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Brandenburg/Havel Wieder mehr Brandenburger in Arbeit
Lokales Brandenburg/Havel Wieder mehr Brandenburger in Arbeit
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18:35 31.05.2016
Der Gang zur Arbeitsagentur kann sich lohnen. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Die landesweit positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält auch in der Stadt Brandenburg und der näheren Umgebung an. Als Arbeitslosenquote im Monat Mai gab Arbeitsagentur-Teamleiter Marko Naue am Dienstag einen historischen Tiefstand bekannt, der seit 1991 nicht erreicht worden ist: Die amtliche Quote von 9,4 Prozent in Brandenburg und den umliegenden Gemeinden liegt um 0,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

„Wir haben das Ende der Fahnenstange damit aber noch nicht erreicht“, vermutet Naue. Denn für den Monat Juni erwartet er einen erneuten Rückgang der amtlich registrierten Arbeitslosigkeit in dem von ihm verantworteten Einzugsgebiet.

Auch die jüngsten Hiobsbotschaften ändern aus Sicht der Arbeitsagentur wenig. Im Mai war bekannt geworden, dass der Stahl- und Anlagenbauer BSA allen 66 Mitarbeitern gekündigt hat und dass Bosch seinen Entwicklungsstandort in Hohenstücken mit 160 Beschäftigten schließen will. Die Arbeitsagentur hält die dort beschäftigten Frauen und Männer für gut und schnell auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar.

Positive Tendenzen entdecken die Brandenburger Arbeitsmarktbeobachter besonders bei arbeitslosen Bürgern, die älter als 50 Jahre sind, und bei langzeitarbeitslosen Menschen und bei Bürgern. Aktuell gesucht sind Arbeitskräfte im Gartenbau, im (Spargel-) Verkauf, sowie in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung.

Immer nachgefragt sind Pflegekräfte- und helfer, Kfz-Fachleute, Erzieher, Callcenteragenten und Berufskraftfahrer.

Erstmals seit mehr als zwanzig Jahren liegt auch in der Stadt Brandenburg die Arbeitslosenquote unter 11 Prozent. Die Mai-Quote von 10,9 Prozent, hinter der sich etwas mehr als 4000 Arbeitslose verbergen, bedeutet einen Rückgang um ein Prozentpunkt binnen eines Jahres.

Das Jobcenter Brandenburg bereitet derzeit vor, dass Flüchtlinge demnächst geförderte Arbeit ausüben können, die an die Ein-Euro-Jobs angelehnt sind. Das gab Vize-Leiter Guido Arndt bekannt. Er begrüßt die angekündigte Verstärkung des Sprachunterrichts für Flüchtlinge.

Von Jürgen Lauterbach

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