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Brandenburg an der Havel kann Berlin helfen

Billig und nah Brandenburg an der Havel kann Berlin helfen

Wenn in Berlin und Potsdam die Wohnungen knapper werden, bieten sich nicht allzu weit entfernte Städte im Land Brandenburg als Ausweichquartiere an. Zum Beispiel Brandenburg an der Havel. Diese Aussage trifft der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, dessen 360 Mitglieder rund 1,1 Millionen Wohnungen in der Region bewirtschaften.

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Hauptstädter finden in Brandenburg noch bezahlbare Wohnungen.

Quelle: Astrid Cibulka

Brandenburg an der Havel. Wenn in den Landeshauptstädten Berlin und Potsdam die Wohnungen knapp und knapper werden, dann bieten sich nicht allzu weit entfernte Städte im Land Brandenburg als Ausweichquartiere an. Zum Beispiel Brandenburg an der Havel oder auch Rathenow. Diese Aussage trifft der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, dessen 360 Mitgliedsunternehmen rund 1,1 Millionen Wohnungen in Berlin und Brandenburg bewirtschaften.

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Attraktive Wohnungen und Häuser im ganzen Land Brandenburg: MAZimmo.de

„Die Wohnpotenziale gerade auch von Brandenburg an der Havel könnten einen Beitrag zur Entlastung der Wohnungsmärkte in Berlin und Potsdam leisten“, sagt BBU-Vorstand Maren Kern. Vor einigen Tagen stellte sie den BBU-Marktmonitor 2015 vor und forderte dazu auf, die regionale Vernetzung weiter zu vertiefen. Das Wachstum auf dem Wohnungsmarkt müsse besser verteilt werden.

Vor dem Hintergrund, dass Berlin bis zum Jahr 2030 ungefähr 500 000 Einwohner mehr haben wird als heute und auch Potsdam bis dahin um rund 20 000 Einwohner wachsen wird, richtet der Verband sein Augenmerk einerseits auf den Speckgürtel um die Hauptstadt, andererseits auf den so genannten „Metropolenraum“ im Land Brandenburg, besonders jene Städte, die in einem 60-Minuten-Radius zu Berlin liegen und in denen rund 10 000 Wohnungen leer stehen.

Brandenburg an der Havel bietet sich wohnungstechnisch als „Entlastung“ für die Bundes- und die Landeshauptstadt an, weil die Stadt lediglich 46 Minuten entfernt ist von Berlin, 2300 leer stehende Wohnungen von Mitgliedsunternehmen hat und mit einer Neuvertragskaltmiete von 4,94 Euro für die Hauptstädter von Interesse sein dürfte.

Mietpreise stabil, Kaufpreise steigend

Rund 900 000 Daten aus Bestands- und Neumietverträgen sind in den BBU-Marktmonitor 2015 eingeflossen.

Der Verband BBU vertritt rund 360 Mitgliedsunternehmen in Berlin und dem Land Brandenburg, die wiederum etwa 1,1 Millionen Wohnungen in Berlin und Brandenburg bewirtschaften, davon etwa 400 000 im Land Brandenburg.

Neun von 46 erfassten Orte im Land Brandenburg weisen eine durchschnittliche Nettokaltmiete von mehr als fünf Euro pro Quadratmeter auf, Brandenburg Rathenow und Premnitz sind nicht darrunter.

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) bestätigt in seinem Wohnpreisspiegel für 2015, dass die Wohnungsmieten in der Stadt Brandenburg ziemlich stabil je nach Alter und Wohnwert zwischen durchschnittlich 4,50 und 7 Euro pro Quadratmeter lägen. Geringfügig teurer seien mittelgute und gute Wohnungen geworden.

Dagegen stellt dieser Verband für Brandenburg bei Eigentumswohnungen im Jahr 2015 deutliche Preisteigerungen in allen Kategorien fest.

Im Vergleich zu Berlin sparen Brandenburger Mieter im Jahr fast tausend Euro Mietkosten für eine 60-Quadratmeter-Wohnung. Die Havelstadt liegt unter allen Städten der Metropolenregion mit ihren Kaltmieten fast genau im Durchschnitt, sowohl bei Neuvermietungen mit 4,94 Euro pro Quadratmeter als auch bei Bestandsmieten (4,60 Euro).

Der Brandenburger Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher (SPD) deutet die Aussagen des aktuellen BBU-Marktmonitors als Chance für Brandenburg/Havel. Wenn Wachstum das große Thema der Region sei, Berlin um jährlich 40 000 Einwohner wachse und der Wohnungsmarkt der Hauptstadt die Nachfrage nicht befriedigen könne, „dann kann Brandenburg an der Havel von diesem Wachstum profitieren“, sagt Holzschuher.

Der SPD-Politiker sieht viele Flächen, die sich für den Wohnungsbau eignen und Potenziale für den Zuzug haben. Er nennt nicht nur das gerade kontrovers diskutierte Packhofgelände, sondern auch die Bauhofstraße und die Areale am Zentrumsring. Holzschuher fordert daher „ein Wohnungsbauprogramm für die Stadt“. Allerdings lehnt er den Abriss von Kleingärten und die Bebauung von Kleins Insel ab, die sein Parteifreund Dirk Stieger zur Debatte stellt.

Von Jürgen Lauterbach

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