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Wenn ein Friedhof viel erzählen kann

Brandenburg an der Havel Wenn ein Friedhof viel erzählen kann

Auf dem Neustädtischen Friedhof in Brandenburg an der Havel ruhen viele Persönlichkeiten, die das Leben der Stadt geprägt haben. Rund 50 Neugierige folgten den Berichten am „Tag des Friedhofs“ an diesem stillen Ort. Obendrein gab es eine Premiere.

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Der neue Glockenturm vor der Friedhofskapelle.

Quelle: Jürgen Krumnow

Brandenburg/H. Partyzelte mit Biergarnituren vor der Friedhofskapelle: Dieser Anblick auf dem Neustädtischen Friedhof am Samstag war schon ungewöhnlich. Aber das war der Tag auch. Hier fand die zentrale Veranstaltung im Land Brandenburg zum diesjährigen Tag des Friedhofes statt, der seit 2001 bundesweit an jedem dritten Wochenende im September unter dem Motto „Raum für Erinnerungen“ Menschen einlädt.

Ewas abweichend von der sprichwörtlichen Friedhofsruhe, die sonst diesen Ort kennzeichnet, hatte die Leitung des Friedhofes zwischen Bahnhofsgelände und Kirchhofstraße für diesen Tag Friedhofsführungen, einen ökumenischen Gottesdienst und eine Filmvorführung vorbereitet und Bestattungsinstitute und einen Steinmetz mit Informationsständen eingeladen. Selbst ein Imbiss war vorbereitet, um diesem in Brandenburg dritten „Tag des Friedhofs“ die Note des Besonderen zu geben.

Manche Grabmale sind sehr kunstvoll und werden aufwendig saniert

Manche Grabmale sind sehr kunstvoll und werden aufwendig saniert.

Quelle: Jürgen Krumnow

Das ist gelungen. Die gut 50 Teilnehmer an den von Friedhofsleiter Martin Mitrenga und Anja Castens von der städtischen Denkmalpflegegeleiteten Führungen über das fünf Hektar große Gelände mit seinen 2500 Grabstätten waren beeindruckt. Begleitet vom berühmten Aha-Effekt war es schon etwas Besonderes, vor den imposanten Grabstätten von Persönlichkeiten wie den Bürgermeistern Georg Tismar (1802-1858) und Franz Ziegler (1803-1876) zu stehen. Aber auch Persönlichkeiten der Geschichte der Stadt wie Reichstein, Baebenroth oder Spitta haben hier Platz gefunden.

Der hervorragende Platz dieser Menschen in der Geschichte der Stadt und natürlich auch deren Reichtum widerspiegelt sich auf diesem bereits 1740 angelegten Friedhof auch in den vielen kunstvoll gestalteten Grabmalen. Martin Mitrenga und Anja Castens wussten sie zu erklären und Hintergründe aufzuhellen.

Denkmalpflegerin Anja Castens hatte viel zu berichten

Denkmalpflegerin Anja Castens hatte viel zu berichten.

Quelle: Jürgen Krumnow

„Ich war neugierig auf diesen Tag des Friedhofs und bin begeistert, wie interessant er gestaltet worden ist“, sagte Besucherin Melitta Komander. Ähnlich äußerte sich Veronika Fünfstück. Ihr gefielen vor allem die vielen geschichtlichen Details.

Ein Höhepunkt des Tages wurde eine ökumenische Andacht, mit der der neue Glockenturm eingeweiht wurde. Nach einer Idee von Friedhofsleiter Martin Mitrenga haben namhafte Unternehmen den Bau und den Kauf der Glocke finanziert. „Ohne Sponsoren und andere Helfer könnten wir manche Arbeit hier nicht bewerkstelligen“, sagte der Friedhofsleiter und machte darauf aufmerksam, dass im Juni ein Förderverein Neustädtischer Friedhof gegründet wurde.

Von Jürgen Krumnow

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