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Brandenburg/Havel Wie drei Musikerinnen mit 25 Blockflöten das Publikum verzaubern
Lokales Brandenburg/Havel Wie drei Musikerinnen mit 25 Blockflöten das Publikum verzaubern
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17:07 28.01.2019
Das Ensemble Musica Tre Fontane Erdmute Kather, Renate Kelletat und Donata Dörfel. Quelle: musica-tre-fontane.de
Brandenburg/H

Der Ruf der Blockflöte ist sicher nicht immer der beste. Hauptsächlich als frühmusikalisches Einsteiger-Instrument missbraucht und in dieser Eigenschaft bestens dazu geeignet, Ohren von Eltern und Freunden zu malträtieren, scheint die Blockflöte zu ernsthaftem Musizieren kaum geeignet. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

In eben dieser Eigenschaft begegnet sie uns fast ausschließlich in Musik aus der Barockzeit und davor, und das auch nur, könnte man in naiver Weise annehmen, weil es damals noch keine besseren Flöten gab. Dem Vorurteil komponierend entgegenzutreten gibt es heutzutage Musikerinnen und Musiker, die sich der Blockflöte mit großer Leidenschaft widmen und ihr zu klanglichem Glanz verhelfen.

Musikalisch und menschlich eng miteinander verbunden

Dazu gehört auch das Ensemble Musica Tre Fontane. Renate Kelletat, Erdmute Kather und Donata Dörfel, die in Berlin und in Hamburg beheimatet sind, sind seit vielen Jahren menschlich und musikalisch miteinander eng verbunden.

Donata Dörfel und Erdmute Kater hatten schon seit Kindertagen Blockflötenunterricht bei Renate Kelletat, die eine ausgewiesen hervorragende Musikerin auf ihrem Instrument ist. Das spürte man auch während der traditionellen Abendmusik-Reihe am vergangenen Sonntag in der Domaula.

Instrumente aus den Werkstätten bekannter Handwerker

Renate Kelletat ist immer wieder bei den bekanntesten Blockflötenbauern unterwegs, um qualitätsvolle Instrumente auszuprobieren und zu erwerben. In der Domaula wurde auf 25 Instrumenten musiziert. Ganze Blockflötenfamilien kamen zum Einsatz, dazu auch die Kontrabass- und Subkontrabassblockflöte.

In keinem Augenblick kam klangliche Langeweile auf, weil die Farben der Instrumente trefflich und ganz unterschiedlich zum Einsatz kamen. Vor allem war man neugierig, wie die schnellen Sätze auf der Blockflöte bewältigt werden. Musica Tre Fontane spielte sie mit beschwingter Leichtigkeit. Spieltechnische Schwierigkeiten schien es für die Interpreten kaum zu geben.

Feinheiten der Musik treten hervor

Die farbenreiche Artikulation und die ausdrucksstarke Phrasierung ließen die Feinheiten der Musik hervortreten. Die Spielfreude war allenthalben anwesend, doch eine frohe Ausstrahlung der Musizierenden war sichtbar zunächst noch etwas rar. Sie wollte sich erst in Laufe der Abendmusik einstellen.

Das Programm „Lob der Schöpfung“ machte deutlich, dass Lobpreis und Sorge, Gebet und auch Engagement beim Feiern der Schöpfung zusammengehören. Kompositionen der Barockzeit von italienischen, englischen und deutschen Meistern waren zu hören, bei denen auch das Cembalo zu Wort kam, exzellent gespielt von Erdmute Kather.

Neben Barockmusik auch Kompositionen von Renate Kelletat gespielt

Doch es gab kein Langstreckenlauf der Barockmusik. Sie wurde gemischt mit Blockflöten gerechter Musik, die aus der Feder Renate Kelletats stammt. Die Berlinerin hat Texte verschiedener Autoren vertont, so von dem altgriechischen Theologen Origines, dem Mönch Bernardin Schellenberger oder von Elisabeth Cheney. Erdmute Kather und Donata Dörfel betätigten sich dabei auch als Sängerinen, wobei der satt-warme Alt von Donata Dörfel besonders gefiel.

Für den Abschluss wählte man den irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“, ein Lied, das in Kirchengemeinden gern gesungen wird. In den Variationen von Renate Kelletat und Erdmute Kather wurde es kein melancholischer Abschied, sondern ein freudiges Hoffen auf ein Wiedersehen.

Von Klaus Büstrin

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