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Brandenburg/Havel Wilder Westen vor Brandenburgs Toren
Lokales Brandenburg/Havel Wilder Westen vor Brandenburgs Toren
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16:40 26.07.2015
Tänzer beim Countryfest in Neue Mühle. Quelle: Foto: JACQUELINE STEINER
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Neue Mühle

Vom Winde verweht? Als Samstagabend beim Auftritt der Band Chili beim Country Fest an der Neuen Mühle der Sturm immer heftiger brauste, hat die neue Gastwirtin Kati Nast gegen 22 Uhr kurzer Hand die Gaststube geöffnet. In Windeseile haben die Bandmitglieder ihre Technik draußen abgebaut und dann drinnen noch bis Mitternacht für etwa fünfzig Festbesucher weiter gespielt – eine Bombenstimmung.

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Flotte Westerntänzer und schicke Cowgirls tanzten am Samstag bei ihrem Country Weekend in Neue Mühle vor den Toren der Stadt Brandenburg an der Havel. Das Festival ist legendär, doch in diesem Jahr drohte es erstmals zu scheitern, bis es eine Rettung in sprichwörtlich letzter Minute gab.

Wenn der Country Club Brandenburg an der Havel in den Vorjahren zum mehrtägigen Country Weekend an die Neue Mühle eingeladen hat, dann strömten tausend Besucher und mehr herbei. Wegen der wiederholten Pächterwechsel – die Neue Mühle war zeitweilig sogar ganz geschlossen - wollte der Club dieses Jahr das Fest komplett ausfallen lassen. Dass es schließlich am Samstag doch noch ein „Festchen“ gab, ist Kati Nast zu verdanken. Nachdem sie am 1. April dieses Jahres die Traditionsgaststätte gekauft hatte, hat sie Anfang Mai Kontakt aufgenommen zum Country Club, weil sie es schade fand, dass das Country Weekend dieses Jahr ersatzlos ausfallen sollte.

Beliebte Tradition

So kurzfristig ließ sich ein großes Fest zwar nicht mehr realisieren. Aber eine abgespeckte Variante müsste sich auf die Beine stellen lassen, versprach Frank Paul der rührigen Gastwirtin. Allerdings solle sie dieses Mal selbst als Veranstalterin auftreten und das Fest organisieren, verabredete Paul mit Kati Nast. Der Country Club werde sie nach besten Kräften dabei unterstützen, sagte er ihr zu. Gesagt, getan.

Country-Club-Chef Frank Paul hat sich über die Initiative der frisch gebackenen Gastwirtin gefreut. Schließlich ist das Country Weekend am dritten Wochenende im Monat Juli seit der Gründung des Clubs am 15. Januar 1995 zu einer beliebten Tradition geworden. Auch wenn das Festchen nun ausnahmsweise erst am vierten Juliwochenende stattfinden konnte, so blieb die Tradition doch gewahrt. Insgesamt 300 Besucher haben sich vom Festprogramm begeistern lassen. Auch der beliebte Gummistiefelweitwurf hat natürlich statt gefunden.

Neue und zauberhafte Tänze

Auch die Tradition für die Kinderhilfe zu spenden, konnte weiter geführt werden. Kati Nast, die dieses Jahr Veranstalterin des Country Fests ist, überlässt dem Club die Hälfte der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern, die der Club zu hundert Prozent spendet.

Das traditionelle Weißzeltcamp mit den historischen Baumwollzelten konnte dieses Jahr leider nicht stattfinden. Daher hat der Country Club das Zeremoniell der Böllerschüsse, mit dem das Country Weekend traditionell eröffnet wird und das sonst die Bewohner des Camps durchgeführt haben, dieses Jahr selbst veranstaltet. Und dann war es soweit und sie tanzten wieder, die Mitglieder der Brandville Oldtime Company in ihren wunderschönen Kostümen. Sie zeigten ihre neuen Tänze und es war wie immer zauberhaft.

Gastwirtin Kati Nast ist fest entschlossen, mit erweiterter Speisekarte – jetzt gibt es auch Angebote für Vegetarier und Veganer – und mit Qualität das verloren gegangene Vertrauen der Gäste der Neuen Mühle zurückzugewinnen. „Und nächstes Jahr gibt es dann wieder das gewohnte große Country Weekend“, verspricht Frank Paul.

Von Ann Brünink

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