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Brandenburg/Havel Wie Gründer von der „Höhle des Löwen“ profitieren
Lokales Brandenburg/Havel Wie Gründer von der „Höhle des Löwen“ profitieren
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21:37 21.12.2017
Carsten Maschmeyer (Mitte) gratuliert seinen neuen Partnern. Quelle: Screenshot: Vox
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Brandenburg/H

Der Sprung ins Fernsehen und der Einstieg von Carsten Maschmeyer (58) in ihr Unternehmen Talentcube hat sich gelohnt für den Brandenburger Sebastian Hust (29) und seine beiden Freunde und Geschäftspartner Sebastian Niewöhner (28) und Hendrik Seiler (30). Am Donnerstag berichtete Hust vor Betriebswirtschaftsstudenten in Brandenburg/Havel über die Bewerber-App Talentcube und die Rolle des berühmten neuen Teilhabers Maschmeyer.

Anja Lüthy, Betriebswirtschaftsprofessorin der TH Brandenburg, kennt den Gründer aus Zeiten, lange bevor er bei Vox in „Die Höhle des Löwen“ stieg und dort den millionenschweren Finanzunternehmer mit der eigenen Geschäftsidee so sehr überzeugte, dass er sich mit 400.000 Euro an Talentcube beteiligte und damit ein Drittel der Firmenanteile kaufte.

Seither sitzt Carsten Maschmeyer, bekannt auch als Ehemann von Veronica Ferres, mit im Boot. Dabei beschränkt er sich keineswegs auf stille Teilhabe. Vielmehr kümmert er sich aktiv darum, die Smartphone-App Talentcube zu einem Markterfolg zu machen. Dieses digitale Werkzeug macht Bewerbungsverfahren sowohl für Firmen als auch für stellensuchende Bewerber zeitsparender und effizienter.

Im Seminar von Anja Lüthy (1. Reihe rechts) hielt Talentcube-Gründer Sebastian Hust am Donnerstag Ausschau nach Talenten unter den Studenten in seiner alten Heimat.  Quelle: Jürgen Lauterbach

Selbstbewusst, aber nicht überheblich erzählt Sebastian Hust den etwa 25 BWL-Studenten im Seminar von Anja Lüthy, was in den vergangenen beiden Jahren geschehen ist. Er selbst ist ein Kind der Region, geboren in Brandenburg/Havel, dort in die Sprengel-Schule gegangen, mit den Eltern nach Mögelin umgezogen, die Schule in Premnitz fortgesetzt und in Rathenow mit dem Abitur abgeschlossen.

Mobile Bewerbung mit Video

Talentcube ermöglicht eine mobile Video-Bewerbung. Die App ist für Bewerber kostenlos.

In weniger als zehn Minuten kann man sich übers eigene Smartphone auf jeden Job per Video bewerben.

Bewerber stellen sich per Video vor und überzeugen im günstigen Fall mit Persönlichkeit und Fachwissen.

Unternehmen können eine Vorauswahl treffen und sich damit sinnlose Treffen ersparen.

Lebenslauf und wichtige Dokumente lassen sich hochladen und mit der Video-Bewerbung direkt mitschicken.

Die App ermöglicht es Nutzern, ein Bewerber-Video zu drehen und sich damit blind bei Firmen zu bewerben.

Wie alles funktioniert steht auf der Internetseite www.talentcube.de

Nach dem dualen Wirtschaftsinformatik-Studium in Stuttgart und der Arbeit bei Adidas tat sich Hust mit seinen Studienfreunden Niewöhner und Seiler geschäftlich zusammen, tüftelte an der App und gründete mit ihnen das Unternehmen mit Sitz in München.

Als das Geld fast aufgebraucht war, stellten sie sich bei VOX vor

Im ersten Geschäftsjahr begleitete ein Exist-Stipendium des Bundes die Startphase. Das Geld war fast aufgebraucht, als sich die drei jungen Männer mit Talentcube in die Vox-Fernsehshow „Höhle des Löwen“ vorstellten. Dort investieren Unternehmerprofis wie Maschmeyer ihr in Gründerinitiativen oder lassen die Finger davon, wenn sie nicht an den Erfolg glauben.

Die im November ausgestrahlte Folge wurde bereits im Januar gedreht. Seither erlebt das Talentcube-Trio einen Schub nach dem anderen. Ihr Schlüssel zum derzeitigen Erfolg hört auf den Namen Maschmeyer. Er gab nicht nur Geld, sondern öffnete den Gründern sein Netzwerk, telefoniert bis heute einmal im Monat mit seinen Jungs.

Am Abend nach der Fernsehaufzeichnung hatte der Multimillionär seinen neuen Zöglingen ein Abendessen spendiert und ihnen seine Handynummer gegeben. Nur wenige Tage später standen seine Sales Coaches (Vertriebsstrategen) schon im Münchener Büro.

Der Umsatz hat sich verzehnfacht

Maschmeyer hatte zugesagt, Dax-Chefs mit Talentcube bekannt zu machen. Er hielt Wort. Die Kundenzahl stieg von 20 im Februar auf 100 im Dezember, darunter Größen wie Bosch, IBM, Lidl, Payback, Hewlett & Packard, MLP und Brose.

Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 300.000 Euro verzehnfacht. „Wir können davon leben“, sagt der Geschäftsführer, der mit elf Kollegen an Talentcube und seiner Vermarktung arbeitet.

Ein Brandenburger Student wird auf Anja Lüthys Vermittlung hin ab Februar sein Praktikum bei Talentcube machen. Die Professorin will den Kontakt zu Talentcube weiter für ihre Studenten nutzen. Sebastian Hust ist ohnehin oft in Rathenow und Brandenburg/Havel. „Ich komme mehrmals im Jahr zu meiner Familie nach Brandenburg“, sagt er.

Von Jürgen Lauterbach

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