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Brandenburg/Havel Verdi kündigt weitere Streiks im Nahverkehr an
Lokales Brandenburg/Havel Verdi kündigt weitere Streiks im Nahverkehr an
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12:26 27.01.2017
Busse und Bahnen bleiben wegen des VBBr-Streiks im Depot. Gegen 7 Uhr hatten sich schon 50 Beschäftigte eingefunden. Quelle: Marco Pavlik
Brandenburg/H

Im Land Brandenburg wird es in den kommenden Tagen weitere Streiks im öffentlichen Nahverkehr geben. Das kündigte Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik gegenüber MAZonline nach dem erfolgenreichen Streikauftakt heute in Brandenburg an der Havel an. Es werde definitiv weitere Streiks vor der nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern am 16. Februar geben, bestätigte Pavlik.

Wann und wo gestreikt wird, will Verdi erst sehr kurzfristig bekannt geben. Den Verkehrsbetrieben bleibt dann keine Zeit, einen Notfahrplan zu erarbeiten. 16 Verkehrsbetriebe im Land Brandenburg mit 3000 Beschäftigten gehören dem Kommunalen Arbeitgeberverband an. Theoretisch sei in jedem der Betriebe ein Streik möglich, so Pavlik.

Erfolgreicher Streikauftakt in Brandenburg/Havel

Der Streik heute von 3.30 Uhr bis 9.00 Uhr in Brandenburg an der Havel war aus Gewerkschaftssicht ein voller Erfolg. Etwa 60 der 150 Beschäftigten waren zum Streik vor dem Betriebsgelände der Brandenburger Verkehrsbetriebe in der Upstallstraße vor Ort, darunter alle Fahrer der Frühschicht. Was bedeutet: Nicht ein einziger Bus und nicht eine einzige Straßenbahn haben heute Morgen das Betriebsgelände verlassen.

Verdi stoppt die Schulbusse >

Ab 10.30 Uhr sollte dann wieder der Normalbetrieb laufen, sagte Pavlik.

Die Streikenden wärmen sich an der Feuerschale. Quelle: Marco Pavlik

Die Stimmung unter den Streikenden war gut, sagte der Verdi-Sprecher, der mit vor Ort war. Für Wärme und Wohlbefinden sorgten Kaffee, Gegrilltes und eine Feuerschale. Doch die Kollegen seien „nicht aus Jux und Dallerei“ im Streik, so Pavlik. Sie hätten vielmehr „die Nase voll“ und seien entschlossen, sich bei den derzeitigen Verhandlungen mit ihrem Arbeitgeber, dem Kommunalen Arbeitgeberverband, nicht mit Peanuts abspeisen zu lassen.

Verdi sucht – anders als bei dem Mega-Streik vor zwei Jahren – ein Ergebnis am Verhandlungstisch. Darum habe man diesmal auch erst nach der dritten Verhandlungsrunde den ersten Ausstand angesetzt, so Pavlik.

Kampf für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

In der 3. Verhandlungsrunde am 23. Januar hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das jedoch „in allererster Linie ihre Interessen berücksichtigt und fast keine der Verdi-Forderungen nach Verbesserungen der Arbeits- und Entgeltbedingungen aufnimmt“, sagte Marco Pavlik.

Die Arbeitgeber wollen laut Verdi unter anderem den Einstiegslohn für Bus- und Straßenbahnfahrer um rund 112 Euro monatlich erhöhen, weil sich für Bruttolöhne von rund 1.900 Euro monatlich kaum noch qualifizierte Berufskraftfahrer für diesen Job im Land Brandenburg bewerben. Aber darüber hinaus würden die Arbeitgeber nur sehr wenig für die meisten weiteren Beschäftigten anbieten, so der Verdi-Sprecher. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein großer Teil der langjährig Beschäftigten mit Einmalzahlungen im Wert von 0,8 Prozent abgespeist werden sollen“, sagt Marco Pavlik.

Wie Verdi weiter mitteilt, fordern die Arbeitgeber eine Anhebung der Arbeitszeit im berlinnahen Raum auf 40 Stunden und im ländlichen Raum auf 37 Stunden pro Woche. Die Mehrarbeit soll nach ihren Vorstellungen nicht ausgeglichen werden.

Von MAZonline

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