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Wintertrends: Im Schlafzimmer wird’s raffiniert

Brandenburg an der Havel Wintertrends: Im Schlafzimmer wird’s raffiniert

Was trägt die modische Dame im Winter 2017/2018? Diese Frage beschäftigt auch die Menschen in Brandenburg an der Havel jedes Jahr aufs Neue. Grund genug, sich einmal umzuhören – welche Farben gehen, welche Kombinationen sind ein „No-Go“? Und wie hält es der Havelstädter eigentlich mit Spitzen und Dessous? Die MAZ hat nachgefragt.

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Florian Lange, besser bekannt als „Herr Schneider", kennt als Designer die aktuellen Trends genau.

Quelle: Tobias Borchers

Brandenburg/H. Was trägt die modisch interessierte und immer topaktuell gekleidete Dame im Winter 2017/2018? „Alles kommt wieder“, ist der Brandenburger Jungdesigner Florian Lange, bekannt unter seinem Pseudonym „Herr Schneider“, überzeugt. Er hat ein paar Entwicklungen ausgemacht. Mit Revolutionen haben sich die Modemacher dabei seiner Meinung nach zurückgehalten.

„Auch dieses Jahr erfindet sich die Modewelt nicht neu, sondern orientiert sich am 80er-Jahre-Trash“, sagt Lange. Aber was bedeutet das denn eigentlich, 80er-Trash? Was zeichnet diesen aus? „Vor allem die Farben Pink und Rot. Wer diesen Winter im Trend sein will, muss auffallen“, lautet das professionelle Urteil des Brandenburger Designers. Auch Rüschen sind wieder „in“ – ebenso gehen Motive mit Kussmund gut und sind angesagt. Aufnäher oder Patches für die Hose sind in diesem Winter auch wieder vermehrt zu sehen.

Metallicfarben und 80er sind wieder „in“

Ganz besonders gefallen Lange die wieder modernen Kleider in Metallicfarben. „Die sehen nicht nur schick aus, sondern sind auch noch schön warm, weil der Stoff oft so dick ist.“ Wenn das Angenehme auf das Nützliche trifft, geht dem jungen Modemacher das Herz auf.

In hiesigen Breiten werden die diesjährigen Trends allerdings nicht wirklich ihren Durchbruch erleben, ist Lange überzeugt. „Die Brandenburger tragen nicht so gern knallig – oder sie trauen sich das nicht, weil man hier nicht so gern auffallen will.“ Klassische und zeitlose Farben werden in der Region hingegen gern getragen, Bordeauxrot oder das klassische Schwarz sind hier im wahrsten Sinne tonangebend.

Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt

Der Designer selbst stellt sich nur ungern dunkle Farben in das Schaufenster seines Ladens in der Brandenburger City. „Die Leute denken sonst, ich mache zu“, sagt er lachend. Für Lange ist im Trend, wer trägt, worin er sich wohlfühlt. Karl Lagerfeld würde an dieser Stelle wohl deutlich protestieren, sagte der doch einst: „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein leben verloren.“ Von solchem Unsinn hält „Herr Schneider“ wenig.

Trends gibt es indes nicht nur bei der auf den ersten Blick sichtbaren Mode. Petra Mauldorf vom Unterwäsche-Fachgeschäft Herzog & Bräuer, beheimatet in der Sankt-Annen-Galerie, bestätigt den angesprochenen Trend zu Rüschen, der sich auch bei der Unterwäsche wiederfindet. „Gerade, wenn es auf Silvester zugeht, sind vor allem wieder trägerlose BHs sehr beliebt.“ Auch Neonfarben oder Metallic würden derzeit nachgefragt – obwohl gerade diese Unterwäsche in der Region eher dezent eingekauft wird. Der Brandenburger ist in solchen Fragen eben noch etwas steif.

Im Schlafzimmer wird es wild – beim Einkauf ist der Brandenburger aber reserviert

Ein wenig her ist der Hype um den Kinohit „Fifty Shades of Grey“ zwar schon, in den Unterwäschekollektionen finden raffinierte Schnürungen aber weiterhin Beachtung. Gerade Männer hätten vor Weihnachten verstärkt verspielte Dessous nachgefragt, berichtet Petra Mauldorf.

In einem ist sie sich mit Designer Florian Lange aber einig. „Im Trend liegt, wer sich in seinen Klamotten wohlfühlt.“

Von Tobias Borchers und Philip Rißling

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