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Wieder über den Nicolaiplatz

Fahrplanwechsel mit Abstechern zur Gartenstadt Wieder über den Nicolaiplatz

Ab Sonntag fahren alle Busse und Straßenbahnen wieder über den Nicolaiplatz. Mit dem Fahrplanwechsel nehmen die VBBr zusätzlich neue Verbindungen auf – in die Gartenstadt, und nachmittags im Berufsverkehr vom Bahnhof aus.

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Alle Straßenbahnen und Busse werden ab Sonntag auf dem Nicolaiplatz wieder halten.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. So einen Fahrplan kann man sich vorstellen als eine wilde Mischung aus Puzzlespiel, Stundenplan und Getriebesalat. Alle drei sollten zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden.

Ab kommenden Sonntag gibt es nun bei den Verkehrsbetrieben VBBr einen neuen Fahrplan, der eigentlich der alte ist, nur knapp eineinhalb Jahre außer Kraft gesetzt war und nun weitere Ergänzungen bekommen hat.

VBBr-Chef Werner Jumpertz kann kaum aufhören, alle seine „Zwangspunkte“ aufzuzählen, die er und sein Team beim Fahrplanbasteln zu beachten haben. Beispiel Tram-Linie 2: Die verkehrt zwischen Hauptbahnhof und Stadion am Quenz. Am Nicolaiplatz besteht Anschluss zum H-Bus, in der Fouquéstraße zu den Trams 1 und 6, am Stadion wartet der E-Bus. Der fährt nach Kirchmöser und macht jetzt neu auch noch Abstecher in die Gartenstadt; ab dem 16. Dezember – wenn die Wendestelle fertig ist – gibt es morgens jeweils zwei, nachmittags drei Fahrten in die Plauer Wohnsiedlung. Der E-Bus fährt gleichzeitig nach Hohenstücken Nord, von dort gibt es zurück Verbindungen zur Fontanestraße (C), von dort wiederum verkehren 1 und 6 zur Fouquéstraße...

Neue Behinderungen durch Baustellen

  • Nur fünf Tage nach Fahrplanwechsel und Freigeben des Nicolaiplatzes kommt es schon wieder zu neuen Behinderungen durch Baustellen, die auch den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV einschränken.
  • Ab Freitag, 8. November, wird bis kurz vor Weihnachten die Verkehrsführung auf der Bundesstraße 1/102 „Am Hauptbahnhof“ bis kurz vor Weihnachten verändert.
  • Grund ist der Umbau der Kreuzung von der Bundes- zur Geschwister-Scholl-Straße.
  • Die beiden stadteinwärts führenden Richtungsfahrbahnen sind gesperrt, deshalb ist dort ein Aus- und Einfahren nicht möglich.
  • Der Verlauf einiger Buslinien muss verändert werden.
  • Die Linie B verkehrt in beiden Richtungen über die Potsdamer Straße. Die Haltestelle „Geschwister-Scholl-Straße“ wird nicht bedient.
  • Die Linie D in Richtung Schmerzke fährt über Potsdamer Straße. Gesperrt sind die Haltestellen Geschwister-Scholl-Straße und Hauptbahnhof/ZOB. Zum Hauptbahnhof umsteigen zur Tram in der Jacobstraße oder in der Sankt- Annen-Straße.
  • Linie H in Richtung Schmerzke entfallen die Haltestellen Geschwister-Scholl- und Potsdamer Straße. Fahrten mit Anfangs- und Endpunkt Potsdamer Straße beginnen und enden am Hauptbahnhof/ZOB.
  • Die Nachtlinien N1 und N4 verkehren in beiden Richtungen über die Potsdamer Straße. Die Haltestellen Geschwister-Scholl-Straße werden nicht bedient.
  • VBBr-Chef Werner Jumpertz hofft auf das Verständnis seiner Nahverkehrskunden.

Während der Umleitungs- und Sperrzeit des Nicolaiplatzes ist alleine die Buslinie H mehr als 16 000 Zusatzkilometer gefahren – nun geht es wieder normal über „Nico“, Neuendorfer Straße über den Zentrumsring zum Hauptbahnhof.

Am neu gestalteten Nicolaiplatz sind die Haltestellen nicht nur größerer, sicherer und bequemer geworden. Der besseren Orientierung wegen – vor allem für die Passagiere, die seltener Bus und Bahn fahren – sind die beiden „Nebenhaltestellen“ mit Zusatzbezeichnungen versehen worden: „Nicolaiplatz – An der Nikolaikirche“ und „Nicolaiplatz-Stadtverwaltung“.

Bauvorhaben 2014

  • Längst nicht erledigt haben sich Baustellen, die auch 2014 den Nahverkehr beeinträchtigen:
  • In der Steinstraße wird der Fahrradstreifen auf der Turmseite angelegt, dann müssen alle Trams raus. 2011 noch durften sie wenigstens auf der anderen Seite fahren.
  • In den Sommerferien werden die Bahnsteige der Haltestelle Jahrtausendbrücke auf beiden Seiten abgesenkt.
  • Die Neustädtische Fischerstraße wird zwischen Mühlentorstraße und Molkenmarkt erneuert.

Neu integrieren mussten die VBBr-Planer auch die beiden zusätzlichen Regionalexpressankünfte. Die Deutsche Bahn schickt aus Richtung Berlin zwischen 16 und 18 Uhr drei statt zwei Züge pro Stunde gen Brandenburg an der Havel. Deshalb verkehren auch zusätzliche Anschlussbahnen der Linien 1 und 6 ab Bahnhof.

Auch wenn die VBBr-Mitarbeiter einen Pünktlichkeitsgrad um 98 Prozent bei 1300 überwachten Anschlüssen täglich erreichen, sollten sich die Fahrgäste nicht blind auf die Bahnhofs-Anschlüsse verlassen. „Wir können bis zu fünf Minuten Zugverspätung wieder ausgleichen. Aber die Fußwege am Bahnhof sind zurzeit lang.Wer da schlendert, verpasst die Bahn“, orakelt Jumpertz.

Von André Wirsing

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