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Wieder komplett: Neue Heine-Büste auf dem Sockel

Brandenburg an der Havel Wieder komplett: Neue Heine-Büste auf dem Sockel

Heinrich Heine ist als Denkmal zurück in Brandenburg an der Havel. Die Büste des Dichters steht wieder auf dem alten Sockel am gleichnamigen Havelufer. Zahlreiche Spenden haben das Gießen der Skulptur ermöglicht. Unbekannte hatten die Figur im Dezember vor drei Jahren gestohlen. Seitdem ist sie verschwunden.

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Die neue Heine-Büste ist aufgestellt.

Quelle: Stadtverwaltung Brandenburg

Brandenburg/H. Heinrich Heine ist als Denkmal zurück in Brandenburg an der Havel. Die Büste des 1856 verstorbenen Dichters steht wieder auf dem alten Sockel am gleichnamigen Havelufer. Zahlreiche Spenden haben das Gießen der Skulptur ermöglicht.

Unbekannte hatten die Figur im Dezember vor drei Jahren gestohlen. Seitdem ist sie verschwunden. Die Polizei hat bis heute keine Spur zu den Tätern. Nur die Diebe wissen, was aus dem Kunstwerk geworden ist. Die Gießerei Seiler aus Schöneiche bei Berlin hat die Replik angefertigt. Vorbild dazu war das gestohlene Original.

Nach dem Diebstahl war eine groß angelegte Spendenaktion angelaufen (MAZ berichtete). Dank vieler Gaben kamen nach Angaben aus der Stadtverwaltung insgesamt fast 9000 Euro zusammen. „Eine besondere Anerkennung verdient der Historische Verein Brandenburg/Havel und Christian Liedtke vom Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf“, erklärte Stadtsprecher Jan Penkawa am Freitagnachmittag. Sie hätten das Projekt mit interessanten Vorträgen begleitet und selbst erheblich zur Spendeneinwerbung beigetragen.

Lesung am Denkmal zum 220. Geburtstag Heines

Anlässlich des 220. Geburtstags von Heinrich Heine am 13. Dezember dieses Jahres werden laut Penkawa der Historische Verein und die Stadtverwaltung die Rückkehr der Büste offiziell feiern. Dazu seien alle Interessierten zu einem Lesenachmittag am Heinrich-Heine-Ufer willkommen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. „Alle Besucher sind eingeladen, persönliche Lieblingstexte von Heinrich Heine vorzutragen und bei wärmenden Getränken gemeinsam ins Gespräch zu kommen“, sagte Jan Penkawa.

Die wertvolle Büste des Dichters Heinrich Heine (1797 bis 1856) war Anfang Dezember 2014 gestohlen worden. Die Bronze-Skulptur hatte seit den 1950er-Jahren in der Nähe des Kinderspielplatzes am Heinrich-Heine-Ufer gestanden. Eine Spaziergängerin hatte die Tat entdeckt.

Bis zu 10.000 Euro Marktwert

Das Kunstwerk, das der Bildhauer Karl Mertens aus Rathenow im Jahr 1954 schuf, misst etwa 75 Zentimeter und ist 25 Kilogramm schwer. Nach Angaben von Kunstexperten aus der Brandenburger Kulturverwaltung liegt der Wert der gestohlenen Büste zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Allerdings ist der Wert solcher Kunstwerke nicht allein in Geld zu bemessen. Die Büste stand bis zu ihrem Diebstahl in der 1920 fertig gestellten Grünanlage am Havelufer. Diese war ursprünglich nach dem Stifter benannt worden: Spitta-Promenade.

Nach Umgestaltungen in den 1950er Jahren wurde die Heinrich-Heine-Büste 1960 aufgestellt. Damit einher ging die Namensänderung der Grünanlage, die fortan Heinrich-Heine-Ufer hieß.

Der Bildhauer Karl Mertens (1903–1988) lebte und starb in Rathenow, die Nachfahren des Bildhauers sind ebenfalls Künstler. Seine Enkelin Anette Mertens hatte 2007 den Karl-Mertens Kunstverein in Rathenow mitbegründet.

Von hms

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