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Weihnachts-Deko macht die Nacht zum Tag

Brandenburg an der Havel Weihnachts-Deko macht die Nacht zum Tag

Nachtgestalten haben in der Göttiner Landstraße in Brandenburg wenig Chancen, unerkannt zu bleiben. Die Weihnachtsbeleuchtung im Garten von Inis und Rudi Jura macht die Nacht zum Tag. Mit der Deko-Lust haben sie schon ihre Nachbarn angesteckt.

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Von wegen dunkle Jahreszeit: Unzählige Lichter machen in diesem Garten am Rande der Stadt Brandenburg die Nacht zum Tag.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Es leuchtet, es blinkt, es ist nicht zu verfehlen – das Haus der Familie Jura. In ihrer Nachbarschaft sind Inis und Rudi Jura für ihre ausgefallene Weihnachtsbeleuchtung bekannt. „Vor zwei Jahren war mein Mann spät dran mit dem Dekorieren“, erzählt Inis Jura. „Da wurden die Nachbarn ungeduldig. Sie dachten schon, er hätte damit aufgehört.“ Die 56-Jährige lacht auf. „Aber die kennen meinen Mann nicht. Der macht noch lange so weiter.“

Vor sieben Jahren sind sie in ihr Haus in der Göttiner Landstraße gezogen. Seitdem schmücken sie jedes Jahr zur Weihnachtszeit ihr Domizil mit viel Licht, unzähligen Figuren und Einfallsreichtum. Sieben Jahre, sieben verschiedene Dekorationskonzepte. Jedes Jahr tobe sich ihr Mann neu aus. Er habe stets neue Vorstellungen, nach denen er die Figuren aufstellt, die Lichterketten anbringt. Das Paar verfolgt das ganze Jahr, was es Neues auf dem Markt der Weihnachtsbeleuchtung gibt. In diesem Jahr haben sie zum ersten Mal zwei Projektionsscheinwerfer aufgestellt, die an zwei Seiten des Hauses Figuren an die Wand werfen. Die Scheinwerfer drehen sich, so dass die Figuren über das Haus zu tanzen scheinen.

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Es ist Weihnachtszeit – die Zeit der Lichter. Ob Schwippbögen, Lichterketten oder Fensterbilder. Bunt, einfarbig, blinkend oder singend. Zu Weihnachten sind der Fantasie und dem Kitsch keine Grenzen gesetzt. Ob zu Hause, auf der Arbeit oder im Sportverein, überall kann man sich austoben.

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Das Ehepaar hat es zur Tradition gemacht, den Schalter für ihre Beleuchtung stets am Montag nach Totensonntag umzulegen. In diesem Jahr waren sie allerdings eine Woche später dran. Inis Jura machte Druck auf ihren Mann. „Ich sagte ihm: Es wird Zeit, dass du schmückst. Ich finde mein Haus nicht mehr.“ Sie lacht wieder auf. Sie mag das viele Licht, weil es die dunkle Jahreszeit erträglicher mache.

Die Nachbarn haben sie mittlerweile angesteckt. „Früher war es hier richtig dunkel, bevor wir hierher gezogen sind“, sagt Inis Jura. „Aber mir fällt auf, dass seither immer mehr Nachbarn immer mehr Lichterketten in den Vorgarten hängen. Das finde ich schön.“ Ihre direkten Nachbarn haben in diesem Jahr zum ersten Mal richtig tief in die Dekorationskiste gegriffen. Das sei ihr sofort aufgefallen. Sie verstehen sich gut, deswegen konnte sie sich die Frage nicht verkneifen: „Wollt ihr in Konkurrenz treten oder was?“

Hier musst Du stehen, lieber weihnachtsmann

Hier musst Du stehen, lieber weihnachtsmann.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Sie und ihr Mann hegen offenbar eine große Leidenschaft für alles, was in der Weihnachtszeit leuchtet. Woher kommt’s? „Wir schauen uns gerne Fernsehdokumentationen über die Szene in den USA an“, erzählt Inis Jura. Das sei eine große Inspiration – auch wenn ihr das in manchen Fällen deutlich zu krass sei. „Es gibt auch Grenzen“, so Jura. Aber wenn es nicht zu überladen sei, finde sie das schön.

Ihr eigenes Haus hält sie nicht für überladen. Das Ehepaar hat in diesem Jahr etwa auf die vielen Lichterketten am Haus verzichtet. „Wir haben ja die Projektionsscheinwerfer. Das würde blöd aussehen.“Auch die Menschen in Russland seien inspirierend. Im Gegensatz zu USA, haben sie das Land im Osten schon besuchen können. „Das zeigt man gerne, was man hat. Zu viel, für meinen Geschmack, aber ein gewisser Spaß muss ja sein.“

Angesteckt von dem Dekorationsfieber wurden sie direkt nach der Wende. In Spandau sahen sie zum ersten Mal ein Haus, das weit in die Nachbarschaft strahlte. „Das fanden wir so faszinierend, dass wir uns schon damals vornahmen, das auch zu machen." Nur fehlte ihnen in jener Zeit das eigene Haus.

Vor sieben Jahren änderte sich das. Die Kinder halfen stets mir. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr Lichterketten, Figuren und Schilder. In diesem Jahr ist es etwas weniger geworden. Einen halben Tag brauche ihr Mann, um alles aufzubauen und mit Strom zu versorgen, so Inis Jura. Heute haben die Kinder keine Zeit mehr, deswegen gehe es nicht mehr so schnell. Sie freue sich aber schon auf die Reaktion ihrer drei Enkelkinder.

Von Annika Jensen

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