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Brandenburg/Havel Weihnachtswunsch: Sommerrodelbahn
Lokales Brandenburg/Havel Weihnachtswunsch: Sommerrodelbahn
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02:16 26.12.2015
Die Sommerrodelbahn in Malchow (Müritzkreis) hat weniger Gefälle als es am Marienberg gibt, dennoch wird sie gut angenommen. Quelle: Foto: dpa
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Brandenburg/H

Carsten Eichmüller ist ein Stadtverordneter, der „dem Volk aufs Maul schaut“, der Sorgen und Anregungen ernst nimmt.

Der SPD-Mann hatte den erst im November fast einmütig gefassten Volksvertreter-Beschluss beantragt, den Marienberg bereits über die Weihnachtsferien nach zwei Jahren Sperrung wegen der Buga für die Spaziergänger zu öffnen. Trotz des eindeutigen Beschlusses haben dies weder Zweckverband noch Stadt hingekriegt (MAZ berichtete) – es geht ums Beräumen von temporären Einbauten und ordnungsgemäße Übergabe an die Kommune.

Eichmüller und Fraktionschefin Britta Kornmesser haben dazu in der Verwaltung Akteneinsicht verlangt, diese bislang aber noch nicht gewährt bekommen.

„Die Brandenburger lassen sich den Marienberg nicht wegnehmen, sie werden Wege finden, ihn dennoch zu nutzen.“ Auch sei die Anhöhe mitten in der Stadt beliebter Rodelberg im Winter. Nun haben sich durch die Buga-Baumaßnahmen am Nordaufgang die Bedingungen geändert: Wo früher gerodelt wurde, windet sich nun in Serpentinen der barrierefreie Weg nach oben.

Es bleibt nur die schräge Abfahrt etwas weiter westlich, beginnend in Höhe der Rosenpergola als Naturschneestrecke. „Meiner Ansicht nach wäre dies eine Alternativstrecke, mit der die Brandenburger leben könnten, weil es über die Kanten der Wegeinschnitte wahrscheinlich zu gefährlich wäre.“ Doch hat der Volksvertreter noch eine weitere Idee: „Eine Sommerrodelbahn wie im Harz am Hexentanzplatz, in Malchow oder in Tschechien und Slowenien würde den Marienberg auch ganzjährig zu einer Attraktion machen.“

Man könne diese auch auf Stelzen stellen, um den Serpentinenweg zu queren. Die Wirtschaftsförderung in der Stadtverwaltung solle nach einem Investor suchen, der eines der beiden Systeme – schienengebunden oder auf Rollen in einer Halbröhre – in der Stadt installieren würde.

Keine schlechte Idee, findet der zuständige Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt (CDU). „Wir müssen natürlich mit dem Gartendenkmal auf dem Marienberg richtig umgehen.“ Deshalb wäre es schwierig am Nordhang. Besser wäre es wohl, eine solche Anlage oberhalb des Marienbades zu installieren, möglichst auch über eine Wasserfläche zu fahren, die Hangkante als Beschleunigungsstrecke zu nutzen und die Fahrt bis in Richtung Sprengelschule/alte Turnhalle zu lenken. „Auf dieser Trasse haben wir bereits eine relativ intensive Nutzung, da lässt sich eine neue besser integrieren. Wir müssten auch an ausreichend Parkplätze denken“, sagt Brandt. Statt eines zweiten Rutschenturmes könnte eine solche Anlage eine Attraktion sein. „Spaßbad mit integrierter Sommerrodelbahn hat bislang noch keiner. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, nachdem wir doch immer händeringend suchen“, sagt Brandt.

Von André Wirsing

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