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Wohnen, leben und arbeiten aus 100 Jahren

Zuhause in Wusterwitz Wohnen, leben und arbeiten aus 100 Jahren

Wusterwitz ist eine Gemeinde westlich der Stadt Brandenburg. Es ist ein schöner Ort, am Wasser gelegen und voller Geschichte. Diese wurde festgehalten und aufbereitet: Eine Dauerausstellung des Heimatvereins aus den letzten 100 Jahren kommt nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Gästen äußerst gut an.

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Marlies Gohlke und Annemarie Braune vom Heimatverein vor historischen Schulutensilien.

Quelle: Claudia Nack

Wusterwitz. „Bei den Besuchern der Ausstellung gibt es keine Spitzenzeiten“, sagt Amtsmitarbeiterin Karin Wiebeck von der Touristen-Information. In den Ferien kämen vermehrt Kinder, aber auch sonst nutzen Schule und Hort diese Möglichkeit, um sich über das Leben und Schaffen der vergangenen 100 Jahre in Wusterwitz zu informieren. Parterre sind außerdem wechselnde Themen zu sehen.

„Von Urlaubern wird sie ebenso angenommen wie von Einheimischen“, erzählt Wiebeck, die sich an manches interessante Gespräche erinnern kann. Selbst ehemalige Ferienlagerkinder, die heute Erwachsene sind, seien dabei und es werde Ahnenforschung betrieben. „Manche kommen ganz gezielt, wenn sie Besuch haben. Andere werden auf die Ausstellung aufmerksam, wenn sie Broschüren holen.“ Auch Gruppen melden sich an. „Ein Ehepaar aus Holland, das seit Jahren in Wusterwitz Urlaub macht, schaut regelmäßig vorbei und bringt sogar Historisches mit. Unlängst war es ein Sackstempel“, berichtet sie.

Nur ein Bruchteil der Sammlung

Für Wusterwitz sei die Dauerausstellung des Heimat- und Kulturvereins, die hier und da ergänzt oder umgestaltet wird, ein Anziehungspunkt. Eröffnet wurde sie 2009 zum 850-jährigen Ortsjubiläum. Nur ein Bruchteil der umfangreichen Sammlung an Exponaten, Fotos und Archivmaterial ist in der 1869 erbauten alten Schule zu sehen. Darunter auch Leihgaben von Bürgern. „Darüber sind wir besonders dankbar“, sagen Marlies Gohlke und Annemarie Braune vom 2004 gegründeten Verein. Damals wie heute hat er 15 Mitglieder. Zwischendurch waren es einmal 22. Das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei 75. Die ersten vier Jahre war Hans-Christian Freund der Vorsitzende, seitdem ist es Hans-Georg Apfel.

Wohnen, leben, arbeiten aus 100 Jahren auf 130 Quadratmetern. Zu sehen sind altes Handwerk, Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung, Schulutensilien von früher. Auch eine DDR-Vitrine gibt es. Eine Ecke mit von ihm selbst geschnitzten Marionetten und anderen extravaganten Stücken ist dem Wusterwitzer Original und Puppenspieler Wilhelm Götze gewidmet, der von 1871 bis 1954 lebte. Zu den kuriosesten Exponaten gehört ein Mini-Velo, mit dem Fahrradartist Paul Z’dun-Doon (1904 bis 1981) in der Welt unterwegs war. Beide Männer waren trotz des großen Altersunterschieds befreundet.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Touristen-Information besichtigt werden. Führungen auf Anfrage unter 03 38 39/5 81.

Von Claudia Nack

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