Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wenn der Vater mit dem Sohne...

Päwesin Wenn der Vater mit dem Sohne...

Vater Georg Wasser war der erste und der strengste Klavierlehrer, den Frank Wasser – der Erfinder der Havelländischen Musikfestspiele – je im Leben hatte. Doch hat es etwas gebracht, der Sohn ist inzwischen in mehr als 25 Ländern erfolgreich aufgetreten und bringt auch prominente Kollegen in die Mark Brandenburg mit.

Voriger Artikel
Jazz international im Rathaushof
Nächster Artikel
Das Brausen in Sankt Katharinen

Wenn der Vater mit dem Sohne auf zwei Klavieren spielt.

Quelle: Christine Lummert

Päwesin. Wenn Familie Wasser zum musikalischen Heimspiel auf den eigenen Hof in der Päwesiner Fischerstraße einlädt, strömen die Zuhörer heran. Wenn zudem die Gastgeber nicht nur den Veranstaltungsort stellen, sondern auch gleich selbst auf der Bühne stehen, erscheint das Publikum besonders zahlreich. „Vor fünf Jahren haben mein Vater Frank Wasser und Großvater Georg Wasser hier zur Prämiere der Open-Air-Konzerte auf dem Märkischen Hof zuletzt zusammen auf der Bühne gestanden“, erklärt Madleen Fox, die Geschäftsführerin der Havelländischen Musikfestspiele.

Die Programmmischung aus Klassik und Jazz, vorgetragen an zwei Klavieren von Junior und Senior, muss vielen Musikbegeisterten im Gedächtnis geblieben sein, denn am Sonnabendnachmittag tummelten sich wieder etwa 300 Gäste in der Gartenoase in Päwesin. Die lockere Atmosphäre unter blauem Himmel trägt außerdem zum Erfolg der Veranstaltung bei, denn das Publikum kommt nicht erst pünktlich zum Konzertbeginn und zieht erfüllt vom musikalischen Genuss nach der letzten Zugabe wieder geschlossen von dannen. Vielmehr werden zuerst werden Kaffee und Kuchen gereicht, in der Pause gibt es Gegrilltes und wenn die letzten Töne verklungen sind, kann bei einem Glas Wein noch entspannt der nächste Konzertbesuch bei den Havelländischen Musikfestspielen geplant werden.

Erfahrene Gäste kommen zudem mit dem eigenen Gartenstuhl unter dem Arm zum Konzert und schaffen sich zusätzlich zum Musikerlebnis auch den passenden Ausblick auf die Natur am Streng zwischen Riewend- und Beetzsee.

Nicht nur das Publikum genoss die Freiheit, auch auf der Bühne stand die freie Variation auf dem Programm. Frank Wasser brachte im Duett mit seinem Vater Jazz-Standards wie den „Basin Street Blues“ oder „Tea for Two“ zu Gehör. „Mein Vater war mein erster und auch strengster Klavierlehrer“, erzählt Frank Wasser Es hat sich gelohnt, denn der Sohn gastierte inzwischen schon in mehr als 25 Ländern und gab am Sonnabend auch in kleinen Solopassagen einen Einblick in sein Debussy-Programm, mit dem er im nächsten Jahr auf der Bühne stehen wird.

Als Verstärkung zum Familien-Duo war der Trompeter Oliver Lakota eingeladen, mit dem Frank Wasser schon erfolgreich unter anderem in New York in der Carnegie-Hall konzertierte. Besonders ihre Improvisation zur heimlichen englischen Nationalhymne „Rule Britannia“ die zwischen Melancholie und vollem Pomp changierte, begeisterte das Publikum.

Als Georg und Frank Wasser dann noch die Klassiker „Summertime“, „Lullaby of Birdland“ und „Girl from Ipanema“ spielten, war für alle das sommerliche Konzert so richtig rund und mit der Hawaii-Zugabe „Somewhere over the Rainbow“ haben die musikalischen Gastgeber zudem sicher dafür gesorgt, dass im nächsten Jahr wieder hunderte Gäste zum Open-Air-Konzert in Päwesin strömen.

Havelländische Musikfestspiele am 3. September um 16 Uhr in der Waldkapelle Bad Belzig (Vom Ku’damm zum Broadway) und am 24. September um 16 Uhr im Schloss Reckahn (Spuren der Reformation).

Von Christine Lummert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg