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Brandenburg/Havel Weltpolitik mit Steinmeier und Deppendorf
Lokales Brandenburg/Havel Weltpolitik mit Steinmeier und Deppendorf
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00:29 01.07.2015
Frank-Walter Steinmeier und Ulrich Deppendorf sprechen vor über 200 Gästen über die Griechenland-Krise. Quelle: MAZ
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Brandenburg an der Havel

Es war ein Moment, in dem die Europa-Krise in Brandenburg an der Havel mit Händen greifbar war – Sonntag im Paulikloster. Ein Wochenende lang hatten sich dort gut 250 Rotarier des Distriktes 1940 – der von Lübeck bis Cottbus reicht – getroffen, um das zurück liegende Jahr Revue passieren zu lassen.

Glänzend vorbereitet vom Brandenburger Klub, sollte der Kongress am Sonntag mit einem Gespräch zwischen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und dem Journalisten Ulrich Deppendorf seinen Abschluss und Höhepunkt finden. Doch bevor es dazu kam, musste Steinmeier für eine Telefonkonferenz mit der Kanzlerin die Veranstaltung zwischenzeitlich verlassen. Das Brandenburger Polizeiorchester wusste die Verzögerung glänzend zu überbrücken, gleichwohl stieg die Stimmung im Saal.

Wusste doch Deppendorf zu berichten, worum sich der telefonische Krisengipfel dreht: Das Scheitern der Griechenland-Verhandlungen durch das überraschend anberaumte Referendum am kommenden Wochenende.

Sichtlich angefasst, kehrte Steinmeier nach einer halben Stunde aufs Podium zurück. Er habe „nur noch wenig Hoffnung“, dass die Griechenland-Rettung noch gelingen könne, sagte Steinmeier auf Deppendorfs Frage. Die Ursache für das absehbare Scheitern der Verhandlungen lägen klar bei den Griechen und seien nur mit „ideologischer Verblendetheit, Unerfahrenheit und der Unterschätzung der Gegner“ zu erklären, sagte der Außenminister. Er, Steinmeier habe sich in den zurückliegenden Monaten „bis an die Grenze des Verantwortbaren“ dafür stark gemacht, dass man Griechenland im Euro halten könne. Doch: „Die Griechen haben nicht zugegriffen.“

Er erwarte mit Beginn der Woche erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten.

Gespannte Stille herrschte im Paulikloster, als Steinmeier über seine Befürchtungen sprach, falls es zu einem Staatsbankrott in Griechenland komme. Selten hörte man den deutschen Außenminister, sonst stets ganz Diplomat, so deutlich, direkt und wertend reden, wie an diesem Vormittag in Brandenburg. Bevor Frank-Walter Steinmeier wenig später die Konferenz in Richtung Wien verließ, wo am Nachmittag die Iran-Verhandlungen begannen, verlieh ihm der diesjährige Präsident des Brandenburger Rotary-Clubs die Ehrenmitgliedschaft und steckte dem neuen Mitglied das Klubzeichen – ein stilisiertes Zahnrad – an.

Steinmeier hat mit seinem Rad nun Zugang zu jedem der weltweit organisierten Klubs, wenn er denn in der Ferne oder in Deutschland unterwegs ist, sagte Hermann, nicht ohne Augenzwinkern.

In der Tat haben die Rotarier unter ihrem Governor Gerhard Lintner mit der Distriktkonferenz „ein großes Rad gedreht.“ Die Gäste seien begeistert gewesen von Brandenburg, dem Paulikloster und der Gastfreundschaft der Brandenburger, sagt Lintner. Das Treffen hatte Freitag mit einer Besichtigung des Doms und einem abendlichen Zusammensein im Domstiftsgut Mötzow begonnen. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Konferenz und einer Rede von Altbischof Wolfgang Huber zum Thema Europa. Mit dem Auftritt und der Aufnahme Steinmeiers fand die Distriksversammlung wenig später ihr Ende.

Von Benno Rougk

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