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Westbrandenburg ist ein schwarzes Loch

Paradies für Sternengucker Westbrandenburg ist ein schwarzes Loch

Der Westen Brandenburgs, genauer die Region um Strohdehne, ist ein Paradies für Sternengucker: So dunkel wird es nirgendwo sonst in Deutschland. So dunkel, dass sich der Naturpark Westhavelland mit einem neuen Attribut schmücken will: Sternenpark. Über die Bewerbung wird vermutlich Anfang 2014 entschieden.

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Und der Himmel ist voller Sterne – so schön kann man das nur in der Region Westbrandenburg erleben.

Quelle: T. Meier

So dunkel wird es nirgendwo sonst in Deutschland. Wer Sterne beobachten möchte, kommt nach Westbrandenburg, genauer in die Region um Strodehne (Amt Rhinow). Es wird so dunkel, dass sich der Naturpark Westhavelland mit einem neuen Attribut schmücken will: Sternenpark. Zwar ist ein erster Anlauf, die Zusatzbezeichnung „Sternenpark“ führen zu dürfen, gescheitert. Aber aufgegeben haben die Protagonisten nicht. In und um Strodehne gibt es Sternguckertreffen und  Sternwanderungen.

Vergeben wird der Titel von der „International Dark-Sky Association“ (IDA). Die Verreinigung hat den Antragstellern Mut zum zweiten Anlauf gemacht. Es gebe keinen Zweifel daran, dass der dunkle Himmel im Naturpark Westhavelland unbedingt geschützt werden müsse, heißt es in dem offiziellen Schreiben sinngemäß. Die IDA ermuntert die Naturparkverwaltung, sich erneut zu bewerben.

Naturparkleiterin Kordula Isermann erläutert, wie der neue Antrag aussieht: Weite Teile der Großen Grabenniederung (dort ist es besonders dunkel) sollen Sternenpark werden. Der gesamte Naturpark könnte dann den Titel Sternen-Reservat erhalten, in dem dann verschiedene besonders dunkle Kernzonen ausgewiesen werden. Ein größeres, zusammenhängenderes Gebiet wie die Große Grabenniederung könnte den Vorstellungen der Jury eher entsprechen. Für die Grabenniederung spricht auch, dass dort die meisten Flächen dem Land gehören. Auch das ist der IDA wichtig, weil sie glaubt, dass nur so der Zugang zum Sternenpark auch gewährleistet werden könnte.

Ein wichtiges Kriterium für die Anerkennung ist der Nachweis eines Licht-Management-Plans. Darin soll aufgezeigt werden, wie die Gemeinden künftig die Lichtverschmutzung reduzieren wollen. Solch ein Plan existiert. Die Gemeinden verpflichten sich dazu, wann immer eine Straßenlaterne wegen Altersschwäche ausgetauscht werden muss, diese durch eine andere Laterne zu ersetzen, die nicht den Himmel beleuchtet.

Zusätzliche Kosten für die Orte sind damit nicht verbunden. Weil die Nachthimmel freundlichen Lampen in der Anschaffung nicht teurer sind als andere Modelle. Inzwischen stellt sich der Naturpark Westhavelland in einer neuen Broschüre schon mal als Sternenpark vor. In der  Broschüre werden fünf Stellen im Naturpark vorgestellt, in denen Sternengucker in den Nachthimmel gucken können.  Die IDA wird Anfang 2014 über die neue Bewerbung des Naturparks entscheiden.

ras/ns/wil

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