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Brandenburg/Havel Weihnachtsbäume sind für Zander gut
Lokales Brandenburg/Havel Weihnachtsbäume sind für Zander gut
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00:18 16.02.2017
Michael Bohn (l.) und Steven Leinert setzen am Götzer Bauernloch Laichhilfen für Zander. Quelle: Christine Lummert
Götz

Zur Sicherheit ist natürlich ein Seil dabei. „Aber das Eis ist dick genug für unser Vorhaben“, findet Michael Bohn, der Vorsitzende des Götzer Angelvereins. Zusammen mit Steven Leinert steht er am Götzer Bauernloch und hat unter anderem eine Nordmanntanne dabei, die im Dezember noch für Weihnachtsstimmung in seinem Wohnzimmer sorgte.

Zum landesweiten Hegewochenende der brandenburgischen Angelvereine haben darüber hinaus auch viele Petrijünger aus Götz die Arbeitshandschuhe übergestreift, um an den vereinseigenen Gewässern für Ordnung zu sorgen. Bohn und Leinert haben sich indes eine besondere Aktion ausgedacht: „Ausrangierte Weihnachtsbäume sollen im Frühjahr als Laichhilfe für unseren Zanderbestand dienen“, sagt Bohn. Weihnachtsbäume und Fische, wie geht das zusammen? Zander sind so genannte Totholzlaicher – und wo der nötige Baumbestand fehlt, helfen die Angelfreunde nach, um später die Fische an Land ziehen zu können.

Der Zander ist ein begehrter Speisefisch. Quelle: ZB

An drei der zehn Gewässer, die der Götzer Angelverein verantwortet, werden nun Tannenbäume platziert. „Auf zugefrorenen Eisflächen macht sich das natürlich besonders gut“, erklärt Bohn. Mit ein paar Handgriffen werden die Bäume mit einem Anker und einer Boje versehen, zu Fuß geht es hinaus auf die Eisfläche, um die Bäume an Ort und Stelle zu bringen. Im Wasser verschwinden die Nadelhölzer dann bei Tauwetter ganz automatisch.

„Die Bojen sind als Hinweis für unsere Angler gedacht, denn in der Laichzeit sollen die Fische genug Ruhe für ihre Brutpflege haben“, erläutert Bohn. Das Zandermännchen bleibt bis zum Schlupf seines Nachwuchses vor Ort, bewacht den Laich und ist in dieser Zeit auch besonders aggressiv.

Seit zehn Jahren wird vom Götzer Anglerverein der Zanderbestand durch das Ausbringen von Laichhilfen gestärkt. Michael Bohn verbucht diese Aktionen als Erfolg. „Wir haben festgestellt, dass sich die Anzahl der Zander vergrößert hat und wir deshalb nicht mehr auf den teuren, zusätzlichen Besatz unserer Gewässer angewiesen sind.“ Weil das Platzieren der Laichhilfen nur wenige Arbeitskräfte erfordert, sind die meisten Götzer Angler beim Hegetag an anderen Stellen im Einsatz. „Wir haben etwa 140 Vereinsmitglieder, davon sind knapp 40 in unserer großen Kinder- und Jugendabteilung organisiert“, berichtet Bohn.

Der Nachwuchs ist an diesem Tag am Götzer Havelufer vor allem beim Müllsammeln unterwegs, während die erfahrenen Angler an den vereinseigenen Gewässern in Absprache mit dem Naturschutz gefährliche Bäume fällen. „Bis zu 500 Arbeitsstunden im Jahr leisten unsere Vereinsmitglieder“, resümiert Vorsitzender Bohn zufrieden.

Von Christine Lummert

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