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Brandenburg/Havel Die Lachmöwe ist der lachende Sieger
Lokales Brandenburg/Havel Die Lachmöwe ist der lachende Sieger
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19:08 17.01.2016
Monika Brauer und Sigrid Weigmann halten an der unteren Havel Ausschau. Quelle: Ina Schidlowski
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Brandenburg/H

274 Lachmöwen hat Sigrid Weigmann an diesem Sonnabendvormittag gezählt. Gemeinsam mit Monika Brauer ist sie die etwa sechs Kilometer lange Strecke eines Teils der Unterhavel abgelaufen, hat Ausschau nach Wasservögeln gehalten und alles genau notiert.

Von Oktober bis März findet diese Zählung einmal monatlich zu einem fest vorgegeben Termin statt. Nicht nur in der Stadt und im Land Brandenburg wird ehrenamtlich gezählt. Die Daten werden bundesweit gesammelt und anschließend international von „Wetlands International“ ausgewertet.

Das Fernglas immer griffbereit um den Hals gehängt, Stift und Zettel in der Hand und eine Artenbestimmungshilfe in der Tasche ziehen die beiden Frauen durch die Stadt. „Manchmal sind wir auch vier oder fünf Leute“, sagt Sigrid Weigmann, die viele Jahre das Naturschutzzentrum im Krugpark leitete. Da könne man sich anders aufteilen.

Fernglas stets griffbereit

Nun, zu zweit, übernimmt Monika Brauer die Stockenten. Am Ende des Rundgangs, der am Wehr in der Grabenstraße begann und bis zum Stadtkanal am Steintorturm führte, wird sie 94 Stockenten-Männchen und 113 Stockenten-Weibchen notiert haben.

Im Heft von Sigrid Weigmann sieht’s bunter aus. Blässralle, Sturmmöwe, Höckerschwan, Silbermöwe, Graureiher, Kormoran und Gänsesäger hat sie gezählt. Nicht immer sitzen die zu Zählenden so hübsch ordentlich nebeneinander, wie die Möwen auf dem Dach am Salzhofufer.

Am Brandenburger Heineufer. Quelle: Ina Schidlowski

Am Heineufer hat sich ein ganzer Pulk Wasservögel versammelt. Aufgeregt fliegt und schwimmt alles durcheinander, denn einige Passanten füttern die Tiere mit Brotresten. „Das lässt sich schwer zählen“, sagt Monika Brauer und schaut konzentriert auf die Szenerie. „Das dort ist eine Silbermöwe“, erklärt Weigmann derweil und deutet in die Ferne. Das erkenne man an den leicht rosafarbenen Beinen und auch das Geschlecht des Höckerschwans, der ganz dicht vorbei schwimmt, kann sie bestimmen.

Ein ganzer Pulk Vögel

„Der Höcker über dem Schnabel ist bei den Männchen deutlich größer als bei weiblichen Tieren.“, erklärt sie. Von dem verletzten Schwan, der mit seinem blutigen Federkleid vor kurzem viele besorgte Brandenburger in Atem hielt, hat sie jedoch nichts mehr gehört.

Aber was ist das für ein Vogel, der dort zwischen den Enten schwimmt? Ein Bastard sagen die beiden Frauen. Eine Kreuzung aus Haus-und Stockente. Im schnellen Schritt eilen sie weiter in Richtung Kommunikation, zur Homeyenbrücke und zum Grillendamm. „Dort, ein Gänsesäger“, sagt Weigmann und schon taucht der Bursche ab.

Monika Brauer und Sigrid Weigmann. Quelle: Ina Schidlowski

Weit draußen, am Ende der Eiskante des kleinen Beetzsees sitzen Kormorane und Möwen. Still und ins Zählen vertieft, schauen die beiden Ehrenamtlerinnen konzentriert durch die Ferngläser. 112 Möwen habe sie gerade gezählt, sagt Sigrid Weigmann. „So lange kann ich das Fernglas gar nicht still halten.“

Im Februar und März wird die Zählung wiederholt, werden alle Ergebnisse der Wintermonate in Listen eingetragen und an den Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg weitergeleitet. Am 16. Januar zählten die beiden Naturliebhaberinnen in Brandenburg 94 Stockenten männlich und 113 Stockenten weiblich, 23 Blässrallen, einen Höckerschwan, 274 Lachmöwen, fünf Sturmmöwen, eine Silbermöwe, fünf Graureiher, zwei Gänsesäger und 19 Kormorane.

Von Ina Schidlowski

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