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Brandenburg/Havel Zahl der Unfälle sinkt, aber es gibt mehr Verkehrstote
Lokales Brandenburg/Havel Zahl der Unfälle sinkt, aber es gibt mehr Verkehrstote
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16:05 25.02.2019
Ein weißes Fahrrad erinnert an der Kreuzung Upstallstraße/Rathenower Landstraße in Hohenstücken an den Unfall am 24. Januar 2018, bei dem ein zehnjähriges Mädchen von einem Lastwagen überrollt wurde und starb. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Verkehrsunfallbilanz der hiesigen Polizei fällt streckenweise positiv aus. Denn die Zahl der Unfälle im westlichen Land Brandenburg und auch in der Stadt Brandenburg/Havel mit der näheren Umgebung ist im vergangenen Jahr gesunken.

Doch waren 2018 deutlich mehr Todesopfer auf den Straßen der Region zu beklagen als im Jahr zuvor. Die Polizei kündigt „verstärkten Kontrolldruck“ an als Reaktion auf die verletzten und getöteten Verkehrsteilnehmer.

Im Stadtgebiet von Brandenburg/Havel registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 2197 Verkehrsunfälle, also im Durchschnitt ungefähr sechs pro Tag. Das sind 200 Unfälle weniger als im Jahr zuvor.

274 Verletzte im Straßenverkehr

Die weitaus meisten Verkehrsunfälle in der Stadt hatten lediglich Blech- und andere Sachschäden zur Folge. Aus Sicht der Polizei erfreulich ist, dass 2018 fast 20 Prozent weniger Verletzte zu beklagen waren, nämlich 274 im Vergleich zu 339 im Jahr 2017.

Bei 51 Menschen schätzte die Polizei die Verletzungen als schwer ein. Im Vorjahr waren es 59 gewesen.

Drei Menschen haben im vergangenen Jahr ihr Leben auf den Straßen der Stadt gelassen – ein Kind und zwei Rentner.

Sturz mit tödlichen Folgen

Am 24. Januar 2018 hatte ein Lastwagenfahrer beim Abbiegen von der Upstallstraße in die Rathenower Landstraße eine zehn Jahre alte Radfahrerin mit seinem Wagen überrollt und getötet.

Das Amtsgericht Brandenburg verurteilte ihn im folgenden November zu zehn Jahren Haft auf Bewährung. Die Polizei reagiert mit einer „Kontrolloffensive“ auf den tragischen Unfall. Sie heißt: „Die Gefahr liegt im toten Winkel – ein Block, der Leben retten kann“.

Am 1. Oktober war ein Rentner in der Klingenbergstraße von seinem Fahrrad gestürzt, ohne dass sonst jemand an dem Unfall beteiligt gewesen wäre. Der Mann starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

Tödlicher Unfall: Die Fahrerin des Renaults erkannte den Fußgänger in Plaue zu spät. Quelle: Meetingpoint

Am 6. November 2018 war ein 89 Jahre alter Fußgänger tödlich verunglückt, als er die Chausseestraße in Plaue in einer unübersichtlichen Kurve überqueren wollte und von einem Renault erfasst wurde.

Fünf Autofahrer sind 2018 im Revier der Polizeiinspektion Brandenburg tödlich verunglückt. In Wollin in der Poststraße prallte ein Autofahrer mit seinem Wagen am 22. April gegen eine Laterne. Am 18. Juni auf der Landesstraße in Bückwitz und am 10. Juli in der Straße Unter den Linden in Roskow starben zwei Menschen, weil ihre Autos gegen Bäume gefahren waren.

Hinzu kommen zwei tödliche Unfälle im Hohen Fläming: am 28. Juni in Dietersdorf und am 30. Oktober in Schlamau.

Der Abstand reicht oft nicht aus

Allgemein nennt die Polizei einen unzureichenden Abstand zum Vordermann als häufigste Ursache vieler Unfälle. Allerdings ist dieser Unfallgrund verglichen mit dem Vorjahr rückläufig.

Das gilt auch für andere häufige Unfallursachen wie missachtete Vorfahrt, zu schnelles Fahren und Wildwechsel. Immerhin ist die Zahl der Wildunfälle von 179 deutlich auf 133 gesunken. Bei keinem davon wurden Menschen verletzt. Alkohol war 34 Mal die Unfallursache, jeder zweite dieser Unfälle forderte Verletzte.

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Menschen über 65 Jahre ist nach wie vor relativ hoch. An etwa jeden vierten Unfall in der Stadt waren Bürger im Rentenalter beteiligt. Immerhin war die Zahl in jüngster Vergangenheit rückläufig. Aber in etwa drei Viertel der Unfälle hat die Polizei das Verschulden bei den Senioren gesehen.

Verstärkte Lkw-Kontrollen

Bei Kindern verhält es sich genau umgekehrt. 26 Kinder sind 2018 auf den Straßen der Stadt verunglückt. In nicht einmal einem Drittel der Fälle kommt die Polizei zu dem Schluss, dass die Kinder den Unfall verursacht haben.

Den Lkw-Verkehr im gesamten westlichen Brandenburg möchte der Leiter der Polizeidirektion West besonders im Auge behalten. Peter Meyritz: „Leider steigen die Unfallzahlen, bei denen Lkw über 3,5 Tonnen beteiligt sind. Den häufigsten Unfallursachen Unaufmerksamkeit, zu geringer Sicherheitsabstand und Übermüdung durch zu langes Fahren werden wir in diesem Jahr mit mehr Verkehrskontrollen begegnen.“

Von Jürgen Lauterbach

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