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Brandenburg/Havel Wohnhaus wird zum Feuerball
Lokales Brandenburg/Havel Wohnhaus wird zum Feuerball
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15:31 26.07.2016
Wohnhaus in Riewend in Flammen. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Riewend

Mit einem lauten Knall begann am Montagnachmittag in Riewend (Potsdam-Mittelmark) ein brennendes Inferno. Dann ging alles ganz schnell. Möglicherweise nach einer Gasflaschenexplosion ergriffen meterhohe Flammen ein aus Rundhölzern errichtetes Einfamilienhaus in der Dorfstraße. Die Besitzer, ein Ehepaar mit Kind, konnten sich ins Freie retten. Der Hausherr erlitt leichte Brandverletzungen. Innerhalb von Minuten verwandelte sich die nordamerikanische Blockhausarchitektur in einen Feuerball.

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Riewend, 25. Juli 2016 – In Riewind (Potsdam-Mittelmark) geht ein Wohnhaus in Flammen auf. Das aus Rundhölzern im nordamerikanischen Blockhausstil errichtete Eigenheim brennt vollständig nieder.

Für die Feuerwehren im Amt Beetzsee wurde Großalarm ausgelöst. Außerdem rückten Kameraden aus den havelländischen Nachbardörfern Klein Behnitz und Groß Behnitz an. Die Brandenburger Berufsfeuerwehr schickte ihre Drehleiter. Zudem beorderte die Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Brandenburg an den Unglücksort. „Wir müssen die Mannschaften rechtzeitig ablösen, damit uns bei der Hitze keiner umkippt“, sagte Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt der MAZ. Überall entlang der Dorfstraße Schläuche, Verteiler ,Einsatzautos, Rettungswagen, Polizei und Feuerwehrleute. Riewend glich über Stunden einem Heerlager.

Von allen Seiten hieß es „Wasser marsch!“ auf das brennende Haus . Problem: Wegen der Trockenheit brachten die Feuerlöschbrunnen nicht genügend Leistung. Wassernachschub wurde insbesondere aus dem Riewendsee gepumpt. Zu retten war das Anwesen nicht mehr. Dafür wurde die Hitze unerträglich. Immer wieder mussten sich erschöpfte Feuerwehrleute zurückziehen, um zu trinken. Andere kippten sich zur Abkühlung Wasser über den Kopf. Beetzsee-Amtsdirektor Guido Müller, selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann in seinem Heimatdorf Klein Behnitz, steuerte eigenhändig das Weseramer Einsatzauto aus der gefährlichen Hitzezone.

Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt am Einsatzort. Quelle: Frank Bürstenbinder

Petra Bels gehörte zu den vielen Riewendern, die den Einsatzkräften Beistand leisteten. Sie schleppten Getränke und Eimer mit Leitungswasser heran. „Wir sind doch ein Dorf. Da müssen wir helfen“, meinte die Riewenderin. Geholfen hatten sich die Einwohner schon in den ersten Minuten des Brandes. „Wir haben gemeinsam ein Auto, ein Quad und Propangasflaschen vom Grundstück geholt“, berichtet Norbert Kühne.

Von allen Seiten wird das Feuer bekämpft. Quelle: Frank Bürstenbinder

Auch an den Grenzen zum Brandhaus standen die Menschen zusammen. Es ist unter anderem Männern wie Enrico Weiß und Matthias Röger zu verdanken, die zunächst mit Gartenschläuchen verhinderten, dass Flammen auf die nahen Nachbarblockhäuser übergriffen. Das war auch eine der wichtigsten Aufgaben für die Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von Falk Möhler. Unablässig ließen sie Wasser auf Häuser und Garagen prasseln. Gegen 17 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Reste der Douglasienkonstruktion krachten nach und nach in sich zusammen. Zumindest für die Nachbarhäuser war die Gefahr vorüber.

Von Frank Bürstenbinder

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