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Brandenburg/Havel Wobra: 26 Millionen Euro für Sanierung
Lokales Brandenburg/Havel Wobra: 26 Millionen Euro für Sanierung
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17:44 06.11.2018
Die Wobra Wohnungen in der Sankt-Annen-Strasse Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Das Brandenburger Wohnungsbauunternehmen Wobra wird bis 2024 vorrangig in Hohenstücken und Nord für 26,5 Millionen Euro mehr als 350 Wohnungen sanieren. Einzelheiten dazu stellten am Dienstag Bauministerin Kathrin Schneider und Oberbürgermeister Steffen Scheller vor. Am Nachmittag wurde ein entsprechender der Vertrag von Stefan Otte, Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und dem Wobra-Geschäftsführer Stephan Falk unterzeichnet.

Mit dem fast zinslos gewährten Kredit werden ausschließlich Wohnungen und Häuser saniert oder die Zinssätze für laufende Darlehen und Förderverträge abgesenkt. Neubauten und Abrisse werden in dem ILB-Projekt nicht gefördert.

Seit Monaten verhandelt

Seit Monaten hatten Falk und Scheller wegen des Vertrages verhandelt. Neben der Beilegung der Bavaria-Krise dürfte dieser Vertrag einer der größten Erfolge für die vormals kurz vor der Pleite stehende Wobra sein, die in den zurückliegenden Jahren wieder in ruhiges Fahrwasser geführt wurde. OB Steffen Scheller: „Attraktive und bezahlbare Wohnungsangebote sind wichtig für die Entwicklung unserer Stadt.

Werbung der Wobra. Quelle: JACQUELINE STEINER

Der Rahmenvertrag wird die Sanierung in unseren Stadtteilen Nord und Hohenstücken weiter voran bringen.“

Und Ministerin Schneider sagt: Mietpreisgarantie und Belegungsbindung seien „Instrumente, mit denen wir auf steigende Mieten reagieren. Ein weiteres ist die Zuschuss- und Darlehensförderung.“ Durch die Vereinbarung werde sichergestellt, dass auch in die Modernisierung der Wohnungsbestände investiert wird.

Flexible Handhabung von Belegungsbindungen

„Durch die flexible Handhabung von Belegungsbindungen können wir Menschen unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrer sozialen Herkunft belegungs- und mietpreisgebundenen Wohnraum ermöglichen“, sagt Falk. Die 600 Wohneinheiten mit Belegungsbindung garantiere die Wobra nun bis 2037. „Ab 2019 bis 2024 werden wir uns auf die Entwicklung der Stadtteile Nord und Hohenstücken konzentrieren. Unsere Bauvorhaben sind abgestimmt auf den demografischen Wandel.“

Nord ist der Stadtteil mit dem höchsten Durchschnittsalter

Nord ist der Stadtteil mit dem höchsten Altersdurchschnitt. Die Menschen dort sind durchschnittlich 55 Jahre alt. Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt in der Statt bei 47,5 Jahren. Damit ist klar: Die Wohnungen müssen altersgerecht und mit Fahrstühlen ausgestattet werden. Vier Blocks in Hohenstücken will die Wobra als Leuchtturmprojekte sanieren und dabei auch versuchen, mit einer neuen Architektur das Gesicht der Stadtteils zu verändern.

Mit dem Dienstag unterzeichneten Vertrag wird das sogenannte „Potsdamer Modell“ auf Brandenburg an der Havel übertragen. 2012 hatte das Land erstmals mit der Wohnungsbaugesellschaft „Pro Potsdam“ eine Vereinbarung geschlossen, in der gegen eine Zinsabsenkung für bestehende Förderdarlehen, Miet- und Belegungsbindungen für geförderte Wohnungen verlängert wurden. Dies will Schneiders Infrastrukturministerium auch auf andere Städte übertragen.

Die Wobra hat noch 4470 Wohnungen

Gegenwärtig hat die Wobra noch 4470 Wohnungen im bestand. Langfrostig plant das Unternehmen mit 3400 zu bewirtschaftenden, sanierten Wohnungen. 800 Wohnungen werden in den nächsten Jahren parallel zur Sanierung an anderer Stellen abgerissen, 180 weitere Wohnungen werden verkauft.

Die 600 mit einer Mietpreisbindung versehenen Wohnungen befinden sich im Übrigen nicht nur in Hohenstücken und Nord. „Wir haben da ein flexibles Modell gefunden“, sagt Falk nicht ohne Stolz. So wird die Wobra auch in Zukunft trotz der steigenden Mieten in der Innenstadt Wohnraum in der St.-Annen-Straße, der Neustädtischen Heidestraße und der Werderstraße anbieten.

Von Benno Rougk

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