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Brandenburg/Havel Bunte Wasserhähne statt aschgrauer Fliesen
Lokales Brandenburg/Havel Bunte Wasserhähne statt aschgrauer Fliesen
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07:34 21.08.2014
Nele (r.) und Sam helfen Ulf Seraphim von der Firma Börner. Quelle: V. Maloszyk
Klein Kreutz

Im Inneren der Kindertagesstätte des Wir e.V., in Klein Kreutz sind die Handwerker so gut wie fertig. Die Kinderkrippe beispielsweise bekam einen komplett neuen Sanitärtrakt, die größeren Kinder konnten sich schon im Vorjahr über schönere Waschräume freuen. Sämtliche Fenster wurden ausgetauscht. Die Heizung ist umgestellt von Öl auf Gas, unterstützt wird sie durch eine Solaranlage. Jetzt kommt eine 140 Millimeter starke Wärmedämmung auf die Hülle. „Wir müssen nur eine regenfreie Woche erwischen. Dann sind wir Ende September durch“, sagt Britta Suhle. Die diplomierte Bauingenieurin leitet im kommunalen Auftrag den Umbau. Zudem müssen noch neue Leitungen verlegt werden. „Die Kita hatte bislang fürs Abwasser noch eine Grube. Jetzt hat die Brawag den Kanal verlängert und wir können das Haus anschließen“, sagt Kerstin Quast vom städtischen Immobilienbetrieb GLM. Eine vernünftige Regenentwässerung folgt ebenso – das Wasser wird vom Haus weggeleitet und versickert über Rigolen.

350 Quadratmeter großes Gebäude

Beinahe komplett bei laufendem Betrieb wurde in dem knapp 350 Quadratmeter großen Kitahaus umgebaut. „Ein großes Lob an das Kita-Team. Sie haben es nicht nur klaglos ertragen, sondern aktiv mitgeholfen. Die Kinder wurden einbezogen, bekamen alles erklärt. Schließlich mussten sie im Haus auch immer mal in andere Räume ziehen“, lobt die GLM-Expertin. Baufreiheit jeweils eine Woche vor dem Termin sei ein unverhofftes Geschenk.

Nach 20 Jahren eine neue Heizung

„Wir freuen uns doch darüber, dass saniert wird. Das Krippen-Bad war uns am wichtigsten, die Heizung war nach 20 Jahren auch überfällig. Und endlich kommt das warme Wasser aus dem Hahn und nicht mehr aus dem Boiler“, entgegnet Kita-Leiterin Juliane Engel.
In den vergangenen Wochen waren die Voraussetzungen günstig, weil sich die Kinder oft im Freien aufhalten konnten. Selbst gestern gab es trotz der noch laufenden Bauarbeiten ein kleines Sportfest auf dem Freigelände.

3,1 Mio. Euro

3,1 Millionen Euro bekommt die Kommune aus dem Finanzausgleichsgesetz für die Kitas, 150000 Euro im vorigen, 2,2 Millionen Euro in diesem und 780000 im nächsten Jahr.
In zehn Kindertagesstätten werden davon Sanierungsmaßnahmen bezahlt.
Im DRK-Kinderdorf beispielsweise werden die Häuser 1 und 3 energetisch saniert, sie bekommen eine neue Hülle, im Haus 6 gibt es einen neuen Sanitärbereich und eine Behindertentoilette.
Die Kitas „Knirpsentreff“, „Sonnenschein“ in der Venise-Gosnat-Straße bekommen neue Sanitäranlagen.
Die Kitas „Stoppelhopser“ (Akazienweg) und „Kleine Strolche“ (Nicolaiplatz 27) werden ab Herbst saniert, die Kinder der „Pusteblume“ (Beethovenstraße) bekommen neue Sanitäranlagen.

Jörg Wesoly ist technischer Leiter im GLM – er staunt selbst, wie viel Umbauten für den Betrag von weniger als 400.000 Euro zu realisieren sind. „Auch wenn die Bedarfszuweisungen aus dem Finanzausgleichsgesetz für so genannte zusätzliche Maßnahmen gedacht sind, versuchen wir, möglichst viele Projekte zu realisieren. Auch den aktuellen Betrag haben wir auf zehn Kitas verteilt.“
Lob bekommen die Stadtverwalter auch von der Bauexpertin Britta Suhle. „Es sitzen im GLM in Brandenburg an der Havel Damen und Herren, die sich wirklich Gedanken machen, wie das Geld, das zur Verfügung steht, sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden kann. Es sind auch alles Fachkräfte.“

40 Mädchen und Jungen besuchen die Kita Klein Kreutz

In der Kita Klein Kreutz kümmern sich fünf Mitarbeiterinnen um 40 Mädchen und Jungen in Krippe und Kindergarten. Seit 2002 ist die Einrichtung in Trägerschaft des Kinderfördervereins Wir. Errichtet wurde sie Anfang der 1950er Jahre, im Obergeschoss gibt es noch eine privat genutzte Wohnung. Seit der Errichtung wurde immer wieder angebaut, acht Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsräume gibt es dauerhaft. Integriert ist ebenso das zweite Kindercafé Blubberlutsch.

Von André Wirsing

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