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Brandenburg/Havel Wenn Skelette Geschichten erzählen
Lokales Brandenburg/Havel Wenn Skelette Geschichten erzählen
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02:32 22.02.2018
Der Archäologe Fabian Mölle vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege arbeitet an einer Grabstelle mit Knochen nahe Schmölln im Landkreis Uckermark. Quelle: Patrick Pleul
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Brandenburg/H

Steinzeitliche Skelette, slawenzeitliche Gräber und Ausweise aus dem Arado-Zwangsarbeiterlager in Rathenow: die Archäologen hatten im vorigen Jahr wieder die Menschheitsgeschichte im Blick. Zu den Perspektiven und Entwicklungen im Land Brandenburg informiert bis zum Dienstagnachmittag die Jahrestagung der Denkmalpfleger im Audimax der Technischen Hochschule Brandenburg (THB).

Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landemuseum veranstalten die Tagung. Der Kongress ist gleichzeitig Auftakt für das Kulturjahr 2018.

Vortrag bei der Jahreskonferenz der Landesarchäologen im Audimax der THB. Quelle: Tobias Wagner

„Wir präsentieren in einem engen Zeittakt eine große Fülle an archäologischer Arbeit“, sagt Martina Münch (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. „Ziel ist es, die Vielfalt dieser Arbeit zu unterstreichen“.

Unter dem Motto „Erfassen – Erforschen – Erhalten – Erzählen“ stehen insgesamt 38 Fachvorträge auf dem zweitägigen Programm. Die Themen reichen von der Steinzeit über die Bronze-, Eisen-, Kaiser- und Slawenzeit bis hin zum Mittelalter und der Neuzeit.

Kleine Pausen bieten den Teilnehmern Gelegenheit zum Austausch und Nachfragen. Die Themen der Vorträge sind dabei so vielschichtig wie die Geschichte des Landes, die es zu erforschen gilt.

Die Zeugen der Vergangenheit – Rekonstruktion von Einzelschicksalen

Die Osteoanthropologin Bettina Jungklaus aus Berlin beispielsweise führte anthropologische Untersuchungen an historischen Kopfnischengräbern in Pessin durch. Sie rekonstruiert in ihrer Präsentation Einzelschicksale sowie Lebensbedingungen ganzer Bevölkerungen.

Zuhörer sind willkommen, der Eintritt ist frei

Diese Überreste aus längst vergangenen Zeiten sind von besonderer Bedeutung für die Forschung. Sie repräsentieren biohistorische Urkunden, die detailliert über Einzelheiten eines vergangenen Lebens berichten. „Jedes Skelett hat eine individuelle Geschichte zu erzählen“, sagt Jungklaus.

Am Dienstag startet die Vortragsreihe um 10 Uhr im Audimax mit Beiträgen zur Kaiser- und Völkerwanderungszeit und endet gegen 15.45 Uhr mit Beiträgen zur Steinzeit.

Jeder Geschichtsinteressierte ist herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Von Tobias Wagner

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