollen. Auch die Buga und sportliche Ereignisse in der Stadt Brandenburg bringen uns Gäste“, berichtet Jutta Seidel. Wer sich für die lange Geschichte der Mühle interessiert, kommt mit der Gastgeberin schnell ins Gespräch. Urgroßvater Eduard Putz aus Egelinde kaufte das Anwesen 1904. Dazu gehörte ein Sägewerk, dass sich nach wechselvoller Geschichte heute im Besitz des Blockhausherstellers Jens Albrecht befindet. Mit den einstigen Wasserrädern der Mahlmühle wurde Strom für Gräben erzeugt. Jutta Seidel kann den Gästen auch erklären, was ihr Anwesen mit der DDR-Autoproduktion zu tun hat. In einem Schweinestall nähten Frauen bis zur Wende Schallschluckmatten für den Trabant zusammen. bür

Von Frank Bürstenbinder

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