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Wobra erweitert ab 2017 das eigene Portfolio

Brandenburg an der Havel Wobra erweitert ab 2017 das eigene Portfolio

Die städtische Wohnungsgesellschaft Wobra ist ohnehin komplett im Besitz der Stadt Brandenburg. Was liegt also näher, als ihr auch das Verwalten der städtischen „kleinen“ Immobilien zu übertragen, die nicht für Verwaltung, Schulen und Sport benötigt werden. Bislang erledigte dies Nickel-Immobilien, zum neuen Jahr übernimmt das städtische Unternehmen.

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Die Wobra ist nicht nur Vermieterin, sondern auch Verwalterin von Immobilien.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Mehr Verantwortung für die kommunalen Immobilien bekommt die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wobra.

Sie wird damit Verwalterin für Tausende Garagen sowie etliche Kleingärten und Grundstücke.

Die sich jetzt noch in der Verwaltung durch die Firma Nickel Immobilien GmbH befindlichen städtischen Grundstücke sollen ab dem 1. Januar 2017 durch die Wobra verwaltet werden. Alle Beteiligten arbeiten hier bereits an einem für die Nutzer möglichst nahtlosen Übergang. Dieses Ziel wird insbesondere durch den Umstand begünstigt, dass die jetzt beabsichtigte Neuordnung innerhalb des städtischen Unternehmensverbundes erfolgt, heißt es aus der Verwaltung.

Die Stadt Brandenburg an der Havel hatte schon im Jahr 2004 den Eigenbetrieb Zentrales Gebäude- und Liegenschaftsmanagement GLM gegründet, um die Immobilienverwaltung zu harmonisieren und zu konzentrieren. Im Jahr 2008 wurden alle noch in der Verwaltung verbliebenen grundstücksbezogenen Aufgaben an das GLM übertragen. Das heißt, der Eigenbetrieb ist für alle Gebäude zuständig, die von der Verwaltung selbst genutzt werden, zudem für Schulen und Sportstätten. Im Jahr 2011 erfolgte schließlich die vollständige Integration des noch von der Projektentwicklung Kirchmöser (PEK) verwalteten ehemaligen Immobilienbestandes des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) in die städtische Verwaltung.

Konkret heißt es nun für die Wobra, dass 3500 Garagen sowie fast genau 1400 Gärten in 80 Sparten künftig von dem Unternehmen verwaltet werden. „Wir integrieren die Objekte komplett in unsere Verwaltung. Das schaffen wir aus eigener Kraft, wir haben dazu genügend Kapazitäten“, sagt Wobra-Geschäftsführer Stephan Falk. In den kommenden Tagen und Wochen werden die entsprechenden Briefe an die Mieter und Pächter versandt. Alle von der vorstehenden Neuordnung betroffenen Nutzer- dies sind insbesondere Pächter von Wochenendhäusern und Garagen - erhalten hierüber individuelle Mitteilungen. In diesen werden ihnen separat die neuen Ansprechpartner und die neuen Bankverbindungen mitgeteilt.

„Nicht alles verändert sich für die Mieter und Pächter. Die Hausmeisterdienste beispielsweise werden weiter von der Firma Nickel betreut. Wir haben seit Jahren keine Hausmeisterabteilung mehr, diese Kernkompetenz kaufen wir ein, die Nickel-Hausmeister sind ja bereits mit den Objekten bestens vertraut“, sagt Falk.

Zum neuen Verwaltungsportfolio gehören auch 25 Wohnungen und 126 Gewerbeeinheiten in Häusern, die der Stadt gehören. Zudem werden 93 Pkw-Stellplätze, 20 Lagerflächen und drei Trafohäuschen verwaltet. Nicht zuletzt 21 unbebaute Grundstücke sowie acht Pachtflächen gehören dazu.

„Ich bin mir sicher, dass wir als Wobra gemeinsam mit dem GLM die Aufgabe der städtischen Immobilienverwaltung hinbekommen, zudem sind ja die Verbindungen zu Nickel auch nicht abgerissen“, sagt der Geschäftsführer.

Die Stadtspitze und auch eine Mehrheit der Stadtverordneten sind nach wie vor daran interessiert, das hundertprozentige Kommunalunternehmen wirtschaftlich zu stärken. Dazu wurden in der Vergangenheit auch schon städtische Immobilien, etwa Ärztehäuser, an die Wobra übertragen, um deren Liquidität, Werthaltigkeit und Bonität zu steigern. Die Wobra war in der Vergangenheit auch zu größerem Rückbau in den eigenen Beständen gezwungen. Andererseits betätigte sie sich zunehmend auch als Motor der Stadtentwicklung, entwickelte wichtige Projekte in und an der Innenstadt – etwa im Klosterquartier, im Bahnhofsviertel, rings um den Hauptbahnhof oder punktuell an der Neustädtischen Heidestraße oder in der Steinstraße.

Erfahrungen beim Verwalten fremder Bestände gibt es zudem reichlich, der größte Brocken waren dabei die 1770 Wohnungen der ehemaligen Fordinvest, bevor diese an den jetzigen Besitzer TAG Wohnen übergingen.

Von André Wirsing

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