Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel „Wir“-Verein übernimmt Kinderland
Lokales Brandenburg/Havel „Wir“-Verein übernimmt Kinderland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 24.10.2015
Für die Kita in Weseram wurde ein neuer Träger gesucht und gefunden. Quelle: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Weseram

Der neue Träger für die Weseramer Kita steht fest: Der Kinderförderverein „Wir“ aus Brandenburg an der Havel wird die Einrichtung ab 1. Januar 2016 übernehmen. Dafür haben sich Roskows Gemeindevertreter am Dienstagabend einstimmig ausgesprochen. Das Beetzsee-Amt wird beauftragt, einen Betreibervertrag vorzubereiten. Wie berichtet, gibt der gemeinnützige Elternverein „Kinderland Fantasia“ nach 20 Jahren auf. Der Betriebsübergang erfolgt nahtlos, die fünf Erzieherinnen und die technischen Kräfte werden gesetzlich übernommen. Die Einrichtung hat derzeit eine Kapazität von 41 Plätzen, gegenwärtig werden 38 Mädchen und Jungen betreut.

Als Elternverein immer schwerer zu stemmen

„Wir haben Arbeitgeberpflichten zu erfüllen und es kommen immer mehr Forderungen vom Land, die wir als Elterninitiative nicht länger nebenbei leisten können“, begründete der neue Fantasia-Vorsitzende Steffen Schaale, der auch im Gemeinderat sitzt, die Entscheidung, die Trägerschaft für die Kita in professionelle Hände zu legen. Außerdem, so der Vater, sei es immer schwieriger gewesen den Vereinsvorsitz zu besetzen.

„Lieber reparieren wir ein paar Meter weniger Bürgersteig und halten dafür unsere Infrastruktur mit einer funktionierenden Kita am Leben. Der Bedarf ist da“, betonte Bürgermeister Ulrich Pleßke, der zudem an gemeinsam getätigte Investitionen wie den Anbau erinnerte. „Es ist und bleibt ein Objekt der Gemeinde, bloß der Träger ändert sich.“ Der Vertrag mit dem Elternverein, der 1995 in der damals eigenständigen Gemeinde Weseram die nur noch von sechs bis acht Kindern besuchte kommunale Tagesstätte vor der Schließung rettete und jetzt gekündigt hat, wird vorzeitig aufgelöst.

Der Suche nach einem neuen Träger gingen eine Elternbefragung und ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren voraus. Auswahlkriterien waren pädagogische Inhalte, Wirtschaftlichkeit und Referenzen. Sowohl bei Verwaltung und Gemeinde als auch bei der Elternschaft fiel die Wahl auf den „Wir“-Verein. Außerdem dabei waren „Kinderwelt“, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund und der Internationale Bund.

Schultz: Kita als Sozialraum für den Ort

„Dass sich eine vergleichsweise kleine Kommune eine Kita leistet, ist grandios und eine schlaue Entscheidung für die weiche Infrastruktur“, sagte „Wir“-Geschäftsführer Hartmut Schultz, der das berühmte Funkeln in den Augen der Erzieherinnen ausmacht. Das bestehende Konzept werde übernommen und gemeinsam behutsam weiterentwickelt. „Uns ist es wichtig, dass sich Kita als Sozialraum für den Ort versteht“, so Schultz. Der Bereich der Familienbildung werde immer bedeutsamer. „Wir“ betreibt unter anderem bereits acht Kitas in der Stadt Brandenburg und in Potsdam-Mittelmark. Dort, wo es geht, öffnet man sich mit Spielplätzen und Blubberlutsch-Cafés dem Wohnumfeld.

Von Claudia Nack

Mareike Lange hat etwas getan, über das viele andere in ihrem Alter zwar nachdenken, es letztlich aber nicht tun: Sie engagierte sich in ihren Semesterferien ehrenamtlich in einem Waisenhaus in Tansania. Seit einigen Wochen ist die Brandenburgerin nun zurück von ihrer Arbeit mit Waisen im Vorschulalter, die sie in Englisch und Mathematik unterrichtete.

21.10.2015
Brandenburg/Havel Emster-Verband kauft Abwassernetz - 15 Millionen Euro für private Anleger

Für den Preis von rund 15,3 Millionen Euro wird das Abwassersystem von neun Ortsteilen der Gemeinden Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) sowie in Wust (Stadt Brandenburg) kommunalisiert. Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Emster (WAZV) hat die letzten Weichen für eine Neuordnung der Vermögensverhältnisse gestellt.

21.10.2015
Brandenburg/Havel Neuer Chef der Verkehrsbetriebe Brandenburg - Vom Digitalfunk zur robusten Straßenbahn

Von der Polizei in ein städtisches Unternehmen: Jörg Vogler hat den Sprung gewagt und tritt bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Brandenburg an der Havel die Nachfolge von Geschäftsführer Werner Jumpertz an. Er steht ab sofort den 142 Mitarbeitern vor – und sieht sich einigen Aufgaben entgegen.

24.10.2015
Anzeige