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Wechsel an der Spitze der Volkssolidarität

Vorsitzende Erika Karbaum verabschiedet sich Wechsel an der Spitze der Volkssolidarität

Führungswechsel bei der märkischen Volkssolidarität (VS): Glindows Ortsgruppenchef Peter Mathaei (59) steht jetzt auch an der Spitze des Bereiches Potsdam-Mittelmark. Die bisherige Kreisvorsitzende Erika Karbaum hat das von ihr seit 1999 mit viel Hingabe und Kraft ausgefüllte Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt.

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Erika Karbaum aus Görzke mit Nachfolger Peter Mathaei.

Quelle: C. Nack

Lehnin. Die 67-Jährige bleibt weiter aber im Beirat und Gruppenvorsitzende in Görzke. Außerdem wurden auf der gestrigen Delegiertenkonferenz im Hotel „Markgraf“ in Lehnin bei der turnusmäßigen Wahl VS-Landesvorsitzender Bernd Niederland aus Klaistow, Eckhard Lamster (Stahnsdorf), Karola Benke und Pflegedienstleiterin Martina Staron (beide Bad Belzig) für vier Jahre in den mittelmärkischen Beirat gewählt. Zuvor wurde der alte Vorstand entlastet, aus dem Marlitta Pingel (Niemegk) und Annegret Höpfner (Glienecke) verabschiedet worden sind.

Erika Karbaum, die Tränen der Rührung nicht verbergen konnte, tritt befreit und wegen des Abschieds beschwert in die zweite Reihe. „Ich habe diese Arbeit mit Menschen sehr gern gemacht und war zufrieden, dass ich diese Aufgabe hatte, denn sie hielt mich vom Grübeln ab“, so die Krebspatientin. „Aber jetzt bin ich kräftemäßig überfordert.“ Ihren Nachfolger, einen ehemaligen Berufssoldaten, habe sie selbst angesprochen. „Bis Jahresende marschieren wir noch parallel“, sagt Karbaum, die seit 1986 in der VS ist.

Hauptaugenmerk bleibe die Mitgliedergewinnung, betonte sie in ihrem Bericht. In den 28 Ortsgruppen zwischen Kleinmachnow und Görzke sind derzeit 2228 Frauen und Männer und damit 526 weniger als vor vier Jahren, obwohl 243 neu hinzukamen. Das Durchschnittsalter liegt bei 75 Jahren. Die Ortsgruppen Steinberg und Vehlen lösten sich auf, da sich kein jüngerer Ersatz für den Vorsitz fand.

Verband und Dienstleister

Die Volkssolidarität wurde 1945 in der damaligen sowjetischen Besatzungszone gegründet, um insbesondere für Kinder die Folgen von Krieg und Naziherrschaft zu lindern. Mitte der 50er-Jahre wurde sie auf die Seniorenbetreuung reduziert. 1990 musste man sich als Sozial- und Wohlfahrtsverband neu orientieren. Zu DDR-Zeiten waren es rund zwei Millionen Mitglieder, heute sind es zirka 300.000.
Davon sind 38.000 Mitglieder im Landesverband Brandenburg organisiert. Er hat rund 5000 ehrenamtliche Helfer und 2200 hauptamtlich Beschäftigte, betreibt unter anderem 16 Kitas und 40 Sozialstationen.
In Bad Belzig gibt es seit 1996 eine Sozialstation mit inzwischen 150 Klienten. Eine weitere ist 2005 in Teltow eröffnet worden.

Mit jeweils mehr als 200 Mitgliedern sind die in Lehnin und Bad Belzig am stärksten. Die Methode „Mitglieder werben Mitglieder“ genüge nicht mehr. „Wir müssen parallel professionelle Werbung betreiben.“ Ihr Dank gilt den 257 ehrenamtlichen Helfern ebenso wie den Unterstützern der Straßensammlungen, die jährlich rund 22.000 Euro erbringen. Die Hälfte bleibt für die Arbeit vor Ort.

Die von der Bundesdelegiertenkonferenz beschlossene Beitragserhöhung (ab Januar 2016 mindestens drei Euro monatlich statt bisher zwei) und das Lastschriftverfahren sei vor allem für ältere Menschen schwierig, räumt Karbaum ein, für alle aber gerechter.

Landeschef Niederland ruft alle Sozialstationen, Beratungseinrichtungen und Ortsgruppen auf, den 70. Geburtstag der Volkssolidarität mit einem Tag der offenen Tür am 23. Oktober zu begehen.

Von Claudia Nack

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