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Brandenburg/Havel Wirtschaftsminister unterstützt Riva
Lokales Brandenburg/Havel Wirtschaftsminister unterstützt Riva
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21:00 08.03.2016
Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Quelle: Christel Köster
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Brandenburg/H

In der krisengeschüttelten Marktsituation für die beiden Riva-Stahlstandorte in Brandenburg/Havel und Hennigsdorf unterstützt Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) den heimischen Stahlproduzenten. Darauf wies am Dienstag dessen Sprecherin Claudia Lippert vor dem Hintergrund hin, dass in beiden Werken seit Anfang des Monats Kurzarbeit läuft und die Produktion erheblich gedrosselt wurde.

Am 23. Februar traf Gerber in Brüssel mit EU-Generaldirektorin Lowri Evans zu einem Gespräch über die Situation der ostdeutschen Stahlindustrie zusammen „Arbeitsplätze und Standorte der ostdeutschen Stahlindustrie dürfen nicht durch einen verschärften Emissionsrechtehandel sowie unfaire Wettbewerbsbedingungen gefährdet werden“, sagte Gerber.

„Gemeinsame Erklärung der Stahlstandorte Ostdeutschlands“

Nach Angaben seiner Sprecherin kam auf seine Initiative hin die „Gemeinsamen Erklärung der Stahlstandorte Ostdeutschlands“ zustande, welche die Wirtschaftsministerien Brandenburgs, Sachsens und Thüringens, die Wirtschaftsvereinigung Stahl und die IG Metall unterschrieben haben.

Darin sehen die Minister „mit großer Sorge den massiven Anstieg von Stahlimporten nach Europa zu Tiefstpreisen, vor allem aus dem fernöstlichen Raum“. Diese offensichtlich subventionierten Produkte, so heißt es weiter, behinderten den fairen Wettbewerb in der EU. Von der EU fordern die Partner einen effektiven Handelsschutz, um Verzerrungen im internationalen Handel auszugleichen.

Kampf gegen Dunping-Preise

Riva-Geschäftsführer Lorenzo Riva hatte der MAZ am Montag bestätigt, dass der wesentliche Grund für die aktuelle Kurzarbeit im Unternehmen der ruinöse internationale Wettbewerb sei. Staatlich subventionierte Unternehmen aus China, Weißrussland und anderen Ländern bieten Stahlprodukte nach seinen Worten zu Dumping-Preisen in Europa an.

Das Brandenburger Elektrostahlwerk drosselt seine Stahlproduktion seit Anfang März um mehr als 30 Prozent, berichtet Katja Rex, die Geschäftsführerin Personal der beiden Werke in Brandenburg/Havel und Hennigsdorf. 600 der aktuell 713 Beschäftigten in Brandenburg sind sechs Monate lang von Kurzarbeit betroffen, das sind 84 Prozent. Ihre Arbeitszeit verringert sich dadurch um 20 Stunden in der Woche.

Nicht ganz so gravierend ist die Lage im Hennigsdorfer Werk. Dort sind 173 der 632 Beschäftigten von der zunächst auf vier Monate befristeten Verkürzung der Arbeitszeit betroffen und somit 27 Prozent. Die Produktion dort wird um bis zu 15 Prozent gedrosselt, so dass die Hennigsdorfer Stahl- und Walzwerker sechs Stunden weniger als sonst pro Woche arbeiten.

Von Jürgen Lauterbach

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