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Weniger Unfälle und Verletzte im Jahr 2016

Polizeibilanz für Brandenburg/Havel Weniger Unfälle und Verletzte im Jahr 2016

Bei fast jedem zweiten alkoholbedingtem Verkehrsunfall im vergangenen Jahr in der Stadt Brandenburg an der Havel wurden Menschen verletzt. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Brandenburg für das Jahr 2016 hervor, in der auch der tödliche Unfall in der Magdeburger Landstraße registriert ist.

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Die Unfall mit einem Auto und einer Straßenbahn im Stadtteil Görden geschah Anfang März dieses Jahres.

Quelle: Meetingpoint Brandenburg

Brandenburg/H. Bei fast jedem zweiten alkoholbedingtem Verkehrsunfall im vergangenen Jahr in der Stadt Brandenburg/Havel wurden Menschen verletzt. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Brandenburg für das Jahr 2016 hervor, in der auch der tödliche Unfall in der Magdeburger Landstraße registriert ist.

Im Straßennetz der Stadt, zu dem 33 Kilometer Bundesstraße und 29 Kilometer Landstraßen gehören, passierten im vergangenen Jahr laut Statistik knapp 2200 Verkehrsunfälle, gut hundert weniger als im Vorjahr. Die meisten Unfälle, gut 1900, endeten zum Glück nur mit Sachschaden.

Bei 277 Verkehrsunfällen wurden im vergangenen Jahr 335 Menschen verletzt, 58 von ihnen schwer. Sämtliche Zahlen sind verglichen mit 2015 leicht rückläufig. Eine Todesopfer war auf Brandenburgs Straßen zu beklagen. Die 70 Jahre alte Rentnerin aus Brandenburg war am Abend des 19. September bei tief stehender Sonne an der Einmündung zur Woltersdorfer Straße von einem Audi erfasst und tödlich verletzt worden.

Deutlich mehr Glück hatte eine Radfahrerin, die am 20. April in der Karl-Marx-Straße/Einmündung August-Bebel-Straße beim Überqueren der Fahrbahn eine Tram übersehen hatte. Sie wurde schwer verletzt und schwebte vorübergehend in Lebensgefahr. „Als ich die Dame im Dezember mit einem Blumenstrauß besucht habe, ging es ihr wieder sehr gut“, berichtet Verkehrsbetriebe-Chef Jörg Vogler.

Für ihn war dies 2016 der schwerste Unfall mit Beteiligung einer Straßenbahn oder einem Bus. Vogler rechnet vor: „Statistisch betrachtet sind unsere Bahnen und Busse nur alle fünf Jahre in einen Unfall verwickelt und verursachen unsere Fahrer nur alle 25 Jahre selbst einen Verkehrsunfall.“ Denn Brandenburgs Trams und Linienbusse legen im Jahr zwei Millionen Kilometer zurück, eine Strecke die Autofahrer bei einer Fahrleistung von 20 000 Kilometer im Jahr erst nach hundert Jahren erreichen.

Die Verkehrsbetriebe Brandenburg registrierten im vergangenen Jahr je zehn Unfälle bei Straßenbahnern und bei Bussen. Bei drei Busunfällen und einem Tramunfall lag Voglers Angaben zufolge ein Eigenverschulden vor.

Die Polizeistatistik erfasst Unfälle mit öffentlichen Verkehrmitteln zwar nicht gesondert, unterschiedet aber verschiedene Unfallursachen und Verursacher.

Aus Sicht von Inspektionsleiter Mathias Tänzer fällt auf, dass man auf Brandenburgs Straßen in der Regel nicht schnell fährt und daher ziemlich selten zu hohes Tempo die Unfallursache ist. 2016 war das genau 50 Mal der Fall. Mehr als dreimal so häufig registrierten die Beamten, welche die Unfälle aufgenommen haben, missachtete Vorfahrt als Grund eines Zusammenstoßes. . Immerhin wurde 91 Bürger bei solchen vorfahrtsbedingten Unfällen verletzt. Noch häufiger ist die Unfallursache fehlender Abstand, also die klassischen Auffahrunfällen, von denen es auf den Straßen der Stadt durchschnittlich knapp einen pro Tag gibt.

Mehr Sorgen bereiten dem Inspektionsleiter die Alkoholfahrten, auch wenn längst nicht alle zu Unfällen führen. 33 Mal war im vergangenen Jahr Alkohol im Spiel, wenn es gekracht hat. 14 Menschen wurden aufgrund von Alkoholunfällen verletzt.

542 Mal waren Rentner im Jahr 2016 in Unfälle verwickelt. Nach Polizeierkenntnissen waren sie in der Mehrzahl der Fälle (71 Prozent) selbst an den Verkehrsunfällen schuld. Etwas anderes gilt bei Kindern, die weniger als der Hälfte von Unfällen mit Kindern verursacht haben. Radfahrer galten 2016 bei 41,5 Prozent der 166 Radunfälle als Verursacher, Fußgänger bei 29 Prozent der 48 Fußgängerunfälle.

Von Jürgen Lauterbach

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