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Wer das Abschalten des nervigen Notruf-Pieptons zahlen muss

Pflegeunternehmen wehrt sich gegen Rechnung Wer das Abschalten des nervigen Notruf-Pieptons zahlen muss

Ein defektes Notrufsystem mit schier unendlich, nervendem Piepton: Weil Pfleger und Bewohner einer Wohngemeinschaft für Demente das anhaltende Geräusch nicht mehr ertragen können, ruft eine Pflegerin die Herstellerfirma an und gibt eine Reparatur in Auftrag. Doch die Chefin eines Brandenburger Pflegeunternehmens will nicht zahlen. Nun hat ein Gericht geurteilt.

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An der Empfangsstation gab es ein Problem.

Quelle: Hersteller

Brandenburg/H. Die Chefin eines Brandenburger Pflegeunternehmens kann durchatmen. Laut Gerichtsurteil muss sie nicht zahlen für den Reparaturauftrag, den eine ihrer Mitarbeiterinnen ausgelöst hatte, um sich selbst und die Bewohner einer Demenzwohngemeinschaft von einem nerventötenden Piepton zu befreien.

Das Notrufsystem heißt „NurseCall“ und ist im Wohnprojekt in Premnitz installiert. Mit ihm können Bewohner der betreuten Einrichtung Hilfe anfordern, wenn sie die Notruftaste drücken.

Die Empfangstation der Anlage war zur fraglichen Zeit defekt. Ständig piepste sie. Eine Pflegerin entdeckte einen Aufkleber mit einer Servicenummer. Sie rief die Herstellerfirma Multiton Elektronik mit Sitz in Düsseldorf an, die einen Fachmann aus Berlin schickte, der dieses Problem löste. Doch seither gibt es ein zweites Problem. Niemand will die Rechnung über 728 Euro zahlen. Das Düsseldorfer Unternehmen verklagte daher die Arbeitgeberin der Pflegekraft.

Doch das Amtsgericht Brandenburg entschied, dass die Auslösung eines solchen Reparaturauftrags nicht zu den Befugnissen der Mitarbeiterin gehört und ihre Arbeitgeberin nicht dafür gerade stehen muss. Der Hersteller kann sich nun überlegen, ob er in Berufung geht oder nun die Pflegerin verklagt, um an ihr Reparaturgeld zu kommen.

Von Jürgen Lauterbach

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