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Wer will denn schon einen Ferienpark

Kützkower Pläne in der Kritik Wer will denn schon einen Ferienpark

Viele Jahre war es eine Brache. Jetzt will ein Investor das Gelände der einstigen Hühnerhaltungsanlage in Kützkow mit einem Ferienpark bebauen. Entstehen sollen rund 40 bis 50 Bungalows in Wassernähe. Die Stadtverordneten von Havelsee sind grundsätzlich einverstanden. Nur die Kützkower selbst haben Bedenken.

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Im Buga-Jahr 2015 haben viele Touristen den Havelbogen entdeckt. Ein Ferienpark in Kützkow könnte der Entwicklung weiteren Schwung verleihen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Havelsee. Die Pläne von Arne Zühlke zur Errichtung eines „Ferienparks Havelsee“ stoßen bei den Bewohnern von Kützkow auf Skepsis. Sie sehen Probleme wegen der schlechten Zufahrt, befürchten Konkurrenzdruck für ortsansässige Tourismusdienstleister, sorgen sich um den freien Uferweg und die Wirtschaftlichkeit des Projektes.

Alles Fragen, die am Donnerstag die Stadtverordneten von Havelsee in der Einwohnerfragestunde nicht zur Zufriedenheit der Bürger beantworten konnten. „Wir stehen ganz am Anfang. Die Kommune gibt zunächst nur ihre Einwilligung, dass mit der Planung begonnen werden kann“, erklärte Bürgermeister Günter Noack. Der aus Schwielowsee stammende Investor war selbst nicht anwesend. Er hatte die seit den 1990er-Jahren leer stehende Fläche des ehemaligen Hühnerstalls an der Mühlenbreite in Kützkow von der BVVG erworben. Der gemeindliche Flächennutzungsplan sieht an dieser Stelle eine Sonderbaufläche „Fremdenverkehr“ vor. Daran muss sich der neue Eigentümer halten. „Eigenheime sind dort tabu“, so Bürgermeister Noack.

Eigenheime sind tabu

Details soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan klären, für dessen Aufstellung sich die Stadtverordneten in dieser Woche einstimmig aussprachen. Zuvor hatte bereits der Pritzerber Ortsbeirat die Planaufstellung empfohlen. Die Kosten dafür trägt allein der Investor. Einige Eckpunkte sind bekannt: Danach sind auf dem rund 3,4 Hektar großen Plangebiet 40 bis 50 Bungalows in aufgelockerter Bauweise geplant. Zur Zielgruppe gehören naturnahe Aktivurlauber, darunter Radtouristen und Wasserwanderer. Am Havelufer sind zwei Stege für Wasserwanderer vorgesehen, wie aus dem städtebaulichen Konzept des Investors hervorgeht.

Gänzlich verhallt sind die Anfragen der Kritiker trotz der klaren Beschlusslage nicht. Die CDU-Fraktion ließ eine von Karsten Batsch verlesene Stellungnahme mit mehreren Forderungen ins Protokoll aufnehmen. So sollen der naturbelassene Uferstreifen und der Spazierweg erhalten bleiben. Außerdem wollen die CDU-Abgeordneten keine weiteren Stege für Motorboote. Sie fordern, dass die Fassaden mit Holz verkleidet werden. Die Häuser sollen Spitzdächer bekommen. Gefordert wird ebenso ein Ausbau der Ortsverbindung zwischen Bahnitz und Kützkow, um Kützkow an das havelländische Busnetz anzuschließen. Batsch rief die Kützkower dazu auf, sich aktiv in den Gehmigungsprozess einzubringen. Beste Gelegenheit dazu ist die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs. Wann genau das sein wird, ist derzeit noch unklar.

Von Frank Bürstenbinder

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