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Brandenburg/Havel Wie Bildhauer Dietmar Block die Dinge formt
Lokales Brandenburg/Havel Wie Bildhauer Dietmar Block die Dinge formt
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17:48 20.03.2017
Dietmar Block in seinem Atelier Quelle: Ina Schidlowski
Brandenburg/H

Er ist in ständiger Bewegung, etwas scheint ihn unentwegt anzutreiben. Flink läuft er von einem Raum in den nächsten. Seine Hände, die gewohnt sind zuzupacken, blättern ungeduldig in den Ausstellungsprospekten, um eine bestimmte Seite zu finden oder positionieren kraftvoll und geschickt die selbst geschaffenen Kunstobjekte auf den passenden Sockeln. Dietmar Block, Bildhauer und Maler, ist ein Künstler, der sich nicht so recht greifen lassen will.

Das Gegenteil kann man von seiner Kunst sagen. Sie hält still, lässt sich betrachten, ergründen und bildet wohl genau diesen nicht fassbaren Teil des Dietmar Block, der in den verschiedensten Farben, Formen und Materialien seinen Ausdruck findet und so erlebbar wird. Ob es nun eine Plastik, ein Relief, ein Gemälde oder eine Grafik ist, seine Werke üben eine Faszination aus, der man sich nicht entziehen kann. Ganz besonders in der direkten Begegnung. Terrakotta-oder Bronzeguss-Oberflächen erkunden, die Lebendigkeit der intensiven Farben aus der Nähe erfahren und sich auf eine ganz neue Formenwelt einlassen, ist ein wenig wie Zeit anhalten. Und auch die Rastlosigkeit des Bildhauers wandelt sich, wenn seine Hände über die Skulptur wandern. Sie scheinen angekommen zu sein. „Die Abstraktion ist es, die mich zunehmend interessiert. Eine Abkehr vom Figürlichen“, und er formuliert noch präziser: „die Figur in der Abstraktion“.

Freischaffender Künstler

Dietmar Block ist im jahre 1952 in Brandenburg an der Havel geboren.

Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine reguläre Ausbildung zum Drechsler und Holzbildhauer.

Block arbeitete als Maltherapeut in der Landesklinik Brandenburg und machte eine sozialtherapeutische Ausbildung.

Von 1976 bis 1981 studiert er an der Kunsthochschule Berlin Weißensee in der Fachrichtung Bildhauerei/ Plastik.

Seit 1981 ist er freischaffender Bildhauer, Grafiker und Maler. Als Dozent ist er etwa in der Wredowschen Zeichenschule aktiv.

Er arbeite aus seinem Inneren heraus, erklärt der 64-jährige Brandenburger, der als Drechsler und Holzbildhauer begonnen hat und sich nach dem Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee viel mit baugebundener Kunst beschäftigt hat.

Entwurf für ein Lilienthal-Denkmal Quelle: Ina Schidlowski

„Dinge, die ich in meinem Kopf trage, in spielerischer Art umsetzen“, das sei seine Arbeitsweise. Das könne Drucktechnik, Malerei in Acryl oder Öl sein, das Arbeiten mit Stein und Holz oder mit Ton und Gips. Das Trennen der Arbeit sei wichtig. In seiner Werkstatt im Brandenburger Stadtteil Plaue arbeitet er zum Beispiel vor allem mit Materialien, die Schmutz und Staub verursachen. Die Werkstatträume im eigenen Haus im Quenzweg dienen eher den filigranen, staubfreien Arbeiten.

Dass Dietmar Block diese berufliche Laufbahn eingeschlagen hat, mag daran liegen, dass sein Vater Grafiker war. Auch Handwerker, wie zum Beispiel Tischler gebe es in der Familie. Bereits vor dem Studium hat Block Kunstwerke geschaffen. Er erzählt vom Kreuzweg. „Das sind sechs Meter lange Holzreliefs, die für die Kirchen in Stahnsdorf und Altglienicke entstanden sind.“

Die Plastik „Sphären“ Quelle: Ina Schidlowski

„Um zum Studium zugelassen zu werden, musste man einen Beruf haben“, beschreibt er seinen Weg, der ihn nach der Drechsler-Lehre zunächst an die Landesklinik Brandenburg führte, wo er als Maltherapeut arbeitete. Während seines Studiums in der Fachrichtung Bildhauerei/ Plastik in Berlin Weißensee gehörten bekannte Bildhauer wie Jo Jastram, Werner Stötzer oder Siegfried Krepp zu seinen Lehrern.

„Früher habe ich stark figürlich gearbeitet. Das war ja meine Ausbildung“, beschreibt er die Anfangszeit. Dazu gehört zum Beispiel der Sandsteinbrunnen mit Bronzeausläufen und Figur in Reinsdorf (1986) oder die Brunnenanlage „Eingeschlossen“ in Gera (1987).

Werke aus eigener Hand an der eigenen wand. Quelle: Ina Schidlowski

Heute schwärmt der seit 1981 freischaffende Künstler für moderne Kunst. Besonders Picasso hat es ihm angetan: „Seine Art zu arbeiten, das Spontane. Etwas Neues machen, mutig sein, etwas anpacken - das sage ich auch meinen Schülern.“ Die übrigens von Kita-Kindern bis hin zu Auszubildenden reichen. „Kinder sind für mich sehr anregend“, beschreibt er diese vielseitige Arbeit. Ob ein Buchprojekt in der Kinder-und Jugend-Kunst-Galerie Sonnensegel oder die Europa-Stele am Von-Saldern-Gymnasium, Dietmar Block bereitet der Prozess vom Entwurf bis zur Umsetzung große Freude.

Detail der Steinausführung „Die andere Art“ (Symposiumsarbeit). 1994 Quelle: Ina Schidlowski

Seine eigenen Arbeiten, die Abkehr vom Figürlichen, münden nun in Plastiken wie „Getrieben“, „Sphären“, „Stehende“ oder „Wegzeichen“. Aber auch in seinen Reliefs, Drucken und Bildern geht er diesen Weg. „Das bin ich eben. Ich werde mich immer wieder ändern. Spielerisch beginnen, mit den Materialien, die zur Verfügung stehen, Ideen entwickeln beim Zeichnen oder kleine Modelle machen.“ Dem Sänger und Musiker Sebastian Block gefällt die Kunst des Vaters so gut, dass er sich für das Cover seines Albums „Der Mond ist Schuld“ einen echten Dietmar-Block-Druck ausgesucht hat.

Und auch die Havelstadt hat ihren „Dietmar Block“. Auf der Kreisverkehrsinsel kurz vor der Regattastrecke. Momentan leider etwas zugewachsen. Dem Künstler selbst gefällt diese Edelstahlkonstruktion nicht ganz so gut, hat er doch den eigentlichen Entwurf vor Augen. Ein raumgreifendes aber leichtes, sich wie im Wind wiegendes Modell. Zu sehen in einem der Kataloge, die zu diversen Ausstellungen entstanden sind. Deren Auflistung ist lang, reicht von 1982 bis heute und auch über die deutsche Grenze hinweg bis Dänemark und in die Niederlande.

Von Ina Schidlowski

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