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Brandenburg/Havel Weiter Streit im Klinikum Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Weiter Streit im Klinikum Brandenburg
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00:37 03.07.2015
Hoffnung auf ein besseres Klima im Klinikum? Quelle: Archiv/MAZ
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Brandenburg an der Havel

Doch Personalchef Bert Stresow hat inzwischen die Schärfe herausgenommen, nachdem er in der vergangenen Woche eine Abmahnung gegen den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Andreas Kutsche ausgesprochen hatte. Der hatte in seiner Freizeit an einer Tagung teilgenommen, die sich mit der anstehenden Gemeindegebietsreform und der damit verbundenen Folgen für die Krankenhauslandschaft in Brandenburg beschäftigte.

Verdi hatte am 11. Juni Betriebsräte aus ganz Brandenburg zu dieser Krankenhaustagung eingeladen, die Teilnahme mit vergüteter Freistellung lehnte die Geschäfts- und Personalleitung ab aufgrund der angeblich fehlenden Relevanz für das Klinikum, wie Verdi schreibt.

Personalchef nimmt Schärfe heraus

Andreas Kutsche nahm, um einen gerichtlichen Streit zu vermeiden, für diesen Tag Urlaub, der auch genehmigt wurde. Eine Abmahnung erhielt er gleichwohl.

Die im Klinikum aktive Gewerkschaft wertet dies als einen „weiteren Beweis, dass wahl- und haltlos Abmahnungen gegen aktive Betriebsräte ausgesprochen werden“. Sie appelliert an die Geschäftsführung, die „Angriffe endlich zu beenden“. Von Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) erwarten die Gewerkschafter, dass sie eingreift, von den Stadtverordneten, dass sie sich hinter die aktiven Betriebsräte stellen.

Abmahnung wird zurückgenommen

Dieser Konflikt besteht inzwischen allerdings nicht mehr. Bert Stresow kündigte an, die Abmahnung zurückzunehmen. Er werde sich förmlich bei Kutsche entschuldigen. Der Urlaubstag sei erst später im System eingetragen und für ihn somit nicht rechtzeitig erkennbar gewesen. Offen bleibe aber, warum das Klinikum für Kutsches Teilnahme an der Veranstaltung bezahlen solle.

Der Streit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat im Städtischen Klinikum in Brandenburg an der Havel war jüngst eskaliert und nahm absurde Züge an.

Von Jürgen Lauterbach

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