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Wie auf einem anderen Planeten

In der Reiherheide liegt das Gartenparadies von Detlef Leue und Kerstin Schröder Wie auf einem anderen Planeten

Das Paradies liegt in der Reiherheide. Wer dorthin will, kommt am märkischen Brotbaum nicht vorbei. So weit das Auge reicht, stehen Kiefern im Sand. Doch schon am Gartentor von Detlef Leue und Kerstin Schröder werden die Augen des Besuchers entschädigt.

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LEHNIN. Es scheint, als tue sich ein anderer Planet auf. Farne, Rhododendren und Hortensien wachsen um die Wette. Blutweiderich und Sonnenhut stehen zum Empfang Spalier. Gold-Felberich, Astilben, Phlox und Echter Alant überbieten sich gerade gegenseitig. Im Sommer will jede Staude die schönsten Blüten tragen.

Wir sind mittendrin im 4000 Quadratmeter großen Gartenreich, das die Lehniner über viele Jahre angelegt und mit schmalen Kieswegen erschlossen haben. Als würde die Klimazone wechseln, mischt sich in die trockene Hitze plötzlich feuchte Luft. Diese steigt von den rund 20 Teichen auf, die in den Boden gegraben wurden. Längst eingewachsen, machen die Wasserstellen erst den besonderen Flair des Grundstücks aus, das mehr ist, als nur ein Koigarten.

Während sich Störe, Bitterlinge, Kois und Goldfische in den Strahlen der Morgensonne tummeln, beginnen Seerosen an der Wasseroberfläche ein Feuerwerk der Farben zu entfalten. Sie blühen in Weiß, Rot, Gelb und unzähligen Cremefarben. Nach ihnen haben Detlef Leue und Kerstin Schröder ihr Seerosenfest benannt, zu dem sie am 3. und 4. August einladen. Dann wird die Reiherheide zum Amazonas. Nicht nur wegen der vielen tropischen Pflanzen und Aquarienfische, die bei ihnen unter und hinter Glas zu sehen sind.

Die Betreiber des Lehniner Koigartens sind Südamerika-Fans, fliegen regelmäßig nach Brasilien, wo der idyllische Ort Alter do Chao fast zu einem zweiten Zuhause geworden ist. "Ein idealer Ausgangspunkt für Expeditionen ins Amazonasgebiet", schwärmt Detlef Leue. Was er auf seinen Reisen gefilmt hat, zeigt der Zierfischzüchter und Teichbauspezialist während des Seerosenfestes.

Zum Beispiel harrt der Lehniner im Neoprenanzug stundenlang mit der Kamera in Urwaldbächen aus, um das Leben tropischer Fische zu dokumentieren. Er holt nach, woran zu DDR-Zeiten nicht zu denken war. Dafür galt Detlef Leue damals als bekannter Züchter von Aquarienfischen, der viele Zoo-Läden mit seinen Fadenfischen, Salmlern und Welsen belieferte.

Mit der Massenproduktion ist es längst vorbei. Heute sind rote Krebse, der mexikanische Schwanzlurch Axolotl oder Regenbogenelritzen seine bevorzugten Züchtungen. Alles zu sehen beim Seerosenfest. So wie die Natur- und Landschaftsmalereien von Partnerin Kerstin Schröder. Schöner kann das Paradies nicht sein.

Seerosenfest im Lehniner Koigarten am 3. August, 13 bis 19 Uhr, und am 4.August, 11 bis 19 Uhr. Führungen um 14 Uhr.

Von Frank Bürstenbinder

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