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Windeck präsentiert 500 000 Euro-Investition

Gewerbegebiet Rietzer Berg Windeck präsentiert 500 000 Euro-Investition

Eine Neuinvestition für rund 500 000 Euro hat die Firma Metallbau Windeck am Dienstag im Beisein des Vize-Landrats Christian Stein (CDU) offiziell in Betrieb genommen. Das Stabbearbeitungszentrum soll das Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 20 bis 24 Millionen Euro mit modernster Technik versorgen. Es ist eine Reaktion auf den umkämpften Markt.

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Maschinist Adrian Ahlebrandt am Rotationsmodul des neuen Stabbearbeitungszentrums.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Rietz. Eine Neuinvestition für rund 500 000 Euro hat die Firma Metallbau Windeck am Dienstag im Beisein des Vize-Landrats Christian Stein (CDU) offiziell in Betrieb genommen. Das Stabbearbeitungszentrum soll das Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 20 bis 24 Millionen Euro weiter mit modernster Technik versorgen. „Wir legen Wert auf Technisierung, nicht, um Arbeitsplätze einzusparen, sondern um hohe Qualität zu liefern“, sagt Geschäftsführer Oliver Windeck. Insgesamt investiert der Betrieb eigenen Angaben nach jährlich etwa 800 000 Euro in neue Technik und Mitarbeiterschulung.

Zugleich kündigte das familiengeführte Traditionsunternehmen an, 2017 eine siebte Fertigungshalle mit einer Fläche von 600 Quadratmetern an seinem Standort im Gewerbegebiet Rietz (Kloster Lehnin) zu errichten. Dann seien die räumlichen Kapazitäten dort nahezu ausgereizt. „Derzeit läuft das Baugenehmigungsverfahren für die neue Halle“, sagt Sandra Damaschke, Bereichsleiterin für Buchhaltung und Personal und Schwester des Geschäftsführers.

Vollautomatisiertes Fräsen, Sägen und Bohren

Das Stabbearbeitungszentrum fertigt Fenster-Profile und ist bereits ausgelastet. Es übernimmt die Arbeitsschritte des Fräsens, Sägens und Bohrens vollautomatisiert. Es steht in einer 1995 errichten Halle. Damals feierte Windeck sein 100-jähriges Jubiläum. Ein Mitarbeiterteam wurde eigens für die Bedienung der Maschine geschult, die mitsamt ihrer Führungsrollen fast so lang ist wie ein Lastwagen. Zum Team zählt auch Maschinist Adrian Ahlebrandt. In einem Rotationsmodul sind bis zu acht Werkzeuge montiert. Dank der Computersteuerung kann ein Mitarbeiter allein die Maschine bedienen. „Die Herzarbeit liegt im Programmieren und Controlling“, so Windeck.

Bereichsleiter Torsten Weigt, Geschäftsführer Oliver Windeck und seine Schwester Sandra Damaschke, Bereichsleiterin für Buchhaltung und Person

Bereichsleiter Torsten Weigt, Geschäftsführer Oliver Windeck und seine Schwester Sandra Damaschke, Bereichsleiterin für Buchhaltung und Personal, und Vize-Landrat Christian Stein (CDU) vor der Schallschutzkabine, in der das Herzstück der neuen Technologie steckt.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Die Neuanschaffung ersetzt eine 13-jährige Vorgängermaschine, die das Unternehmen an einen Betrieb in Osteuropa verkauft hat. Windeck betont, dass Mitarbeiter bei der Anschaffung neuer Technik ein Mitspracherecht haben. So tourte Torsten Weigt, Bereichsleiter für die Fertigungssteuerung, durch Deutschland und nahm fünf vergleichbare Maschinen in Augenschein, bevor die Entscheidung für das Stabbearbeitungszentrum fiel. Letztlich setzte er sich mit seinem Votum, wie Oliver Windeck berichtete, gegen das seines Chefs durch, der anfangs eine andere Maschine favorisierte.

Bundesverband Metall spricht von mutiger, aber richtiger Entscheidung

„Es ist eine mutige, aber richtige Entscheidung, sich durch Produktionssteigerung dem Preiskampf zu stellen“, sagte Erwin Kostyra, Präsident des Bundesverbandes Metall. Kostyra ist Landesinnungsmeister Berlin-Brandenburg für die Branche. Windeck sprach den Druck durch Mitwettbewerber aus Polen an. „Uns geht es auch darum, die Mitarbeiter zu motivieren“, so Windeck. Fachkräftemangel war dann auch ein Thema, das sofort aufkam im Gespräch zwischen Unternehmer, Vize-Landrat und dem Landesinnungsmeister. „Es ist wichtig, Leute zu halten, sie auszubilden und aufsteigen zu lassen“, sagte Stein,

Windeck beschäftigt 180 Mitarbeiter, davon 125 eigene. Zu den aktuellen Aufträgen gehört der Eingangsbereich des Kaufhauses KaDeWe und das Vivantes Klinikum Berlin. Das Unternehmen war auch unter anderem am Bau des Steigenberger Hotels am Kanzleramt in Berlin, des Max-Planck-Instituts in Frankfurt am Main und Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam beteiligt. Windeck zählt laut Stein zu den größten der 4400 Handwerksbetriebe im Landkreis.

Von Marion von Imhoff

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