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Brandenburg/Havel Auf dem alten Ziegelei-Areal sollen Reihenhäuser entstehen
Lokales Brandenburg/Havel Auf dem alten Ziegelei-Areal sollen Reihenhäuser entstehen
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11:26 15.03.2019
Das Gelände an der alten Ziegelei ist derzeit ein wilder Parkplatz. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die Grundstücke sind beisammen, die Stadt kann nun ernst machen mit dem Aufstellen eines Bebauungsplanes für das Areal der ehemaligen Ratsziegelei an der Neustädtischen Wassertorstraße. So hat es auch der Stadtentwicklungsausschuss am Mittwochabend den Stadtverordneten zum Beschluss empfohlen.

Der Kommune gehörten bislang knapp 6000 Quadratmeter, weitere 1832 Quadratmeter konnte sie für knapp 220.000 Euro von einer Erbengemeinschaft erwerben. Eine kleine Fläche von 500 Quadratmetern ist im Privatbesitz, der Eigentümer will sich am Projekt aber beteiligen.

Andrea Kutzop, Leiterin des Fachbereichs VI Stadtplanung in der Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel Quelle: Rüdiger Böhme

„Wir wollen salopp gesagt, die Innenstadt weiterbauen, an dieser Stelle den Brandenburgern die Möglichkeit geben, Wohneigentum zu erwerben. Es wird urban und dicht, wir stellen uns vor, dass 15 bis 19 Wohneinheiten entstehen“, sagt Stadtplanerin Andrea Kutzop.

„Das ist eine hübsche kleine Ecke in der Neustadt, eine der wenigen Flächen, die sich für ein Nachverdichtung eignet.“ Entstehen soll eine Art Reihenhausbebauung, mit maximal drei Geschossen. Wahrscheinlich sind Zweigeschosser mit aufgesetztem Staffelgeschoss.

Die Stadt plant auf eigene Kosten, hat dafür schon einmal 50.000 Euro bereitgestellt. Selbst die Erschließung nimmt die Kommune selbst in die Hand.

Die Kosten dafür holt sie sich nach dem Parzellieren der Grundstücke beim Verkauf der einzelnen Baugrundstücke wieder. Zudem kann sie Fördermittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ bekommen, weil das Projekt mitten im Sanierungsgebiet liegt.

In der Regel wird der umgekehrte Weg beschritten: Die Stadt sucht erst einen Investor und lässt ihn dann die Kosten fürs Planen und Erschließen übernehmen.

Diesmal betreibt sie alles in Eigenregie, das hat den Vorteil, dass eine geordnete städtebauliche Entwicklung garantiert ist. Theoretisch könnte die Stadt sogar die Häuser selbst errichten lassen und dann verkaufen. Die Planung sichert erst einmal das Baurecht.

Das Areal beherbergte seit dem 14. Jahrhundert eine Ziegelei, ist sogar auf dem Stadtplan von Hedemann von 1722/24 mit Scheune und Ofen deutlich eingezeichnet, diente bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Ratsziegelei der Neustadt.

Es wird eingefasst von Deutschem Dorf, Gärtnerhof Matthias und VHS-Bildungswerk, die Neustädtische Wassertorstraße mündet von Norden direkt aufs Gelände. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Pläne für eine Wohnbebauung, die wegen der beiden Weltkriege nie realisiert wurde.

Von André Wirsing

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